Maulbeerbaum in Babelsberg: Unterschied zwischen den Versionen

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Mit der Herstellung von Seide sollten sich die böhmischen Weber in [[Nowawes]] ein Zubrot verdienen. Ein letzter [[Maulbeerbaum]] erinnert noch an diese Zeit. Rund 150 Jahre ist der Baum alt, der als letzter von 1300 Bäumen und 4500 Sträuchern in Babelsberg steht. Der Baum steht gegenüber dem Hauptportal der [[Friedrichskirche]] und fällt dem botanischen Laien kaum auf. [[Friedrich II.]] hatte erstmals die Bäume anpflanzen lassen, um mit einheimischer Seide die Importe aus Italien abzulösen. Eine solchen Pflanzung verdankt auch der benachbarte [[Plantagenplatz]] seinen Namen. Doch trotz aller Anstrengungen war die Maulbeer-Kultur nicht von Erfolg gekrönt. Verbiss durch das frei laufende Vieh und Schädlinge ließen den Bestand trotz Nachpflanzungen mehr du mehr schwinden. Manch ein Baum fiel auch der Axt zum Opfer, wenn die Anwohner in kalten Wintern Feuerholz brauchten.
 
Mit der Herstellung von Seide sollten sich die böhmischen Weber in [[Nowawes]] ein Zubrot verdienen. Ein letzter [[Maulbeerbaum]] erinnert noch an diese Zeit. Rund 150 Jahre ist der Baum alt, der als letzter von 1300 Bäumen und 4500 Sträuchern in Babelsberg steht. Der Baum steht gegenüber dem Hauptportal der [[Friedrichskirche]] und fällt dem botanischen Laien kaum auf. [[Friedrich II.]] hatte erstmals die Bäume anpflanzen lassen, um mit einheimischer Seide die Importe aus Italien abzulösen. Eine solchen Pflanzung verdankt auch der benachbarte [[Plantagenplatz]] seinen Namen. Doch trotz aller Anstrengungen war die Maulbeer-Kultur nicht von Erfolg gekrönt. Verbiss durch das frei laufende Vieh und Schädlinge ließen den Bestand trotz Nachpflanzungen mehr du mehr schwinden. Manch ein Baum fiel auch der Axt zum Opfer, wenn die Anwohner in kalten Wintern Feuerholz brauchten.
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[[category:Parks und Gärten]]

Version vom 8. Mai 2006, 21:09 Uhr

Mit der Herstellung von Seide sollten sich die böhmischen Weber in Nowawes ein Zubrot verdienen. Ein letzter Maulbeerbaum erinnert noch an diese Zeit. Rund 150 Jahre ist der Baum alt, der als letzter von 1300 Bäumen und 4500 Sträuchern in Babelsberg steht. Der Baum steht gegenüber dem Hauptportal der Friedrichskirche und fällt dem botanischen Laien kaum auf. Friedrich II. hatte erstmals die Bäume anpflanzen lassen, um mit einheimischer Seide die Importe aus Italien abzulösen. Eine solchen Pflanzung verdankt auch der benachbarte Plantagenplatz seinen Namen. Doch trotz aller Anstrengungen war die Maulbeer-Kultur nicht von Erfolg gekrönt. Verbiss durch das frei laufende Vieh und Schädlinge ließen den Bestand trotz Nachpflanzungen mehr du mehr schwinden. Manch ein Baum fiel auch der Axt zum Opfer, wenn die Anwohner in kalten Wintern Feuerholz brauchten.