Villa Mosler

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Die Villa im Oktober 2008

Die Villa Mosler steht in der Villenkolonie Neubabelsberg, in der Karl-Marx-Straße 28/29. Die heutige Villa wurde im Jahr 1926, auf den Grundmauern einer früheren Villa, errichtet.

Geschichte

Der erste Besitzer des Grundstückes war im Jahr 1817 Wilhelm von Türk. Er ließ hier ein Gutshaus bauen für seine Maulbeerplantage. Das Gelände erhielt daher den Namen „Türkhof“.

Auf den Grundmauern des zerfallenen Gutshauses wurde in den Jahren von 1924 bis 1926 – für das Vorstandsmitglied der Dresdner Bank und Mitglied verschiedener Aufsichtsräte, Georg Mosler – eine neue Villa errichtet. Mit der Planung wurde der Wegbereiter der Moderne, Ludwig Mies van der Rohe, beauftragt.

Mosler hatte das 8.000 Quadratmeter große Grundstück am Griebnitzsee 1921 erworben. Die Villa wurde mit 380 Quadratmetern Wohnfläche in traditionalistischer Bauweise errichtet. Im Jahr 1933 verließ Mosler Deutschland, da er Jude war. Die Villa fiel 10 Jahrer später an das Deutsche Reich. Während der DDR-Zeit war in der Villa eine Kinderklinik untergebracht.

Zu den Besonderheiten im Haus zählten ein Personenaufzug und ein begehbarer Safe. Beides ist nach der Sanierung im Jahr 2000 nicht mehr erhalten. Unversehrt ist dagegen die Innenaussstattung von Mies van der Rohe, zum Beispiel das repräsentative Treppenhaus mit einer geschwungenen Treppe aus Nussbaum.

Quellen

  • „Neuendorf-Nowawes-Babelsberg – Stationen eines Stadtteils“ – Geiger-Verlag, Horb am Neckar, 2000; ISBN 3-89570-653-1
  • „Architektur in Brandenburg – Bauten der Weimarer Republik“ – Braun-Publishing, Schweiz, 2011; ISBN 978-3-03768-079-7
  • Vortrag der "Frauenbrücke Ost-West", Frau Renner