Lída Baarová

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Autogrammfoto von Lída Baarová um 1930

Lída Baarová (* 7. September 1914 als Ludmila Babková in Prag; † 27. Oktober 2000 in Salzburg) war eine tschechische Schauspielerin und Geliebte von Joseph Goebbels.

Geschichte

Lída Baarová, eigentlich Ludmila Babková, wurde am 7. September in Prag geboren. Nach ihrer Ausbildung am Schauspielkonservatorium in Prag drehte sie mit 17 Jahren ihren ersten Film. 1934 wurde sie von der UFA engagiert und spielte im Folgejahr in dem Film „Barcarole“ mit. Die männliche Hauptrolle in dieser Produktion spielte Gustav Fröhlich. Seit dieser Zusammenarbeit lebten beide gemeinsam in einem Haus auf der Halbinsel Schwanenwerder in Berlin und in einer Villa in der Karl-Marx-Straße 8 im heutigen Potsdamer Stadtviertel Neubabelsberg.

Es folgten weitere Filme („Einer zuviel an Bord“, „Verräter“, „Patrioten“ und „Die Fledermaus“) sowie Engagements am Deutschen Theater und an der Volksbühne. Baarovà wurde von der deutschen Filmindustrie als exotischer Vamp importiert und verkörperte bis 1938 fast ausschließlich solche Charaktere.

Nachdem sie Joseph Goebbels begegnet war, entwickelte sich zwischen beiden eine heftige Liebesaffäre, die auch öffentlich bekannt wurde. Goebbels war bereit, sich wegen Baarová scheiden zu lassen. Erst auf Betreiben von Magda Goebbels beendete ein Machtwort Hitlers das Verhältnis. Baarová erhielt danach keine Engagements mehr in Deutschland. Ihr 1938 gedrehter Film „Preußische Liebesgeschichte“ (mit Willy Fritsch) erhielt Aufführungsverbot und wurde erst 1950 unter dem Titel „Liebeslegende“ in Westdeutschland gezeigt.

Deshalb zog Baarová zurück in die Tschechoslowakei und später nach Italien. Doch ihre Filmkarriere war beendet, da sie nirgends ein Engagement fand. 1956 ließ sie sich von ihrem neuen Ehemann Jan Kopecky scheiden und spielte ausschließlich Theater in Österreich und Deutschland.

1958 heiratete sie den schwedischen Professor Kurt Lundwall in Salzburg. Diese Ehe verlief glücklich bis 1980 Lundwall starb. Lída Baarová lebte seitdem einsam und von der Welt vergessen in Salzburg, wo sie am 27. Oktober 2000 verstarb.

Quellen