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Der '''Lindenpark''' ist ein Jugendkultur- und Familienzentrum im [[Potsdam]]er Stadtteil [[Babelsberg]], in der [[Stahnsdorfer Straße]] 76-78. Das Gebäude ist auch durch einen Berliner Doppelstock-Bus gut erkennbar, welcher halb aus der linken Seitenwand herausragt. Seit der [[Wende]] wird das Gebäude vom Verein „Lindenpark“ verwaltet.
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Der Lindenpark ist ein Jugendkultur- und Familienzentrum im [[Potsdam]]er Stadtteil [[Babelsberg]], in der [[Stahnsdorfer Straße]] 76-78. Seit den 1960er Jahren ist er Bestandteil der Potsdamer und Berliner Kulturszene. Seit der Übernahme des Lindenparks durch die Stiftung SPI (Sozialpädagogisches Institut „Walter May“) im Jahr 2009 ist die Einrichtung ein Jugendkultur- und Familienzentrum. Bekannt ist das Haus durch regelmäßig stattfindende Veranstaltungen, wie Konzerte, Festivals und Partys sowie Angebote für Kinder, Familien und Jugendgruppen.
 
 
Im März 2009 hat die Stiftung ''Sozialpädagogisches Institut'' die Geschäfte des ehemaligen Lindenpark e.V. übernommen. Neben dem Gelände in der Stahnsdorfer Straße zählen dazu auch das offene Jugendhaus jwd, der Jugendclub S13 und „die Andere Kinderbetreuung“ in der Sternwerkstatt.
 
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
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[[Bild:Lindenpark, Stahnsdorfer Str. 78; 1905.jpg|miniatur|Das Restaurant „Lindenpark“, im Jahr 1905]]
 
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Um 1900 war das Gebäude für eine Wäscherei erbaut worden. Danach wurde es als Ausflugslokal umfunktioniert. Eine kurze Zeit fanden sogar Filmproduktionen in ihm statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er kurzzeitig für die sowjetische Kommandatur genutzt. Seit den 1960er Jahren fungierte das Gebäude mit seinen Nebenanlagen als städtisches Kulturhaus und war bei der Jugend sehr beleibt. Ab Mitte der 1980er Jahre arbeitete eine neue Mannschaft im Lindenpark und brachte mit seinen progressiven Vorstellungen frischen Wind in die Gemäuer. So wurde beispielsweise in den großen Saal ein Bus eingebaut.
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=== Anfänge ===
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Im Jahr 1900 als Wäscherei erbaut, erfuhr das Gebäude vielfältige Umnutzungen. So wurde es als Ausflugslokal für Potsdamer genutzt, später aber auch als Filmstudio, Atelier und Premierenkino für die [[UFA]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Haus kurzzeitig unter sowjetischer Kommandantur, bis es in den 1960ern als „Tanz und Unterhaltungszentrum“ seine vorerst letzte Umstrukturierung erfuhr. Tanztees, Singwettbewerbe, Theateraufführungen sowie Kinder- und Konzertveranstaltungen waren feste Bestandteile des Lindenparks und standen im Zeichen der sozialistisch geprägten Veranstaltungskultur. Unter neuer Führung wurde in den 1980er-Jahren, auch durch das veränderte gesellschaftliche und politische Klima, eine neue Richtung eingeschlagen. Der Lindenpark bot nun eine Plattform für die sich neu entwickelnde Punkszene und für Nachwuchsbands. So wurde die Einrichtung nicht nur in der lokalen Kulturszene bekannt, sondern auch über die Stadtgrenze hinaus.
  
Der 1990 neu gegründete Lindenpark e.V. bildet mit seinen fünf Einrichtungen eines der größten Soziokulturellen Zentren des [[Land Brandenburg|Landes Brandenburg]]. Zum Verein gehören, der Lindenpark mit dem, auf dem Gelände liegenden, Offenen Jugendhaus j.w.d. mit dem mini Atelier, seit 2003 auch die Sternwerkstatt und der [[Spartacus]].
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=== Die Wende ===
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Die neu gewonnenen Freiheiten machten es ab dem Spätherbst 1989 möglich, dass auch Bands aus Westberlin im Lindenpark auftreten konnten. Besondere Bekanntheit erlangte das Konzert der Skaformation ''Blechreiz''. Seit 1989 befand sich der charakteristische Bus inmitten des Saals, welcher seitdem zum Markenzeichen geworden war.
  
