Remisenhof

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Remise mit Hof, 2005

Der Remisenhof ist Bestandteil vom schloß Glienicke im gleichnamigen Park Glienicke. Der Remisenhof liegt nördlich vom Schloß und wird gebildet durch die Remise, einen späteren Anbau und den Kavaliersflügel.

Geschichte

Die Remise mit dem Hof entstand im Jahr 1828 nach Entwürfen von Ludwig Persius, der den Vorgaben von Karl Friedrich Schinkel folgte. Das eingeschossige Gebäude besaß vier Arkadenbögen, die als Einfahrt für die Kutschen dienten. Verschlossen wurden diese durch verzierte Holztore. Die Wagenhalle bot Platz für insgesamt zwölf Kutschen. Der Bauherr Carl von Preußen war eben Sammler. Im Norden der Wagenhalle waren zwei Räume für Brennmaterial abgetrennt und im Süden befanden sich die Sattel- und Schirrkammern. Vor dort gab es einen direkten Zugang zum Kavaliergebäude, wo sich die Pferdeställen befanden. An der Westseite, wo Remise und Kavalierhaus zusammentreffen, wurde ein fünfgeschossiger Aussichtsturm errichtet.

Der Hof wurde im Norden mit einer Futtermauer und im Osten mit einem Gitterzaun geschlossen. An diesem Zaun wurde 1838 ein kleiner Zierbrunnen mit Wasserbecken angebracht. Dieser Brunnen wird durch eine Neptunfigur, die auf einem Zaunpfeiler platziert wurde, vervollständigt. Das Wasserspiel war ein Geschenk des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. an seinen Sohn Carl.

Im Jahr 1874 wurde die Remise durch Ernst Petzholtz vergrößert. Das Gebäude wurde aufgestockt und um eine Bogenachse verlängert. Auch der Schloßturm wurde erhöht. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Aufstockung der Remise wieder rückgängig gemacht. Da der Turm jedoch seine Höhe behielt und die Remise seine Breite, verlor der Gebäudekomplex die harmonischen Proportionen von Schinkel. Außerdem wurde die nördliche Mauer durch einen Wohnflügel ersetzt.

Weblinks

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