Landhaus Köttgen

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Das Landhaus Köttgen befindet sich in der Stubenrauchstraße 26. Das große Wohnhaus wurde 1933 für den Vorstandsvorsitzenden der Siemens-Schuckertwerke und Wirtschaftsfunktionär Carl Köttgen errichtet. Zu seinem Wohnhaus gehören ein seitlicher Dienstbotenflügel mit einer Zwei-Zimmer-Hausmeisterwohnung und eine Garage mit der Zwei-Zimmer-Wohnung für den Fahrer im Dachgeschoss. Schmuck am Bau sind eine Sonnenuhr sowie ein Florians-Halbrelief in Terrakotta. Der Schutzpatron der Feuerwehren wird bei der Arbeit gezeigt. Die Kunst am Bau stammt vermutlich von Joseph Wackerle, der auch die Schmuckkeramik in Berlin-Siemensstadt gestaltete. Historisch dokumentierter Garten mit Teichanlage. Das Gebäude wurde durch den Siemens-Hausarchitekten Hans Christoph Hertlein errichtet, der in seinen über 30 Dienstjahren im Unternehmen die Industriearchitektur – unter anderem bei den Berliner Wernerwerken – entscheidend prägte.

Nach 1945 wurde das Gebäude als Gästehaus der DEFA genutzt. Vom 1. Juni bis Mai 1948 wohnte dort der Filmregisseur und DEFA-Vorstandsmitglied Kurt Maetzig zur Miete in einer Vier-Zimmer-Wohnung mit Küche. In den 1990er-Jahren hatte das Astrophysikalische Institut seinen Sitz in der Villa.

Quellen: