Kurt Laube

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Kurt Laube (* 25.05.1905; † 18.10.1987 in Potsdam) war ein Antifaschist, Spanienkämpfer und Opfer des Faschismus.

Geschichte

Kurt Laube wurde am 25.März 1905 als Arbeiterkind in Ra­the­now ge­bo­ren. Nach seinem Umzug nach Nowawes (Teil des heutigen Stadtteils Babelsberg) wurde er Mitglied des Kom­mu­nis­ti­schen Ju­gend­ver­bandes Deutsch­land (KJVD) und trat im Jahr 1930 der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) bei. Zu seinen engsten Kampfgefährten gehörten Walter Klausch und Paul Kühne.Als Funktionär des Roten Frontkämpferbundes (RFB) or­ga­ni­siert er am 30.01.1933 in der Stadt Potsdam eine Ar­bei­ter­de­mons­tra­tio­n für einen Generalstreik gegen den Machtantritt der Faschisten. Anschließend ging er in den Untergrund und ar­bei­tete il­le­gal in No­wa­wes und in Ber­lin po­li­tisch wei­ter. Auf Beschluss seiner Parteileitung emigrierte Laube in die ČSR. Dort folgte er dem Aufruf der KPD "Rettet die spanische Republik" und mel­dete sich frei­wil­lig nach Spa­ni­en. Im spanischen Freiheitskampf gegen den faschistischen Putsch von General Franco wurde Laube als Kommissar der 2. Kompanie des Bataillons „Edgar-Andre“ der XI. Internationalen Brigade eingesetzt. Am Ebro-Fluß traf Laube seine No­wa­we­ser Kampfgefährten Walter Junker und Kurt Vogel.

Nach der verlorenen Verteidigung der Spanischen Republik floh Laube im Jahr 1939 nach Frankreich und wurde dort, wie so viele andere Spanienkämpfer, interniert. Im Jahr 1941 wurde er an Na­zi-​Deutsch­land ausgeliefert. Laube wurde im Pots­damer Gefängnis in der Lindenstraße 54 eingekerkert und dort vom 5. Senat des sogenannten Volksgerichtshofes zu 10 Jah­ren Zucht­haus ver­ur­teilt. Zunächst wurde er im Zucht­haus Brandenburg eingekerkert, aber im Jahr 1944 zum Strafbataillon der faschistischen Wehrmacht zwangsrekrutiert. Hier gelang es mehreren Antifaschisten, unter ihnen Kurt Laube, die Bewacher zu entwaffnen und zur US-amerikanischen Armee überzulaufen.

Nach der Be­frei­ung vom Faschismus im Jahr 1945 kehrte Kurt Laube nach Potsdam zurück und begann mit der po­li­ti­schen Arbeit. Als erster Kreisvorsitzender der KPD in Potsdam kämpfte er um die Vereinigung der beiden Arbeiterparteien und übernahm anschließend leitende Funktionen in der Sozialistischen Einheitspartei Deutschland (SED). Außerdem gehörte Laube zu den führenden Leitern der Ver­ei­ni­gung der Ver­folg­ten des Na­zi­re­gimes (VVN) im Land Brandenburg und wurde später Mitarbeiter im Generalsekretariat des VVN in Berlin. Des weiteren war Laube als Kreissekretär der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) in Potsdam tätig und ab 1957 als Redakteur der Betriebszeitung der DEFA.


Kurt Laube starb am 18.Oktober 1987 in Babelsberg und wurde an der Seite seiner Ehefrau auf dem Neuendorfer Friedhof in der heutigen Großbeerenstraße beigesetzt.

Quellen

  • „Besonders jetzt tu deine Pflicht!“ – Kurze biografische Darstellungen über antifaschistische Widerstandskämpfer, die in der Stadt und im Kreis Potsdam lebten und wirkten; Herausgeber: Kreiskomitee Potsdam der Antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR, 1988; S. 50