Moosfenn: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Moosfenn''' ist ein ''Kesselmoor'', das sich in [[Bergholz-Rehbrücke]] in den [[Ravensberge]]n befindet. Es gehört zum Landkreis [[Potsdam]]-Mittelmark. Das Hochmoor wurde bereits 1906 als Moorschutzgebiet und am 13.11.1937 als Naturschutzgebiet (NSG) gekennzeichnet. Das Moosfenn ist mit seinen 3 Hektar das kleinste Naturschutzgebiet [[Brandenburg]]s, deshalb ist es nicht möglich dort Land- oder Forstwirtschft zu betreiben.
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Das '''Moosfenn''' ist ein Hoch- und Kesselmoor, das sich in [[Bergholz-Rehbrücke]] und in den Ravensbergen befindet. Es gehört zum Landkreis Potsdam-Mittelmark. Das Moor ist ein Naturschutzgebiet, in dem ein Wegegebot herrscht. Mit seinen 3 Hektar ist es das kleinste Naturschutzgebiet vom [[Land Brandenburg]].
  
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== Geschichte ==
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Das Hochmoor ist ungefähr 12.000 Jahre alt. Derzeit trocknet es langsam aus. Diese Entwicklung ist jedoch kein Grund zur Besorgnis, da der Feuchtzustand von Mooren - über einen längeren Zeitraum gesehen - Schwankungen unterliegt. Vor 70 Jahren beispielsweise wäre das Moosfenn sozusagen fast ''übergelaufen''.
  
Das Hochmoor ist ungefähr 12.000 Jahre alt. Derzeit trocknet es langsam aus. Diese Entwicklung ist jedoch kein Grund zur Besorgnis, da der Feuchtzustand von Mooren - über einen längeren Zeitraum gesehen - Schwankungen unterliegt. Vor 70 Jahren beispielsweise wäre das Moosfenn sozusagen fast "übergelaufen".
 
 
Die seit 300 Jahren bestehende Kieferbepflanzung wirkt sich allerdings nachteilig aus. Die Bäume halten das Wasser um das Sumpfgebiet regelrecht zurück.
 
Die seit 300 Jahren bestehende Kieferbepflanzung wirkt sich allerdings nachteilig aus. Die Bäume halten das Wasser um das Sumpfgebiet regelrecht zurück.
  
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Das Moor wurde bereits 1906 als Moorschutzgebiet und am 13. November 1937 als Naturschutzgebiet gekennzeichnet.
  
Das Moosfenn wurde auch in das ''Umweltschutzprogramm der Vereinten Nationen'' (UNEP - United Nations Environment Programme) und das Umweltprogramm der ''Weltweiten Kommission für Schutzgebiete'' (WCPA - World Commision on Protected Areas) aufgenommen.
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Das Moosfenn wurde nach der [[Wende]] auch in das ''Umweltschutzprogramm der Vereinten Nationen'' (englisch: „United Nations Environment Program“, kurz „UNEP“) und das Umweltprogramm der ''Weltweiten Kommission für Schutzgebiete'' (englisch: „World Commision on Protected Areas“, kurz „WCPA“) aufgenommen. Es ist mit seinen 3 Hektar das kleinste Naturschutzgebiet von [[Land Brandenburg|Brandenburg]], deshalb ist es nicht möglich dort Land- oder Forstwirtschaft zu betreiben.
 
 
 
 
  
== Natuschutzgebiet (NSG) ==
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== Weitere Details ==
  
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Das Naturschutzgebiet an sich ist neben dem Naturdenkmal die traditionellste und älteste Form der Unterschutzstellung. In Naturschutzgebieten – wie dem Moosfenn – herrscht Wegegebot. Das heißt, das Verlassen der Wege ist ohne Genehmigung nicht erlaubt.
  
Das '''Naturschutzgebiet''' an sich ist neben dem ''Naturdenkmal'' die traditionellste und älteste Form der Unterschutzstellung. In Naturschutzgebieten, wie dem ''Moosfenn'', herrscht Wegegebot, d.h. das Verlassen der Wege ist ohne Genehmigung nicht erlaubt.
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Zu [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethes]] Zeiten galten Moore und Sümpfe als verhext, weshalb es zu jener Zeit in Europa immer wieder dazu kam das Moore trocken gelegt wurden. Dies zerstörte allerdings diese schützenswerten Biotope.
Zu [[Goethe, Johann Wolfgang von|Goethes]] Zeiten galten Moore und Sümpfe als verhext, weshalb es zu jener Zeit in Europa immer wieder dazu kam das Moore trocken gelegt wurden. Dies zerstörte allerdings diese schützenswerten Biotope.
 
  
[[Kategorie: Stadtteile und -viertel]] [[Kategorie: Parks und Gärten]]
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[[Kategorie:Gewässer]]

Version vom 3. September 2009, 14:04 Uhr

Das Moosfenn ist ein Hoch- und Kesselmoor, das sich in Bergholz-Rehbrücke und in den Ravensbergen befindet. Es gehört zum Landkreis Potsdam-Mittelmark. Das Moor ist ein Naturschutzgebiet, in dem ein Wegegebot herrscht. Mit seinen 3 Hektar ist es das kleinste Naturschutzgebiet vom Land Brandenburg.

Geschichte

Das Hochmoor ist ungefähr 12.000 Jahre alt. Derzeit trocknet es langsam aus. Diese Entwicklung ist jedoch kein Grund zur Besorgnis, da der Feuchtzustand von Mooren - über einen längeren Zeitraum gesehen - Schwankungen unterliegt. Vor 70 Jahren beispielsweise wäre das Moosfenn sozusagen fast übergelaufen.

Die seit 300 Jahren bestehende Kieferbepflanzung wirkt sich allerdings nachteilig aus. Die Bäume halten das Wasser um das Sumpfgebiet regelrecht zurück.

Das Moor wurde bereits 1906 als Moorschutzgebiet und am 13. November 1937 als Naturschutzgebiet gekennzeichnet.

Das Moosfenn wurde nach der Wende auch in das Umweltschutzprogramm der Vereinten Nationen (englisch: „United Nations Environment Program“, kurz „UNEP“) und das Umweltprogramm der Weltweiten Kommission für Schutzgebiete (englisch: „World Commision on Protected Areas“, kurz „WCPA“) aufgenommen. Es ist mit seinen 3 Hektar das kleinste Naturschutzgebiet von Brandenburg, deshalb ist es nicht möglich dort Land- oder Forstwirtschaft zu betreiben.

Weitere Details

Das Naturschutzgebiet an sich ist neben dem Naturdenkmal die traditionellste und älteste Form der Unterschutzstellung. In Naturschutzgebieten – wie dem Moosfenn – herrscht Wegegebot. Das heißt, das Verlassen der Wege ist ohne Genehmigung nicht erlaubt.

Zu Goethes Zeiten galten Moore und Sümpfe als verhext, weshalb es zu jener Zeit in Europa immer wieder dazu kam das Moore trocken gelegt wurden. Dies zerstörte allerdings diese schützenswerten Biotope.