Maulbeerbaum in Babelsberg

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Mit der Herstellung von Seide sollten sich die böhmischen Weber in Nowawes ein Zubrot verdienen. Ein letzter Maulbeerbaum erinnert noch an diese Zeit. Rund 150 Jahre ist der Baum alt, der als letzter von 1300 Bäumen und 4500 Sträuchern in Babelsberg steht. Der Baum steht gegenüber dem Hauptportal der Friedrichskirche und fällt dem botanischen Laien kaum auf. Friedrich II. hatte erstmals die Bäume anpflanzen lassen, um mit einheimischer Seide die Importe aus Italien abzulösen. Eine solchen Pflanzung verdankt auch der benachbarte Plantagenplatz seinen Namen. Doch trotz aller Anstrengungen war die Maulbeer-Kultur nicht von Erfolg gekrönt. Verbiss durch das frei laufende Vieh und Schädlinge ließen den Bestand trotz Nachpflanzungen mehr du mehr schwinden. Manch ein Baum fiel auch der Axt zum Opfer, wenn die Anwohner in kalten Wintern Feuerholz brauchten.