Schon seit den 1960er Jahren ist der Lindenpark als „Tanz- und Unterhaltungszentrum“, eines der beliebtesten Partyziele der [[Potsdam]]er Kulturszene. Durch das breite Angebot an Themen-Partys ist auch das angesproche Publikum in allen Generationen zu finden. So treffen sich die Mittvierziger zum Beispiel an einem Freitag bei dem „East Blues Festival“, während einen Tag darauf die Potsdamer Jugend zu Hip Hop und Soul bei „Black Club Grooves“ den Alltag vergisst. Der Lindenpark verwöhnt sein Publikum mit allem was eine Sinuskurve bildet, so wird Chartmusik genauso gespielt wie Rock, Punk, Ska, Reggae, Ragga, Hip Hop, Black Beats, Blues, Jazz, Dub- bis hin zur Weltmusik. Musiker wie Desmond Dekker, Rio Reiser, Element of Crime, Motorhead, Einstürzende Neubauten, Rammstein oder Gentleman waren schon im Lindenpark und gaben dort ihr Repertoire zum Besten.
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1990 erfolgte die Gründung des Lindenpark e.V. Mit fünf Einrichtungen gehörte der Verein in den Folgejahren zu den größten soziokulturellen Zentren des [[Land Brandenburg|Landes Brandenburg]]. Der Verein umfasste den Lindenpark, das offene Jugendhaus ''j.w.d.'' mit dem Miniatelier, die ''Sternwerkstatt'' und den [[Spartacus]] mit dem Jugendclub ''S13''. Leitgedanke bei der Gründung war die Förderung von Kunst und Kultur, die Jugend- und Kinderhilfe sowie die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen.
  
Das „Offene Jugendhaus j.w.d.“ ist von Anfang an Teil des Lindenparks, wurde allerdings erst 1995 von einem Veranstaltungsort zu einem Offenen Jugendhaus umstrukturiert. Früher wurden dort kleinere Partys und Konzerte gefeiert, heute ist jeder willkommen, der seine Freizeit gerne mit Freunden beim Spielen, Fernsehen, Musizieren und Quatschen verbringen will. Im Sommer kann außerdem die Feuerstelle und der Skatepark genutzt werden. Professionelle Betreuung beantwortet natürlich auch alle Fragen und unterstützt mit Tipps und Tricks. Funsportprojekte wie der „Spring Skate“ oder „Summer Slam“ machen weit über die Stadtgrenzen hinaus von sich reden. Am spektakulärsten für Zuschauer ist das jährliche „Lakejumping“, am Havelufer beim [[Alter Markt|Alten Markt]], wo Skater und Trialer mit extremen Stunts begeistern.
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Das Offene  Kinder- und Jugendhaus " j.w.d.“ war von Anfang an Teil des Lindenparks, wurde allerdings erst 1995 von einem Veranstaltungsort zu einem Offenen Jugendhaus umstrukturiert. Früher wurden dort kleinere Partys und Konzerte gefeiert. Heute ist jeder willkommen, der seine Freizeit gerne mit Freunden beim Spielen, Fernsehen, Musizieren und Quatschen verbringen will. Im Sommer kann außerdem die Feuerstelle und der Skatepark genutzt werden. Professionelle Betreuung beantwortet natürlich auch alle Fragen und unterstützt mit Tipps und Tricks. Funsportprojekte wie der „Spring Skate“ oder „Summer Slam“ machen weit über die Stadtgrenzen hinaus von sich reden. Am spektakulärsten für Zuschauer ist das jährliche „Lakejumping“, am [[Havel]]<nowiki/>ufer beim [[Alter Markt|Alten Markt]], wo Skater und Trialer mit extremen Stunts begeistern.
  
