1. Garde-Ulanen-Kaserne

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Hauptgebäude, 1915
Die Ruinenbergkaserne, um 2006

Die Kaserne der 1. Garde-Ulanen, später nur als Ruinenbergkaserne bezeichnet, befand sich in der Jägervorstadt von Potsdam, in der Straße An der Einsiedelei  6. Die Kaserne umfasste das Karree zwischen den Straßen Pappelallee, An der Einsiedelei, Ruinenbergstraße und Schlegelstraße.

Geschichte

Die Kaserne wurde in den Jahren von 1885 bis 1889 im neugotischen Stil für das 1. Garde-Ulanen-Regiment gebaut. Zum Hauptgebäude kamen ab dem Jahr 1887 zwei Seitenflügel hinzu, so dass die Kaserne für rund 700 Ulanen Platz bot. Die repräsentativ und burgenartig gestaltete Anlage umfasste auch Pferdeställe, Reithallen und Reitplätze. 740 Pferde konnten in den Stallungen untergebracht werden. Weitere Kasernen der Garde-Ulanen waren die 1. Garde-Ulanen-Kaserne und 3. Garde-Ulanen-Kaserne.

Nach dem Jahr 1919 war hier die Reichswehr oder die Wehrmacht stationiert. Ab dem Jahr 1932 waren hier auch Einheiten des „Regiments Graf Neun“ genannten Infanterie-Regiments 9 stationiert.

Ab dem Jahr 1955 wurde die Kaserne als einzige im Stadtgebiet von Potsdam durch die Nationale Volksarmee (NVA) genutzt. