Richard Kuckuck: Unterschied zwischen den Versionen

Aus PotsdamWiki
Wechseln zu:Navigation, Suche
(überarbeitet, primär +Einleitung und die Quellenangebe verbessert)
(bekannte Lebendaten in der Einleitung ergänzt und Abkürzungen ausgeschrieben)
Zeile 1: Zeile 1:
'''Richard Kuckuck'''<!-- (*&nbsp;unbekannt; †&nbsp;unbekannt) --> war Zimmermann und Widerstandskämpfer gegen die Nazi-Diktatur. Nach ihm wurde die „Richard-Kuckuck-Straße“ in [[Bergholz-Rehbrücke]] benannt.
+
'''Richard Kuckuck''' (*&nbsp;vor 1914; †&nbsp;nach 09.05.1944) war Zimmermann und Widerstandskämpfer gegen die Diktatur der Nationalsozialisten. Nach ihm wurde die „Richard-Kuckuck-Straße“ in [[Bergholz-Rehbrücke]] benannt.
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Zeile 7: Zeile 7:
 
Nach dem Ersten Weltkrieg, den er als Soldat mitmachen mußte, wurde Kuckuck in [[Nowawes]] Mitglied des Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD) sowie der KPD. Während der Nazi-Diktatur arbeitete er aktiv in der Babelsberger Rüstungsfirma [[Frieseke & Höpfner]] im aktiven Widerstand – zusammen mit anderen deutschen Patrioten, mit [[Zwangsarbeiter]]n und anderen Fremdarbeitern.
 
Nach dem Ersten Weltkrieg, den er als Soldat mitmachen mußte, wurde Kuckuck in [[Nowawes]] Mitglied des Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD) sowie der KPD. Während der Nazi-Diktatur arbeitete er aktiv in der Babelsberger Rüstungsfirma [[Frieseke & Höpfner]] im aktiven Widerstand – zusammen mit anderen deutschen Patrioten, mit [[Zwangsarbeiter]]n und anderen Fremdarbeitern.
  
Am 9. Mai 1944 wurde Kuckuck durch die Gestapo verhaftet und vom Berliner Kammergericht in [[Potsdam]] wegen „Beihilfe zum Hochverrat und Feindbegünstigung“ zu drei Jahren Zuchthaus und Ehrverlust verurteilt. Zunächst wurde er ins Arbeitslager Griebow verschleppt. Während eines späteren Transports ins Konzentrationslager Buchenwald verlieren sich seine Spuren. Es ist davon auszugehen, daß er diesen Transport nicht überlebte.
+
Am 9. Mai 1944 wurde Kuckuck durch die Geheime Staatspolizei (Gestapo) verhaftet und vom Berliner Kammergericht in [[Potsdam]] wegen „Beihilfe zum Hochverrat und Feindbegünstigung“ zu drei Jahren Zuchthaus und Ehrverlust verurteilt. Zunächst wurde er ins Arbeitslager Griebow verschleppt. Während eines späteren Transports ins Konzentrationslager Buchenwald verlieren sich seine Spuren. Es ist davon auszugehen, daß er diesen Transport nicht überlebte.
  
 
Später wurde eine Straße seines Heimatortes nach Richard Kuckuck benannt und am 10. März 2009 wurde vor seinem Elternhaus ein Stolperstein „wider das Vergessen“ gelegt.
 
Später wurde eine Straße seines Heimatortes nach Richard Kuckuck benannt und am 10. März 2009 wurde vor seinem Elternhaus ein Stolperstein „wider das Vergessen“ gelegt.

Version vom 3. September 2009, 10:09 Uhr

Richard Kuckuck (* vor 1914; † nach 09.05.1944) war Zimmermann und Widerstandskämpfer gegen die Diktatur der Nationalsozialisten. Nach ihm wurde die „Richard-Kuckuck-Straße“ in Bergholz-Rehbrücke benannt.

Geschichte

Richard Kuckuck wohnte in Bergholz-Rehbrücke in der Arthur-Scheunert-Allee Nummer 70. Er erlernte den Beruf eines Zimmermanns.

Nach dem Ersten Weltkrieg, den er als Soldat mitmachen mußte, wurde Kuckuck in Nowawes Mitglied des Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD) sowie der KPD. Während der Nazi-Diktatur arbeitete er aktiv in der Babelsberger Rüstungsfirma Frieseke & Höpfner im aktiven Widerstand – zusammen mit anderen deutschen Patrioten, mit Zwangsarbeitern und anderen Fremdarbeitern.

Am 9. Mai 1944 wurde Kuckuck durch die Geheime Staatspolizei (Gestapo) verhaftet und vom Berliner Kammergericht in Potsdam wegen „Beihilfe zum Hochverrat und Feindbegünstigung“ zu drei Jahren Zuchthaus und Ehrverlust verurteilt. Zunächst wurde er ins Arbeitslager Griebow verschleppt. Während eines späteren Transports ins Konzentrationslager Buchenwald verlieren sich seine Spuren. Es ist davon auszugehen, daß er diesen Transport nicht überlebte.

Später wurde eine Straße seines Heimatortes nach Richard Kuckuck benannt und am 10. März 2009 wurde vor seinem Elternhaus ein Stolperstein „wider das Vergessen“ gelegt.

Quellen