Pfingstberg

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Das Belvedere, im Sommer 2006

Der Pfingstberg ist 76 Meter hoch und einer der höchsten Berge in Potsdam. Er befindet sich in der Nauener Vorstadt, nördlich des Kapellenberges und der Russische Kolonie „Alexandrowka“. Auf dem Berg steht das schloßähnliche Belvedere.

Geschichte

Ursprünglich (seit 1683 belegt) wurde die Erhebung nur Eichberg genannt. Als König Friedrich II. im Jahr 1743 der jüdischen Gemeinde am Südhang des Berges, damals noch vor den Toren der Stadt, einen kleinen Totenacker zur Verfügung stellte, wurde dieser Hügel im Volksmund als Judenberg bezeichnet. Ab 1817 befand sich der Berg in königlichem Besitz. Daraufhin wurde der Volksmund wieder aktiv und taufte den Hügel in Pfingstberg um. Anlaß soll, laut einer Legende, der Besuch von Königin Luise während der Pfingstfeiertage auf diesem Berg gewesen sein. Auch dieser Name wurde offiziell übernommen und blieb bis heute.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verfiel das Belvedere und der Park verwilderte. Seit Ende der 1980er Jahre bemüht sich ein Verein um die Wiederherstellung der Anlage. Mit der Unterstützung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und durch Spenden konnten Belvedere und Garten bis zum Jahr 2003 weitgehend rekonstruiert werden.


Weitere Details

Der Pomonatempel, im Frühling 2005

Der Ausblick vom Pfingstberg ist sehr malerisch und reicht teilweise bis zur Pfaueninsel. Der Blick schweift über Potsdams Parklandschaften und die Havelseen. Die verschiedenen Sichtachsen zeigen die preußischen Schlösser und Herrensitze sowie, am östlichen Horizont, auch einige moderne Bauten Berlins.

Auf dem Pfingstberg befindet auch der Pomona-Tempel. Dies war das erste ausgeführte Bauwerk des damals 19-jährigen Karl Friedrich Schinkel (1781–1841). An der Südseite des Berges liegt der Jüdische Friedhof.

Die Parkanlage auf der einst als Weinberg genutzten Erhebung wurde von Peter Joseph Lenné konzipiert.

Seit dem Jahr 1999 gehört das Bau-Ensemble auf dem Pfingstberg, sowie auch die nebenan liegende russische Holzbausiedlung Alexandrowka zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Quellen