Max Schmeling

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Anny Ondra & Max Schmeling

Max Schmeling (* 28. September 1905 in Klein Luckow; † 2. Februar 2005 in Wenzendorf) war ein deutscher Schwergewichtsboxer und zwischen 1930 und 1932 Boxweltmeister im Schwergewicht.

Geschichte

Max Schmeling wurde am 28. September 1905 in Klein-Luckow (Uckermark) als Sohn eines Seemanns und einer Bauerntochter geboren. Nach der Schule begann er eine kaufmännische Ausbildung auf. Anschließend arbeitete er in Düsseldorf und Köln für ein Tiefbauunternehmen. Hier begann seine sportliche Laufbahn bei einem Kölner Boxklub.

Im Jahre 1924 wurde Schmeling für diesen Klub Amateur-Vizemeister im Halbschwergewicht. Dieser Erfolg bewog ihn, den Boxsport beruflich nach zu gehen - ein Schritt, der ihn zu dem erfolgreichsten Berufsboxer Deutschlands werden ließ.

1926 gewann er als Profiboxer die deutsche Meisterschaft im Halbschwergewicht und ein Jahr später den Europameistertitel. Als Schmeling 1928 deutscher Meister im Schwergewicht wurde, öffnete dieser Sieg ihm den Weg zu den US-amerikanischen Boxmeisterschaften. Von 1930 bis 1932 war M. Schmeling - als erster Nichtamerikaner - Weltmeistertitel aller Klassen.

1933 heiratete Max Schmeling die Schauspielerin und Filmproduzentin Anny Ondra. Beide lebten in der Villa Sauerbruchstraße 16/18 in Neubabelsberg.

Den WM-Ausscheidungskampf im Juni 1936 gewann Schmeling gegen Joe Louis in New York durch Knock Out in der 12. Runde. Den Rückkampf gegen Louis zwei Jahre später verlor Schmeling jedoch. 1939 holte er sich erneut den europäischen Schwergewichtsmeisterschafttitel.

Max Schmeling war nie Mitglied der NSDAP, konnte sich aber der Instrumentalisierung als Nationalheld durch die Nationalsozialisten nicht erwehren. Dennoch schaffte er es Dank seiner Verbindungen seinen jüdischen Manager Joe Jacobs vor der Deportation zu reten und in seinen Diensten zu behalten. 1940 wurde Schmeling zum Zweiten Weltkrieg als Fallschirmspringer eingezogen. Nach einer Verwundung während eines Einsatzes wurde er aber bereits 1943 aus der Wehrmacht entlassen.

1948 bestritt Schmeling als Dreiundvierzigjähriger in der Berliner Waldbühne seinen letzten Kampf als Profi-Boxer. Trotz seiner Niederlage erfreute er sich auch in den folgenden Jahrzehnten einer ungebrochenen Beliebtheit in der Öffentlichkeit. Nach der Box-Karriere wandte sich Schmeling dem Unternehmertum zu. Seit 1957 leitete er die Max Schmeling & Co. KG Coca-Cola Fabrik in Hamburg.

Schmelings sportliche Leistung wurde durch zahlreiche Auszeichnungen geehrt. Er wurde 1967 in den USA mit den Sport-Oscar geehrt, erhielt das Bundesverdienstkreuz mit Stern und das Große Verdienstkreuz mit goldenem Stern verliehen (1995). 1999 kürte man Max Schmeling zum deutschen Sportler des 20. Jahrhunderts.

Im Februar 2005 sollte Schmeling auf der Veranstaltung "Ball des Sports" von der Stiftung Deutsche Sporthilfe die Goldene Sportpyramide überreicht bekommen. Doch Max Schmeling starb am 2.02.2005 in Hollenstedt bei Hamburg.

Quellen