Martin Ludwig Heydert

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Martin Ludwig Heydert (* 1656 in Rahten (Ratyń), Schlesien; † August 1728 in Potsdam) war ein Gärtner und Planteur (wörtlich: Pflanzer).

Geschichte

Martin Ludwig Heydert wurde im Schlossgarten zu Oels ausgebildet. Weitere Erfahrung sammelte er bei seiner Gesellenwanderung durch Sachsen, Hessen, Frankreich und den Niederlanden.

Friedrich Wilhelm holte 1686 Heydert in das Kurfürstentum Brandenburg, um die Leitung der gärtnerischen Arbeiten am Lustgartens des Jagdschlosses zu Glienicke zu übernehmen. Neben der gärtnerischen Anleitung mußten zwei Weinberge und vier Fischteiche angelegt werden, etwa 5.000 Bäume für einen Baumgarten gepflanzt werden und ein Pomeranzenhaus gebaut und in den Garten integriert werden. 1688 heiratete Heydert eine Aletta Silberling. Aus dieser Ehe sollten sieben Kinder erwachsen. Nach dem Tod Friedrich I. im Jahr 1713 entschied sein Sohn und Nachfolger, der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I., daß Schloss Glienicke mit seinem Garten verpachtet werden soll. Somit endete für Heydert die Arbeit als kurfürstlicher Gärtner. Dennoch konnte er die Gartenanlage von Glienicke weiter bewirtschaften; jedoch nur als Nutzgarten und gegen Pachtzahlung. 1714 heiratete Heydert erneut. Seine neue Frau, Maria Magdalena Hasse, schenkte ihm weitere drei Kinder. Dazu gehörte unter anderem der spätere Hofgärtner Joachim Ludwig Heydert.

Heydert starb 1728 starb Heydert in Potsdam. Bestattet wurde er in der eigens dafür angelegten Familiengruft in der Stolper Kirche.

Quellen

  • „Nichts gedeiht ohne Pflege - Die Potsdamer Parklandschaft und ihre Gärtner“, Herausgeber: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Potsdam 2001, ASIN: B002U6Q3FI
  • „Preußisch Grün. Hofgärtner in Brandenburg-Preußen“, Herausgeber: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Potsdam 2004, ISBN 3-89487-489-9
  • „Peter Joseph Lenné (Berliner Köpfe)“, Heinz Ohff, Verlag: Jaron, 2003, ISBN-10: 3897731231, ISBN-13: 978-3897731233