Unter dem Motto „Von Kindern für Kinder“, bietet das mini Atelier im j.w.d. speziell für  Kindern von vier bis sechs Jahren ein kostenloses Programm. Mit den Kindern werden Figuren aus Pappmaché gefertigt, die später zur Präsentation Kindertagesstätten übergeben werden. Auch Kinder- und Familienfeste, wie die Walpurgisnacht, das Rattenfänger-Fest oder die Halloween-Party finden weiterhin statt.
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In den Jahren von 1993 bis 2004 gehörte das studentisch orientierte Waldschloss zum Lindenpark e.V. und dort fanden Theater-, Film-, Kleinkunst- und Clubveranstaltungen, aber auch Kleinkonzerte und Lesungen statt. Des Weiteren beherbergte das Waldschloss die ''Fritzkneipe'', in Zusammenarbeit mit dem Radiosender gegründet, welches lange Zeit das erste Radio-Café seiner Art war. Dort trafen sich die verschiedensten Menschen, genossen die unvergleichliche Atmosphäre und schlemmten das täglich angebotene „Happy Meal Hour“. Veranstaltungen wie „Ballroom“ oder der „Saturday Fight Club“ haben es in der Potsdamer Studentenszene zum Kultstatus gebracht. Für große und kleine Theaterfreunde fand dort einmal im Monat das „Sonntags-Kasper-Frühstück“ statt.
  
In den Jahren von 1993 bis 2004 gehörte das studentisch orientierte Waldschloss zum Lindenpark e.V. und dort fanden Theater-, Film-, Kleinkunst- und Clubveranstaltungen, aber auch Kleinkonzerte und Lesungen statt. Des Weiteren beherbergt das Waldschloss die Fritzkneipe, in Zusammenarbeit mit dem Radiosender gegründet, welches lange Zeit das erste Radio Café seiner Art war. Dort treffen sich die verschiedensten Menschen, genießen die unvergleichliche Atmosphäre und schlemmen das täglich angebotene „Happy Meal Hour“. Veranstaltungen wie „Ballroom“ oder der „Saturday Fight Club“ haben es in der Potsdamer Studentenszene zum Kultstatus gebracht. Für große und kleine Theaterfreunde findet einmal im Monat das „Sonntags-Kasper-Frühstück“ statt.
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Anfang 2000 häuften sich die strukturellen und finanziellen Probleme des Lindenpark e.V., welche 2008 zur Insolvenz des Vereins führten. Im März des darauf folgenden Jahres wurde der Lindenpark von der Stiftung Sozialpädagogisches Institut „Walter May“ (SPI) übernommen.
  
Im Juni 2003 wurde mit der Sternwerkstatt eine naturnahe Begegnungsstätte, für Kinder, Jugendliche und Familien, gegründet. Diese befinden sich in den alten Räumen des ehemaligen Sternclubs. Mit dem Gedanken „ausprobieren und erleben“ wurde ein Raum geschaffen der Kindern ermöglicht spielend ihre Umwelt zu erforschen. Angeboten werden Aktivitäten wie zum Beispiel Töpfern, Schnitzen, Batiken, Weben oder Filmen und Fotografieren. Außerdem werden Aktionen wie Erlebniswochenenden, Projektwochen sowie Waldfeste und Schatzsuchen geplant. Ebenso können die Räumlichkeiten für Kindergeburtstage und Jugendfeiern genutzt werden.
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Ob in der Vergangenheit oder in der Gegenwart, der Linderpark ist ein bedeutender Teil der Potsdamer Kulturszene und wird auch in der Zukunft nicht wegzudenken sein. Mit seinem sich ständig erweiternden Angebot werden regelmäßig neue Zielgruppen erobert und von dem unvergleichlichen Flair der einzelnen Einrichtungen gebannt.
  
Ob in der Vergangenheit oder in der Gegenwart, der Linderpark ist ein bedeutender Teil der Potsdamer Kulturszene und wird auch in der Zukunft nicht wegzudenken sein. Mit seinem sich ständig erweiternden Angebot werden regelmäßig neue Zielgruppen erobert und von dem unvergleichlichen Flair der einzelnen Einrichtungen gebannt.
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== Einrichtungen ==
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Neben dem Veranstaltungsgebäude beherbergt das Areal des Lindenparks das Jugendhaus [http://www.lindenpark.de/stiftung-spi/j.w.d „jwd“], eine Open-Air-Bühne, den größten Skatepark in Potsdam und Umland sowie mehrere Spielplätze und zwei Jurten (mongolische Wohnzelte). Externe Einrichtungen sind der Hort [http://www.lindenpark.de/stiftung-spi/die-buntstifte „Die Buntstifte“] im Wohngebiet [[Drewitz (Neubauviertel)|Potsdam-Stern]] und der offene Jugendtreff [http://www.lindenpark.de/stiftung-spi/clubmitte „clubmitte“] auf dem freilandGelände.
  
