Richard Kuckuck

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Richard Kuckuck (genaue Lebensdaten sind nicht bekannt) wohnte in Bergholz-Rehbrücke in der Arthur-Scheunert-Allee 70. Er erlernte den Beruf eines Zimmermanns.

Nach dem Ersten Weltkrieg, den er als Soldat mitmachen mußte, wurde Kuckuck in Nowawes Mitglied des Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD) sowie der KPD. Während der Nazi-Diktatur arbeitete er aktiv in der Babelsberger Rüstungsfirma Frieseke & Höpfner im aktiven Widerstand - zusammen mit anderen deutschen Patrioten, mit Zwangsarbeitern und anderen Fremdarbeitern.

Am 9. Mai 1944 wurde Kuckuck durch die Gestapo verhaftet und vom Berliner Kammergericht in Potsdam wegen „Beihilfe zum Hochverrat und Feindbegünstigung“ zu drei Jahren Zuchthaus und Ehrverlust verurteilt. Zunächst wurde er ins Arbeitslager Griebow verschleppt. Während eines späteren Transports ins Konzentrationslager Buchenwald verlieren sich seine Spuren. Es ist davon auszugehen, daß er diesen Transport nicht überlebte.

Heute trägt eine Straße seiner Heimatstadt den Namen „Richard Kuckuck“ und am 10.03.2009 wurde vor seinem Elternhaus ein Stolpersteine „wider das Vergessen“ verlegt.


Quelle

"Potsdamer Neuste Nachrichten" vom 26.08.2009