Orenstein & Koppel: Unterschied zwischen den Versionen

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Am 25. April besetzten sowjetische Truppen Babelsberg. Am gleichen Tag wurde das Verwaltungsgebäude durch Brandstiftung teilweise zerstört. Ab 5. Mai wurde das Werk teilweise demontiert, die Demontage wurde jedoch am 15. Juni durch den Befehl der SMAD gestoppt. Ab 21. Juli 1945 produzierte das Werk wieder. Es wurden Waggons und Loks repariert, ab September 1945 auch Öfen und landwirtschaftliches Gerät. Die Produktionsstätte von Orenstein&Koppel in Babelsberg wurde im Oktober 1945 beschlagnahmt und am 15. Juli 1948 enteignet. Erster Großauftrag nach dem Krieg waren Projektierung und Bau einer Kesselschmiede in Leningrad. Ab 1.Mai 1947 wurden Schmalspurlokomotiven hergestellt. Seit 1. März 1948 hieß das Unternehmen [[VEB Lokomotivbau Karl Marx]]. Ab 1950 wurden die ersten Dieselloks hergestellt, die damals 30 PS auf die Schiene brachten.Die letzte Dampflok wurde 1960 hergestellt. Ab 1970 beendete die DDR die Produktion von Großdieselloks und setzte auf dem Reichsbahnnetz die Taigatrommel genannten Großlokomotiven aus der Sowjetunion ein.  
 
Am 25. April besetzten sowjetische Truppen Babelsberg. Am gleichen Tag wurde das Verwaltungsgebäude durch Brandstiftung teilweise zerstört. Ab 5. Mai wurde das Werk teilweise demontiert, die Demontage wurde jedoch am 15. Juni durch den Befehl der SMAD gestoppt. Ab 21. Juli 1945 produzierte das Werk wieder. Es wurden Waggons und Loks repariert, ab September 1945 auch Öfen und landwirtschaftliches Gerät. Die Produktionsstätte von Orenstein&Koppel in Babelsberg wurde im Oktober 1945 beschlagnahmt und am 15. Juli 1948 enteignet. Erster Großauftrag nach dem Krieg waren Projektierung und Bau einer Kesselschmiede in Leningrad. Ab 1.Mai 1947 wurden Schmalspurlokomotiven hergestellt. Seit 1. März 1948 hieß das Unternehmen [[VEB Lokomotivbau Karl Marx]]. Ab 1950 wurden die ersten Dieselloks hergestellt, die damals 30 PS auf die Schiene brachten.Die letzte Dampflok wurde 1960 hergestellt. Ab 1970 beendete die DDR die Produktion von Großdieselloks und setzte auf dem Reichsbahnnetz die Taigatrommel genannten Großlokomotiven aus der Sowjetunion ein.  
 
Der [[VEB Klimatechnik Karl-Marx-Werk]] produzierte ab 1969 Klimablöcke. Die nachste Produktionsumstellung ließ nicht lange auf sich warten. Bereits Ende der 70er-Jahre rollten [[Autodrehkrane]] vom Band. Hergestellt wurden Krane mit 12,5 und 7,5 Tonnen Tragkraft.
 
Der [[VEB Klimatechnik Karl-Marx-Werk]] produzierte ab 1969 Klimablöcke. Die nachste Produktionsumstellung ließ nicht lange auf sich warten. Bereits Ende der 70er-Jahre rollten [[Autodrehkrane]] vom Band. Hergestellt wurden Krane mit 12,5 und 7,5 Tonnen Tragkraft.
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[[Category:Industriegebäude]]

Version vom 8. März 2006, 17:55 Uhr

Das Unternehmen Orenstein&Koppel hat in Babelsberg Lokomotivgeschichte geschrieben. Im Jahr 1876 schlossen sich die Unternehmer Arthur Koppel und Benno Orenstein zusammen, um Feld-, Klein- und Nebenbahnen zu produzieren, die in verschiedenen Wirtschaftsbereichen eingesetzt werden sollten. Ihre Märkische Lokomotiv Fabrik mit Produktionsorten in Schlachtensee und Tempelhof wrude bald zu klein, so dass ein neuer Standort gesucht und an der Eisenbahnlinie Berlin-Wetzlar gefunden wurde. Hier entstand dann eine moderne Fertigungsstätte der Firma Aktiengesellschaft für Feld und Kleinbahnbedarf vormals Orenstein und Koppel. Am neuen Standort wurden ausschließlich Lokomotiven produziert. Zentrum der Fabrik war ein kreisrunder Kuppelbau, der es erlaubte, die Lokomotiven in Fließfertigung herzustellen. Wegen ihres Aussehens wurde die Produktionshalle auch Zirkus genannt - sie ist heute ungenutzt, steht aber als Industriedenkmal unter Schutz. Das Gelände wurde in den Folgejahren mehrfach vergrößert. Es entstanden weitere Fertigungsanlagen, Büros, Lehrwerkstätten, Verwaltungs- und Sozialgebäude. Ein wichtiger Kunde war die Königlich-Preußische Eisenbahnverwaltung, die Großlokomotiven bestellte. Im Ersten Weltkrieg wurden auch Dampfwalzen und Signalanlagen hergestellt. Ab 1933 wurden auch Dieselloks gebaut. Das Werk wurde in die Kriegsvorbereitungen einbezogen. In den Mobilmachungsplänen war die Fabrik als Reserveproduzent für Granaten vorgesehen. In den Kriegsjahren wurden auch Teile für Panzer hergestellt. Die Belegschaft vergrößerte sich von 1936 bis 1944 von 1600 auf 4000. Am 25. April besetzten sowjetische Truppen Babelsberg. Am gleichen Tag wurde das Verwaltungsgebäude durch Brandstiftung teilweise zerstört. Ab 5. Mai wurde das Werk teilweise demontiert, die Demontage wurde jedoch am 15. Juni durch den Befehl der SMAD gestoppt. Ab 21. Juli 1945 produzierte das Werk wieder. Es wurden Waggons und Loks repariert, ab September 1945 auch Öfen und landwirtschaftliches Gerät. Die Produktionsstätte von Orenstein&Koppel in Babelsberg wurde im Oktober 1945 beschlagnahmt und am 15. Juli 1948 enteignet. Erster Großauftrag nach dem Krieg waren Projektierung und Bau einer Kesselschmiede in Leningrad. Ab 1.Mai 1947 wurden Schmalspurlokomotiven hergestellt. Seit 1. März 1948 hieß das Unternehmen VEB Lokomotivbau Karl Marx. Ab 1950 wurden die ersten Dieselloks hergestellt, die damals 30 PS auf die Schiene brachten.Die letzte Dampflok wurde 1960 hergestellt. Ab 1970 beendete die DDR die Produktion von Großdieselloks und setzte auf dem Reichsbahnnetz die Taigatrommel genannten Großlokomotiven aus der Sowjetunion ein. Der VEB Klimatechnik Karl-Marx-Werk produzierte ab 1969 Klimablöcke. Die nachste Produktionsumstellung ließ nicht lange auf sich warten. Bereits Ende der 70er-Jahre rollten Autodrehkrane vom Band. Hergestellt wurden Krane mit 12,5 und 7,5 Tonnen Tragkraft.