Seit 1. März 2009 hat die Stiftung Sozialpädagogisches Institut (SPI), Niederlassung Brandenburg, im Auftrag der Stadt Potsdam den Geschäftsbereich des insolventen Lindenpark e.V. übernommen. Das Sozialpädagogische Institut Berlin verfolgt die Ziele der Arbeiterwohlfahrt und soll mit dazu beitragen, eine Gesellschaft zu entwickeln, in der sich jeder Mensch in Verantwortung für sich und das Gemeinwesen frei entfalten kann.
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== Veranstaltungsort ==
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Der Veranstaltungssaal des Lindenparks fasst ca. 900 Gäste. Für Open-Air-Veranstaltungen finden auf dem Außengelände über 3.000 Besucher Platz. Neben vielfältigsten internationalen Konzerten, finden auch jährlich internationale Festivals statt, wie z.B. das [http://www.psychomaniarumble.de/ „Psychomania“]. Ein weiteres Augenmerk sind Kinder- und Familienfeste, wie z.B. die jährlich stattfindende Walpurgisnacht, Halloweenn oder der St.Martinsumzug mit ca. 400 Besuchern.
  
 
== Weblinks ==
 
== Weblinks ==

Aktuelle Version vom 27. Oktober 2012, 07:07 Uhr

Lindenpark im Juni 2011

Der Lindenpark ist ein Jugendkultur- und Familienzentrum im Potsdamer Stadtteil Babelsberg, in der Stahnsdorfer Straße 76-78. Seit den 1960er Jahren ist er Bestandteil der Potsdamer und Berliner Kulturszene. Seit der Übernahme des Lindenparks durch die Stiftung SPI (Sozialpädagogisches Institut „Walter May“) im Jahr 2009 ist die Einrichtung ein Jugendkultur- und Familienzentrum. Bekannt ist das Haus durch regelmäßig stattfindende Veranstaltungen, wie Konzerte, Festivals und Partys sowie Angebote für Kinder, Familien und Jugendgruppen.

Geschichte

Das Restaurant „Lindenpark“, im Jahr 1905

Anfänge

Im Jahr 1900 als Wäscherei erbaut, erfuhr das Gebäude vielfältige Umnutzungen. So wurde es als Ausflugslokal für Potsdamer genutzt, später aber auch als Filmstudio, Atelier und Premierenkino für die UFA. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Haus kurzzeitig unter sowjetischer Kommandantur, bis es in den 1960ern als „Tanz und Unterhaltungszentrum“ seine vorerst letzte Umstrukturierung erfuhr. Tanztees, Singwettbewerbe, Theateraufführungen sowie Kinder- und Konzertveranstaltungen waren feste Bestandteile des Lindenparks und standen im Zeichen der sozialistisch geprägten Veranstaltungskultur. Unter neuer Führung wurde in den 1980er-Jahren, auch durch das veränderte gesellschaftliche und politische Klima, eine neue Richtung eingeschlagen. Der Lindenpark bot nun eine Plattform für die sich neu entwickelnde Punkszene und für Nachwuchsbands. So wurde die Einrichtung nicht nur in der lokalen Kulturszene bekannt, sondern auch über die Stadtgrenze hinaus.

Die Wende

Die neu gewonnenen Freiheiten machten es ab dem Spätherbst 1989 möglich, dass auch Bands aus Westberlin im Lindenpark auftreten konnten. Besondere Bekanntheit erlangte das Konzert der Skaformation Blechreiz. Seit 1989 befand sich der charakteristische Bus inmitten des Saals, welcher seitdem zum Markenzeichen geworden war.

