Norddeutsche Wollkämmerei & Kammgarnspinnerei

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Das ehemalige Textilunternehmen Nordwolle hatte seinen Betrieb am Rand des heutigen Potsdamer Stadtteils Zentrum Ost, auf dem Gelände westlich der Straße Alt Nowawes, zwischen der Verlängerung der Rudolf-Breitscheid-Straße (Zu- und Abfahrt der Nuthe-Schnellstraße) und der Lotte-Pulewka-Straße, nach späterem Ausbau sogar bis zur Friedrich-List-Straße.

Geschichte

Im Jahr 1865 wurde, in der Nowaweser Wilhelmstraße Nummer 10 bis 18, die „Berlin-Neuendorfer Aktienspinnerei“ gegründet.

Im Jahr 1907 wurde die Aktienspinnerei von der „Norddeutsche Wollkämmerei & Kammgarnspinnerei“ (NW&K) übernommen und diese später als „Nordwolle“ bezeichnet. Die Nordwolle entwickelte sich im Laufe der Jahre zum europäischen Marktführer und war in den 1920er Jahren das weltweit größte Textilunternehmen. Durch permanenten Ausbau der Fabrikanlagen und Ankauf weiterer Flächen wurde die Nordwolle zu eines der größten Unternehmen auf dem heutigen Gebiet von Babelsberg. Das Betriebsgelände umfasste eine Fläche von über 43.000 Quadratmeter, auf dem rund 23.000 Menschen arbeiteten.

Ende der 1920er Jahre stellte der Nowaweser Betrieb seine Produktion ein. Das Gelände und seine Gebäude wurden fortan von Kleinbetrieben als Produktionshallen und Lager genutzt.

Nach der Wende wurde das Gelände größtenteils von alten Gebäuden – sowie auch kampfmittel-technisch – geräumt und am Ufer der Nuthe die neue Friedrich-List-Straße angelegt.

Weitere Bilder

Weblinks

Quellen

  • „Neuendorf-Nowawes-Babelsberg – Stationen eines Stadtteils“ – Geiger-Verlag, Horb am Neckar, 2000; ISBN 3-89570-653-1