Märkische Verlags- und Druckgesellschaft

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Die MAZ-Pyramide, im Sommer 2010

Die Märkische Verlags- und Druckgesellschaft (kurz MVD, vollständiger Name: „Märkischen Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH Potsdam“), hat ihren Sitz im Potsdamer Stadtteil Babelsberg, in der Friedrich-Engels-Straße 24 – am Aradosee und am Ufer der Nuthe.

Der Verlag stellt unter anderem die Märkische Allgemeine Zeitung (kurz MAZ und „Märkische Allgemeine“ genannt) sowie die „MAZ extra“ her. Dabei ist die MAZ – dem Verlag nach – die auflagenstärkste Tageszeitung im Land Brandenburg.

Geschichte

Der Verlag wurde im Jahr 1890 erstmals als SPD-Zeitung, unter dem Namen „Märkischen Volksstimme“, in Frankfurt an der Oder gegründet. Im Jahr 1933 wurde er jedoch durch das Regime der Nationalsozialisten verboten.

Am 8. April 1946 – nach dem Zweiten Weltkrieg – entstand aus den Zeitungen „Volkswille“ (KPD) und „Der Märker“ (SPD) – unter der Führung der Sozialistischen Einheitspartei von Deutschland (SED) – in Potsdam eine neue Zeitung, welche wieder den einst verbotenen Namen „Märkische Volksstimme“ erhielt. Dessen Verlag wurde auf dem ehemaligen Gelände der Arado Flugzeugwerke eingerichtet, womit das Gelände erstmals als Druckerei, Verlag und Redaktion genutzt wurde. Die Gebäude der früheren Flugzeugwerke waren nach den Bombardierungen des Zweiten Weltkrieges teilweise zerstört und sind später für den Verlag wieder aufgebaut worden. Die Märkische Volksstimme wurde dann bis zum Jahr 1989 als SED-Bezirkszeitung veröffentlicht.

Nach der Wende – sowie nach dem Führungsverlust und der Umbenennung der SED, in die Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) – wurde der Verlag durch die Treuhand zum Verkauf ausgeschrieben. Danach wandelte sich die – umgangsschrachlich auch Meckerstimme genannte Zeitung – zu einer freien Zeitung des Landes Brandenburg.

Im August 1990 wurde aus den Volkseigenen Betrieben (VEB) „Verlag Märkische Volksstimme“ und „Bezirksdruckerei Märkische Volksstimme“ die „Märkische Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH Potsdam“ gegründet. Am 3. Oktober 1990 wurde dann die „Märkischen Volksstimme“ in die „Märkische Allgemeine“ umbenannt.

Im April 1991 wurde der Verlag von der Treuhand an den Verlag der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ verkauft. Danach wurden die Einrichtungen am Aradosee um ein neues Druckzentrum, einen Erweiterungsbau für die Druckerei sowie eine Rotationsdruckanlage erweitert.

Weitere Details

Der Verlag vertreibt 15 Lokalausgaben der MAZ und unterhält dafür rund 85 Lokalredakteure. (Stand: 23. Juli 2010)

Weblinks

Quellen