1990 erfolgte die Gründung des Lindenpark e.V. Mit fünf Einrichtungen gehörte der Verein in den Folgejahren zu den größten soziokulturellen Zentren des Landes Brandenburg. Der Verein umfasste den Lindenpark, das offene Jugendhaus j.w.d. mit dem Miniatelier, die Sternwerkstatt und den Spartacus mit dem Jugendclub S13. Leitgedanke bei der Gründung war die Förderung von Kunst und Kultur, die Jugend- und Kinderhilfe sowie die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen.

Das Offene Kinder- und Jugendhaus " j.w.d.“ war von Anfang an Teil des Lindenparks, wurde allerdings erst 1995 von einem Veranstaltungsort zu einem Offenen Jugendhaus umstrukturiert. Früher wurden dort kleinere Partys und Konzerte gefeiert. Heute ist jeder willkommen, der seine Freizeit gerne mit Freunden beim Spielen, Fernsehen, Musizieren und Quatschen verbringen will. Im Sommer kann außerdem die Feuerstelle und der Skatepark genutzt werden. Professionelle Betreuung beantwortet natürlich auch alle Fragen und unterstützt mit Tipps und Tricks. Funsportprojekte wie der „Spring Skate“ oder „Summer Slam“ machen weit über die Stadtgrenzen hinaus von sich reden. Am spektakulärsten für Zuschauer ist das jährliche „Lakejumping“, am Havelufer beim Alten Markt, wo Skater und Trialer mit extremen Stunts begeistern.

In den Jahren von 1993 bis 2004 gehörte das studentisch orientierte Waldschloss zum Lindenpark e.V. und dort fanden Theater-, Film-, Kleinkunst- und Clubveranstaltungen, aber auch Kleinkonzerte und Lesungen statt. Des Weiteren beherbergte das Waldschloss die Fritzkneipe, in Zusammenarbeit mit dem Radiosender gegründet, welches lange Zeit das erste Radio-Café seiner Art war. Dort trafen sich die verschiedensten Menschen, genossen die unvergleichliche Atmosphäre und schlemmten das täglich angebotene „Happy Meal Hour“. Veranstaltungen wie „Ballroom“ oder der „Saturday Fight Club“ haben es in der Potsdamer Studentenszene zum Kultstatus gebracht. Für große und kleine Theaterfreunde fand dort einmal im Monat das „Sonntags-Kasper-Frühstück“ statt.

Anfang 2000 häuften sich die strukturellen und finanziellen Probleme des Lindenpark e.V., welche 2008 zur Insolvenz des Vereins führten. Im März des darauf folgenden Jahres wurde der Lindenpark von der Stiftung Sozialpädagogisches Institut „Walter May“ (SPI) übernommen.

Ob in der Vergangenheit oder in der Gegenwart, der Linderpark ist ein bedeutender Teil der Potsdamer Kulturszene und wird auch in der Zukunft nicht wegzudenken sein. Mit seinem sich ständig erweiternden Angebot werden regelmäßig neue Zielgruppen erobert und von dem unvergleichlichen Flair der einzelnen Einrichtungen gebannt.

Einrichtungen

Neben dem Veranstaltungsgebäude beherbergt das Areal des Lindenparks das Jugendhaus „jwd“, eine Open-Air-Bühne, den größten Skatepark in Potsdam und Umland sowie mehrere Spielplätze und zwei Jurten (mongolische Wohnzelte). Externe Einrichtungen sind der Hort „Die Buntstifte“ im Wohngebiet Potsdam-Stern und der offene Jugendtreff „clubmitte“ auf dem freilandGelände.

Veranstaltungsort

Der Veranstaltungssaal des Lindenparks fasst ca. 900 Gäste. Für Open-Air-Veranstaltungen finden auf dem Außengelände über 3.000 Besucher Platz. Neben vielfältigsten internationalen Konzerten, finden auch jährlich internationale Festivals statt, wie z.B. das „Psychomania“. Ein weiteres Augenmerk sind Kinder- und Familienfeste, wie z.B. die jährlich stattfindende Walpurgisnacht, Halloweenn oder der St.Martinsumzug mit ca. 400 Besuchern.

Weblinks