Reinhold Boie

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Reinhold Boie (* 21. März 1831 in Danzig (heute Gdańsk, Polen); † 17. Mai 1907 in Potsdam) war ein preußischer Kommunalpolitiker und von 1877–1897 Oberbürgermeister von Potsdam.

Geschichte

Boie wurde in Danzig geboren und dort auf. Er studierte bis 1857 Jura und war später als Richter in Karthaus tätig. Weitere Stationen waren das Bezirksgericht Malbork (Marienburg) und als Anwalt in Nowy Dwór Gdański (Tiegenhof). In Tiegenhof wurde er auch in den Stadtrat gewählt. Nachdem seine Kanzlei im Jahr 1868 nach Bydgoszcz (Bromberg) umsiedelte, wurde Boie im Folgejahr zum Bürgermeister gewählt. Wegen politischen Differenzen mit den polnischen Abgeordneten trat er von seinem Amt zurück und zog nach Potsdam.

Bereits knapp einen Monat nach seinem Rücktritt in Bromberg wurde Boie am 25. Mai 1877 zweiter Bürgermeister von Potsdam. Als ein Jahr später der erste Bürgermeister, Alexander Beyer, verstarb, wurde Boie zum Oberbürgermeister ernannt. Durch Boies persönlichen Einsatz gelang es der Stadt wichtige Instituten zu etablieren: Erwerb des Wasserwerks (1890), Errichtung des städtischen Schlachthauses (1894), Bau einer Klärstation (1895), Gründung des Meteorologische Institut auf dem Telegrafenberg. Auf Grund wurde Boie im Jahr 1890 für weitere 12 Jahre als Oberbürgermeister wiedergewählt. Sieben Jahre später, 1897, legte er sein mt nieder und trat in den Ruhestand. In Anerkennung seiner erfolgreichen Dienste für die Stadt wurde Reinhold Boie zum Ehrenbürger Potsdams ernannt.

Reinhold Boie starb am 17. Mai 1907 in Potsdam. Wegen seiner Leistungen zum Wohle der Stadt wurde Boie zum Ehrenbürger von Potsdam ernannt.

Quellen

  • Błażejewski Stanisław, Kutta Janusz, Romaniuk Marek: Bydgoski Słownik Biograficzny. Tom II. Bydgoszcz 1995. ISBN 83-85327-27-4, (Sprache: polnisch)
  • Kristina Hübener: Stadtentwicklung und Verwaltungspolitik - Potsdams Oberbürgermeister als Gestalter einer kommunaler Leistungsverwaltung zwischen 1850 und 1918/24; KWI Schriften 5 – Die Stadtverordnetenversammlung von Potsdam im Wandel der Zeit S. 75–96; Potsdam 2010 online als pdf-Datei