Palais am Stadthaus

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Das Palais am Stadthaus, im Frühling 2006

Das Palais am Stadthaus im Potsdamer Stadtteil Nauener Vorstadt befindet sich gegenüber dem Stadthaus, in der Friedrich-Ebert-Straße.

Geschichte

Die Stadt-Villa wurde von Reinhold Persius entworfen und gestaltet. Die ursprüngliche Villa gab der Rentier Jenns Bier in Auftrag, der das Grundstück 1873 von der Geheimrätin Laspeyres erworben hatte. Vor seiner letzten Renovierung wurde das Stadtpalais als Standesamt genutzt. Heute werden die Räume u.a. für öffentliche Vorträge der Fachhochschule Potsdam verwendet.

Nach 1975 und bis zur Wende befand sich auf dem Gelände des Palais am Stadthaus der städtische Fuhrpark der Stadt Potsdam. Zuvor, Anfang der 1970er Jahre, befand sich dort eine chemische Reinigung, wodurch Boden und Grundwasser nachhaltig mit Chemikalien belastet wurden. Wegen der chemischen Verunreinigungen des Bodens und des Grundwassers kann die derzeitige Eigentümerin, Ira Schwarz, das Gebäude wirtschaftlich nur teilweise nutzen. Der Streit um die Beseitigung der chemischen Belastungen ist noch nicht entgültig geklärt. Sie kaufte das Grundstück mit der Villa 1996 einer jüdischen Erbengemeinschaft ab.

Architektur

Die Villa fällt zunächst durch ihre Stuck- und Putzfassade ins Auge. Am Dachgesims befinden sich Löwenköpfe und Wasserspeier.

Im Inneren der Villa kann man restaurierte Wand- und Deckenmalereien mit Vergoldungen bestaunen. Weitere Attraktionen des Innenraumes sind die acht von floralen Malereien umrandeten Wandspiegel. Aber auch der Innenstuck, die Mamortreppen, das Intarsienparkett und die Mosaikfußböden sind sehr ansprechend. Die Glaskuppel des achteckigen Vestibüls wurde aus feuerbeständigem Glas wiederhergestellt. In der Zeit, als das Gebäude noch vom Rat der Stadt genutzt wurde, war sie mit Schutzfarbe überstrichen gewesen.

Von den Innenwänden des Baus wurden vor der möglichst originalgetreuen Renovierung bis zu sieben Anstriche entfernt, um die ursprüngliche Farbgebung zu finden. Auch die Außenfassade sollte wieder in altem Glanz erstrahlen, so bekam die nach Süden gelegene Loggia wieder ihren originalen pompejiroten Anstrich. Die Fassade selber ist sandsteinfarben. Auch das zur Villa gehörende alte Kutscherhaus wurde saniert, sowie das Gartengelände und der Vorgarten bepflanzt.

Quellen

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