Neubabelsberg: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Villenkolonie Neubabelsberg''' wurde 1873 mit kaiserlicher Erlaubnis gegründet. Von 1874 bis 1884 erfolgte die Erschließung und Bebauung. Die Villenkonlonie war ein Spekulationsobjekt, und so ging die erste Erschließungsgesellschaft auch erst einmal in die Insolvenz. In der architektonisch interessanten Anlage am Ufer des [[Griebnitzsee]]s wohnten zahlreiche Ufa-Stars, Künstler, Verleger und wohlhabende Privatleute. 1938, durch die Verfolgung der jüdischen Bewohner, und nach Kriegsende gab es es zu radikale Umbrüche. Während der Potsdamer Konferenz wurde Neubabelsberg zum Sperrbezirk erklärt. In der Absperrung, die vom Gribnitzsee bis zur [[Bruno-H-Bürgel-Straße]] /[[Plantagenstraße]] und zur [[Rudolf-Breitscheid-Straße]] reichte, bezogen die Spitzen der drei Allierten mit Gefolge Quartier: in der [[Villa Herpich]], [[Karl-Marx-Straße 27]], [[Josef W. Stalin]]; in der [[Villa Urbig]], [[Virchowstraße 23]], [[Winston Churchill]]; im damaligen [[Haus Erlenkamp]], [[Karl-Marx-Str. 2]], [[Harry S. Truman]]. Zu DDR-Zeiten wurden einige Gebäude durch die [[Hochschule für Film und Fernsehen]] sowie die [[Akademie für Staat und Recht]] genutzt. Inzwischen sind die meisten Villen wieder in Privatbesitz und rekonstruiert. Die Siedlung ist immer wieder in den Schlagzeilen wegen des öffentlichen Nutzungsrechts des [[Uferstreifen am Griebnitzsee|Uferstreifens am Gribnitzsee]]. Dieser war früher nicht öffentlich zugänglich. Mit dem Mauerbau wurde dort ein Postenweg angelegt, der nach 1989 zur beliebten Ausflugsstrecke der Potsdamer geworden ist. Dazu läuft ein lang anhaltender Rechtsstreit.
 
Die '''Villenkolonie Neubabelsberg''' wurde 1873 mit kaiserlicher Erlaubnis gegründet. Von 1874 bis 1884 erfolgte die Erschließung und Bebauung. Die Villenkonlonie war ein Spekulationsobjekt, und so ging die erste Erschließungsgesellschaft auch erst einmal in die Insolvenz. In der architektonisch interessanten Anlage am Ufer des [[Griebnitzsee]]s wohnten zahlreiche Ufa-Stars, Künstler, Verleger und wohlhabende Privatleute. 1938, durch die Verfolgung der jüdischen Bewohner, und nach Kriegsende gab es es zu radikale Umbrüche. Während der Potsdamer Konferenz wurde Neubabelsberg zum Sperrbezirk erklärt. In der Absperrung, die vom Gribnitzsee bis zur [[Bruno-H-Bürgel-Straße]] /[[Plantagenstraße]] und zur [[Rudolf-Breitscheid-Straße]] reichte, bezogen die Spitzen der drei Allierten mit Gefolge Quartier: in der [[Villa Herpich]], [[Karl-Marx-Straße 27]], [[Josef W. Stalin]]; in der [[Villa Urbig]], [[Virchowstraße 23]], [[Winston Churchill]]; im damaligen [[Haus Erlenkamp]], [[Karl-Marx-Str. 2]], [[Harry S. Truman]]. Zu DDR-Zeiten wurden einige Gebäude durch die [[Hochschule für Film und Fernsehen]] sowie die [[Akademie für Staat und Recht]] genutzt. Inzwischen sind die meisten Villen wieder in Privatbesitz und rekonstruiert. Die Siedlung ist immer wieder in den Schlagzeilen wegen des öffentlichen Nutzungsrechts des [[Uferstreifen am Griebnitzsee|Uferstreifens am Gribnitzsee]]. Dieser war früher nicht öffentlich zugänglich. Mit dem Mauerbau wurde dort ein Postenweg angelegt, der nach 1989 zur beliebten Ausflugsstrecke der Potsdamer geworden ist. Dazu läuft ein lang anhaltender Rechtsstreit.
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[[Category:Stadtteile und -viertel]]

Version vom 8. März 2006, 17:15 Uhr

Die Villenkolonie Neubabelsberg wurde 1873 mit kaiserlicher Erlaubnis gegründet. Von 1874 bis 1884 erfolgte die Erschließung und Bebauung. Die Villenkonlonie war ein Spekulationsobjekt, und so ging die erste Erschließungsgesellschaft auch erst einmal in die Insolvenz. In der architektonisch interessanten Anlage am Ufer des Griebnitzsees wohnten zahlreiche Ufa-Stars, Künstler, Verleger und wohlhabende Privatleute. 1938, durch die Verfolgung der jüdischen Bewohner, und nach Kriegsende gab es es zu radikale Umbrüche. Während der Potsdamer Konferenz wurde Neubabelsberg zum Sperrbezirk erklärt. In der Absperrung, die vom Gribnitzsee bis zur Bruno-H-Bürgel-Straße /Plantagenstraße und zur Rudolf-Breitscheid-Straße reichte, bezogen die Spitzen der drei Allierten mit Gefolge Quartier: in der Villa Herpich, Karl-Marx-Straße 27, Josef W. Stalin; in der Villa Urbig, Virchowstraße 23, Winston Churchill; im damaligen Haus Erlenkamp, Karl-Marx-Str. 2, Harry S. Truman. Zu DDR-Zeiten wurden einige Gebäude durch die Hochschule für Film und Fernsehen sowie die Akademie für Staat und Recht genutzt. Inzwischen sind die meisten Villen wieder in Privatbesitz und rekonstruiert. Die Siedlung ist immer wieder in den Schlagzeilen wegen des öffentlichen Nutzungsrechts des Uferstreifens am Gribnitzsee. Dieser war früher nicht öffentlich zugänglich. Mit dem Mauerbau wurde dort ein Postenweg angelegt, der nach 1989 zur beliebten Ausflugsstrecke der Potsdamer geworden ist. Dazu läuft ein lang anhaltender Rechtsstreit.