Kiewitt

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Die "Halbinsel" Auf dem Kiewitt ist südlich der Chaussee nach Brandenburg (heutige B 1) gelegen, wie auch südlich der Fernbahnstrecke zwischen Magdeburg und Potsdam. Der Namensursprung ist nicht genau überliefert. Zu früheren Zeiten befand sich dort eine spärliche ländliche Bebauung, zwischenzeitlich auch die Potsdamer "Scharfrichterey". Pläne, das Gebiet mit geschlossenen Wohnblöcken zu überbauen, gab es bereits in den 1920er Jahren. So war u.a. eine dichtere und kompaktere Bebauung vorgesehen als sie heute in Form der Friedrichsstadt zu verzeichnen ist. Geplant war u.a. auch eine vierspurige Straßenbrücke zwischen Kiewitt und Hermannswerder, die aus heutiger Sicht glücklicherweise nicht ausgeführt wurde. Die Pläne scheiterten aus Verfahrensgründen, aus Geldmangel und aufgrund der Schwierigkeiten des Baugrunds. Die spätere Zeit knüpfte an die Idee zur Bebauung des Gebietes an und verwirklichte mit dem Bau der Friedrichsstadt ihre eigenen Vorstellungen. In den späten Nachkriegsjahrzehnten wurde die Kiewitt-Halbinsel noch weiter bebaut: Im Zuge des komplexen Wohnungsbaus entstanden freistehende Punkthochhäuser und elfgeschossige "Wohnscheiben". Auf dem Kiewitt leben heute knapp 4.000 Menschen. Auch wenn die in den 20er Jahren geplante Brücke nach Hermannswerder glücklicherweise genauso ein Luftschloss blieb wie die im 18.Jahrhundert erwogene Alternativplanung für das Neue Palais, so ist der Kiewitt doch noch lange nicht abgeschnitten und verbindungslos: Im Viertelstundentakt und in gut verträglichen 3 Minuten bringt die einzige, mit ViP- und VBB-Fahrkarte benutzbare Seilfähre Menschen ans jeweilige andere Ufer.