Peter Weiss

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Peter Weiss, 1982

Peter Ulrich Weiss (* 1.11.1916, in Nowawes; † 10.5.1982, in Stockholm) war ein Erzähler, Dramatiker, Filmautor, Maler und Graphiker. An ihn erinnert eine Gedenktafel in der Rudolf-Breitscheid-Straße 232.

Geschichte

Peter Ulrich Weiss wurde am 1. November 1916 in Nowawes, als Sohn einer Schauspielerin und eines jüdischen Textilfabrikanten, geboren. Er musste 1934 emigrieren und ging zunächst über England nach Tschechien. 1939 fand er Exil in Schweden, wo er sich den Kommunisten anschloss.

Das bedeutenste literatische Werk von Weiss ist das 1964 erschienene Buch „Die Verfolgung und Ermordung des Jean Paul Marats“. Zu seinen weiteren Werken zählen: „Marat/Sade“, „Die Ermittlung“, „Gesang vom lusitanischen Popanz“, „Vietnam-Diskurs“, „Trotzki im Exil“ und „Hölderlin“. Außerdem setzte sich Weiss in theoretischen Schriften mit dem zeitgenössischen Theater und weltanschaulichen Fragen auseinander.

Die ganzen 1970er Jahre hindurch arbeitet Weiss an der „Ästhetik des Widerstands“, einem trilogischen Romanwerk über den kommunistischen Widerstand gegen den Faschismus, über die Arbeiterbewegung und ihren widersprüchlichen, zerrissenen Verlauf von 1918 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Der Roman leistet geschichtliche Trauer- und Erinnerungsarbeit und beschäftigt sich auch tiefgreifend mit den Verbrechen des Stalinismus und ihren Folgen.

Peter Weiss starb am 10. Mai 1982 als schwedischer Staatsbürger in Stockholm. Nach seinem Tot erhielt er im Jahr 1982 den Georg-Büchner-Preis.

Quellen