Luisenplatz: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:Luisenplatz.jpg|thumb|left|350px|Blick zum Brandenburger Tor]]
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Der '''Luisenplatz''' liegt vor dem [[Brandenburger Tor]]. Lange Jahre war er ein Holzsägeplatz, auf dem noch bis etwa 1840 Ein Zimmermann sein Holz zuschnitt. Im 19. Jahrhundert dehnte sich die Stadt langsam weiter aus, der Luisenplatz wurde bebaut. 1854 wurde Peter Joseph Lenné mit der Gestaltung des Platzes beauftragt. Der Platz wurde mit Bäumen eingefasst, die die vorhandenen Straßen betonten. In der Mitte entstand ein Rondell mit einem Springbrunnen. Die Brunnenschale wurde von vier Sandsteinfiguren getragen, die die Jahreszeiten symbolisierten. Die Wasserversorgung erfolgte über das Wasserwerk in der [[Moschee]] am Havelufer. Das abfließende Wasser wurde damals oberirdisch in die Brandenburger Straße abgeleitet. Es diente dort zur Spülung der Gosse - Kanalisation gab es noch nicht.
 
Der '''Luisenplatz''' liegt vor dem [[Brandenburger Tor]]. Lange Jahre war er ein Holzsägeplatz, auf dem noch bis etwa 1840 Ein Zimmermann sein Holz zuschnitt. Im 19. Jahrhundert dehnte sich die Stadt langsam weiter aus, der Luisenplatz wurde bebaut. 1854 wurde Peter Joseph Lenné mit der Gestaltung des Platzes beauftragt. Der Platz wurde mit Bäumen eingefasst, die die vorhandenen Straßen betonten. In der Mitte entstand ein Rondell mit einem Springbrunnen. Die Brunnenschale wurde von vier Sandsteinfiguren getragen, die die Jahreszeiten symbolisierten. Die Wasserversorgung erfolgte über das Wasserwerk in der [[Moschee]] am Havelufer. Das abfließende Wasser wurde damals oberirdisch in die Brandenburger Straße abgeleitet. Es diente dort zur Spülung der Gosse - Kanalisation gab es noch nicht.
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1903 wurde der bereits schadhafte Brunnen abgerissen und durch ein Bronzedenkmal von Kaiser Friedrich III. ersetzt. Dieses Denkmal stand dort bis 1936. Dann wurde es im Zuge der Olympiade 1936 demontiert und vor dem [[St.-Josefs-Krankenhaus]] in der [[Allee nach Sanssouci]] aufgestellt. Es hatte dort bis 1943 seien Platz und wurde dann als Kriegsmetallreserve eingeschmolzen.
 
1903 wurde der bereits schadhafte Brunnen abgerissen und durch ein Bronzedenkmal von Kaiser Friedrich III. ersetzt. Dieses Denkmal stand dort bis 1936. Dann wurde es im Zuge der Olympiade 1936 demontiert und vor dem [[St.-Josefs-Krankenhaus]] in der [[Allee nach Sanssouci]] aufgestellt. Es hatte dort bis 1943 seien Platz und wurde dann als Kriegsmetallreserve eingeschmolzen.

Version vom 19. April 2006, 19:15 Uhr

Blick zum Brandenburger Tor


Der Luisenplatz liegt vor dem Brandenburger Tor. Lange Jahre war er ein Holzsägeplatz, auf dem noch bis etwa 1840 Ein Zimmermann sein Holz zuschnitt. Im 19. Jahrhundert dehnte sich die Stadt langsam weiter aus, der Luisenplatz wurde bebaut. 1854 wurde Peter Joseph Lenné mit der Gestaltung des Platzes beauftragt. Der Platz wurde mit Bäumen eingefasst, die die vorhandenen Straßen betonten. In der Mitte entstand ein Rondell mit einem Springbrunnen. Die Brunnenschale wurde von vier Sandsteinfiguren getragen, die die Jahreszeiten symbolisierten. Die Wasserversorgung erfolgte über das Wasserwerk in der Moschee am Havelufer. Das abfließende Wasser wurde damals oberirdisch in die Brandenburger Straße abgeleitet. Es diente dort zur Spülung der Gosse - Kanalisation gab es noch nicht.



1903 wurde der bereits schadhafte Brunnen abgerissen und durch ein Bronzedenkmal von Kaiser Friedrich III. ersetzt. Dieses Denkmal stand dort bis 1936. Dann wurde es im Zuge der Olympiade 1936 demontiert und vor dem St.-Josefs-Krankenhaus in der Allee nach Sanssouci aufgestellt. Es hatte dort bis 1943 seien Platz und wurde dann als Kriegsmetallreserve eingeschmolzen.

Bei der Umgestaltung des Platzes 1936 entstand ein Parkplatz, der gleichzeitig für Aufmärsche genutzt werden konnte. Der Platz erhielt damals ein Kopfsteinpflaster und schwere Granitpoller mit Eisenketten zur Abgrenzung von der Straße. Nach dem Krieg fand auf dem Luisenplatz der Schwarzmarkt statt. Der Platz wurde zunächst in Brandenburger Platz und Später in Platz der Nationen umbenannt. Bis in die 80er-Jahre fanden hier die Maidemonstrationen an der Ehrentribüne ihren Abschluss. Auch Rummel, Zirkus und andere Veranstaltungen fanden dort statt. Die schweren Eisenketten von der Platzbegrenzung tun noch bis heute ihren Dienst als Umfriedung des sowjetischen Ehrenmals auf dem Bassinplatz. Ein stadtbildprägendes Gebäude am Luisenplatz ist die Garde-Ulanen Kaserne, heute eine Zweigstelle der Sparkasse.