Richard Kuckuck: Unterschied zwischen den Versionen

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Richard Kuckuck wohnte in [[Bergholz-Rehbrücke]] in der Arthur-Scheunert-Allee Nummer 70. Er erlernte den Beruf eines Zimmermanns.
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Richard Kuckuck wurde vor dem Jahr 1914 in [[Bergholz-Rehbrücke]] geboren und wohnte in der Arthur-Scheunert-Allee 70. Er erlernte den Beruf eines Zimmermanns. Von 1915 bis 1918 war er Soldat im Ersten Weltkrieg, was sein späteres Leben prägte. Im Jahr 1919 wurde Kuckuck in [[Nowawes]] Mitglied des ''Kommunistischen Jugendverband Deutschlands'' (KJVD) sowie der ''Kommunistischen Partei Deutschlands'' (KPD). Seit 1924 arbeitet er sehr aktiv als Parteiarbeiter im [[Rotes Nowawes|Roten Nowaes]] und in Bergholz-Rehbrücke. So war er führend an der Gründung des ''Roten Frontkämpferbundes'' (RFB) in Nowawes und 1925 in Bergholz-Rehbrücke beteiligt. Kurze Zeit später gründete er eine Schalmeiengruppe, um so die politische Agitation auf dem Lande zu unterstützten. Diese Tätigkeiten brachten Kuckuck die Überwachung der Politischen Polizei in der Weimarer Republik.  
  
Nach dem Ersten Weltkrieg, den er als Soldat mitmachen mußte, wurde Kuckuck in [[Nowawes]] Mitglied des Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD) sowie der KPD. Während der Nazi-Diktatur arbeitete er aktiv in der Babelsberger Rüstungsfirma [[Frieseke & Höpfner]] im aktiven Widerstand – zusammen mit anderen deutschen Patrioten, mit [[Zwangsarbeiter]]n und anderen Fremdarbeitern.
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Nach dem Machtantritt der Faschisten 1933 wurde Kuckuck verhaftet, ständig verhört und dabei schwer mißhandelt. Nach seiner Freilassung ein Jahr später lebte er bei seiner Schwester. Dennoch arbeitete er aktiv in der [[Babelsberg]]er Rüstungsfirma [[Frieseke & Höpfner]] im aktiven Widerstand – zusammen mit anderen deutschen Patrioten, mit [[Zwangsarbeiter]]n und anderen Fremdarbeitern.
  
Am 9. Mai 1944 wurde Kuckuck durch die Geheime Staatspolizei (Gestapo) verhaftet und vom Berliner Kammergericht in [[Potsdam]] wegen „Beihilfe zum Hochverrat und Feindbegünstigung“ zu drei Jahren Zuchthaus und Ehrverlust verurteilt. Zunächst wurde er ins Arbeitslager Griebow verschleppt. Während eines späteren Transports ins Konzentrationslager Buchenwald verlieren sich seine Spuren. Es ist davon auszugehen, daß er diesen Transport nicht überlebte.
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Am 9. Mai 1944 wurde Kuckuck durch die Geheime Staatspolizei (Gestapo) in der Grünstraße - wo er mittlerweile wohnte - verhaftet und vom Berliner Kammergericht in [[Potsdam]] wegen „Beihilfe zum Hochverrat und Feindbegünstigung“ zu drei Jahren Zuchthaus und Ehrverlust verurteilt. Zunächst wurde er ins Arbeitslager Griebow verschleppt. Während eines späteren Transports zum Konzentrationslager Halberstadt verlieren sich seine Spuren. Es ist davon auszugehen, daß er diesen Transport nicht überlebte.
  
 
Später wurde eine Straße seines Heimatortes nach Richard Kuckuck benannt und am 10. März 2009 wurde vor seinem Elternhaus ein Stolperstein „wider das Vergessen“ gelegt.
 
