Pomonatempel

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Der Pomonatempel, im Frühling 2005

Der Pomonatempel, auch „Temple de Pomona“ (zu deutsch: „Tempel der Pomona“) genannt, befindet sich am Südhang des Pfingstberges, in der Nauener Vorstadt von Potsdam.

Geschichte

Hier befand sich einst ein großer privater Weingarten. Der damalige Besitzer, der Geheime Rat Carl Ludwig von Oesfeld, beauftragte den neunzehnjährigen Karl Friedrich Schinkel (1781–1841) im Zuge von Verschönerungsarbeiten mit dem Neubau des „Temple de Pomona“.

Der im Jahr 1801 fertiggestellte Pomonatempel gilt als erstes ausgeführtes Bauwerk des jungen Architekten Schinkel. Ein besonderes Augenmerk ist das vermutlich erst im Jahr 1817 errichtete Sommerzeltdach, das sich bei Teegesellschaften oder anderen Anlässen über die Dachterrasse spannen lässt. Das Bauwerk wurde nach dem Vorbild eines griechischen Tempels, der Nordfassade des Erechtheions auf der Akropolis von Athen, errichtet. Benannt ist es aber nach der Göttin des Obstsegens. Ihr Name, Pomona, leitet sich vom lateinischen Wort „pomum“ ab, was übersetzt „Baumfrucht“ oder „Obstfurch“ bedeutet.

Der einst völlig verfallene Pomonatempel wurde in den Jahren 1992 und 1993 restauriert und ist seit dem wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Es war die erste Baumaßnahme auf dem Pfingstberg nach der Wende. Der Wiederaufbau erfolgte mit Geldern aus der Hermann-Reemtsma-Stifung.

Weblinks