Leibgarde-Husaren-Kaserne: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Leibgarde-Husaren-Kaserne''' ist ein trutziger Bau in der Berliner Straße Nr. Das Gebäude mit den markanten Zinnen ist so groß, dass man ihn kaum auf einen Blick erfassen kann. 136 Meter misst er in der Länge – um 1840 war das eine Sensation. Die anderen stadtbildprägenden Kasernen Potsdams wurden im Kaiserreich gebaut. Erstmals wurde ein ganzes Regiment mit über 600 Mann in einem einzigen Gebäude untergebracht. Doch bleiben wir bei der Leibgarde-Husaren-Kaserne. Den Befehl zu ihrem Bau gab König [[Friedrich Wilhelm III]]. Die Kaserne wurde zwischen 1839 und 1842 errichtet. Sie wurde von dem Direktor der preußischen Militärbauverwaltung Carl Hampel unter Mitwirkung von [[Karl-Friedrich Schinkel]] projektiert. In der Abschlussphase des Baus wurde auf Wunsch von [[Friedrich Wilhelm IV]] noch ein weiterer Experte hinzugezogen: [[Ludwig Persius]]. Er veredelte den Bau mit einem Zinnenkranz, der dem Bau einen wehrhaften Anschein verlieh. Das Hauptgebäude wird bis heute als Sitz der Wehrbereichsverwaltung militärisch genutzt.
 
Die '''Leibgarde-Husaren-Kaserne''' ist ein trutziger Bau in der Berliner Straße Nr. Das Gebäude mit den markanten Zinnen ist so groß, dass man ihn kaum auf einen Blick erfassen kann. 136 Meter misst er in der Länge – um 1840 war das eine Sensation. Die anderen stadtbildprägenden Kasernen Potsdams wurden im Kaiserreich gebaut. Erstmals wurde ein ganzes Regiment mit über 600 Mann in einem einzigen Gebäude untergebracht. Doch bleiben wir bei der Leibgarde-Husaren-Kaserne. Den Befehl zu ihrem Bau gab König [[Friedrich Wilhelm III]]. Die Kaserne wurde zwischen 1839 und 1842 errichtet. Sie wurde von dem Direktor der preußischen Militärbauverwaltung Carl Hampel unter Mitwirkung von [[Karl-Friedrich Schinkel]] projektiert. In der Abschlussphase des Baus wurde auf Wunsch von [[Friedrich Wilhelm IV]] noch ein weiterer Experte hinzugezogen: [[Ludwig Persius]]. Er veredelte den Bau mit einem Zinnenkranz, der dem Bau einen wehrhaften Anschein verlieh. Das Hauptgebäude wird bis heute als Sitz der Wehrbereichsverwaltung militärisch genutzt.
  

Version vom 17. März 2006, 17:58 Uhr

Leibgarde Husaren Kaserne.jpg

Die Leibgarde-Husaren-Kaserne ist ein trutziger Bau in der Berliner Straße Nr. Das Gebäude mit den markanten Zinnen ist so groß, dass man ihn kaum auf einen Blick erfassen kann. 136 Meter misst er in der Länge – um 1840 war das eine Sensation. Die anderen stadtbildprägenden Kasernen Potsdams wurden im Kaiserreich gebaut. Erstmals wurde ein ganzes Regiment mit über 600 Mann in einem einzigen Gebäude untergebracht. Doch bleiben wir bei der Leibgarde-Husaren-Kaserne. Den Befehl zu ihrem Bau gab König Friedrich Wilhelm III. Die Kaserne wurde zwischen 1839 und 1842 errichtet. Sie wurde von dem Direktor der preußischen Militärbauverwaltung Carl Hampel unter Mitwirkung von Karl-Friedrich Schinkel projektiert. In der Abschlussphase des Baus wurde auf Wunsch von Friedrich Wilhelm IV noch ein weiterer Experte hinzugezogen: Ludwig Persius. Er veredelte den Bau mit einem Zinnenkranz, der dem Bau einen wehrhaften Anschein verlieh. Das Hauptgebäude wird bis heute als Sitz der Wehrbereichsverwaltung militärisch genutzt.

Die Leibgarde-Husaren-Kaserne war für ein ganzes Regiment gebaut. 600 Reiter fanden hier Unterkunft. Der Bau einer so großen Kaserne war symptomatisch für den Wandel im Militär. Weg von der Einquartierung der Soldaten bei den Bürgersleuten hin zu Kasernierung. Die Truppe war leichter zu disziplinieren und konnte intensiver ausgebildet werden. Gleichzeitig erfolgte mit den Neubauten eine Verlagerung des Militärs aus der Altstadt heraus. Auch das war von Vorteil, denn im Bornstedter Feld und der Döberitzer Heide befanden sich Übungsplätze, auf denen großflächige Manöver stattfinden konnten und auch Artillerie-Übungen möglich waren.

Zur Leibgarde-Husaren-Kaserne gehörten zahlreiche Nebengebäude, darunter mehrere Reithallen, die älteste davon von Schinkel geschaffen - die Schinkelhalle.