Später wurde eine Straße seines Heimatortes nach Richard Kuckuck benannt und am 10. März 2009 wurde vor seinem Elternhaus ein Stolperstein „wider das Vergessen“ gelegt.
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* [http://www.pnn.de/pm/161577/ Wider das Vergessen] – Artikel bei der ''[[Potsdamer Neueste Nachrichten|PNN]], vom 10. März 2009
 
* [http://www.pnn.de/pm/161577/ Wider das Vergessen] – Artikel bei der ''[[Potsdamer Neueste Nachrichten|PNN]], vom 10. März 2009
  
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* „Besonders jetzt tu deine Pflicht!“ – Kurze biografische Darstellungen über antifaschistische Widerstandskämpfer, die in der Stadt und im Kreis Potsdam lebten und wirkten; Herausgeber: Kreiskomitee Potsdam der Antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR, 1988; S. 47
 
[[Kategorie:Personen der Geschichte]]
 
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[[Kategorie:NS-Opfer]]
 
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Version vom 26. Mai 2011, 18:34 Uhr

Richard Kuckuck (* vor 1914; † nach 09.05.1944) war Zimmermann und Widerstandskämpfer gegen die Diktatur der Nationalsozialisten. Nach ihm wurde die „Richard-Kuckuck-Straße“ in Bergholz-Rehbrücke benannt.

Geschichte

Richard Kuckuck wurde vor dem Jahr 1914 in Bergholz-Rehbrücke geboren und wohnte in der Arthur-Scheunert-Allee 70. Er erlernte den Beruf eines Zimmermanns. Von 1915 bis 1918 war er Soldat im Ersten Weltkrieg, was sein späteres Leben prägte. Im Jahr 1919 wurde Kuckuck in Nowawes Mitglied des Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD) sowie der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Seit 1924 arbeitet er sehr aktiv als Parteiarbeiter im Roten Nowaes und in Bergholz-Rehbrücke. So war er führend an der Gründung des Roten Frontkämpferbundes (RFB) in Nowawes und 1925 in Bergholz-Rehbrücke beteiligt. Kurze Zeit später gründete er eine Schalmeiengruppe, um so die politische Agitation auf dem Lande zu unterstützten. Diese Tätigkeiten brachten Kuckuck die Überwachung der Politischen Polizei in der Weimarer Republik.

Nach dem Machtantritt der Faschisten 1933 wurde Kuckuck verhaftet, ständig verhört und dabei schwer mißhandelt. Nach seiner Freilassung ein Jahr später lebte er bei seiner Schwester. Dennoch arbeitete er aktiv in der Babelsberger Rüstungsfirma Frieseke & Höpfner im aktiven Widerstand – zusammen mit anderen deutschen Patrioten, mit Zwangsarbeitern und anderen Fremdarbeitern.

Am 9. Mai 1944 wurde Kuckuck durch die Geheime Staatspolizei (Gestapo) in der Grünstraße - wo er mittlerweile wohnte - verhaftet und vom Berliner Kammergericht in Potsdam wegen „Beihilfe zum Hochverrat und Feindbegünstigung“ zu drei Jahren Zuchthaus und Ehrverlust verurteilt. Zunächst wurde er ins Arbeitslager Griebow verschleppt. Während eines späteren Transports zum Konzentrationslager Halberstadt verlieren sich seine Spuren. Es ist davon auszugehen, daß er diesen Transport nicht überlebte.

Später wurde eine Straße seines Heimatortes nach Richard Kuckuck benannt und am 10. März 2009 wurde vor seinem Elternhaus ein Stolperstein „wider das Vergessen“ gelegt.


Quellen

  • „Besonders jetzt tu deine Pflicht!“ – Kurze biografische Darstellungen über antifaschistische Widerstandskämpfer, die in der Stadt und im Kreis Potsdam lebten und wirkten; Herausgeber: Kreiskomitee Potsdam der Antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR, 1988; S. 47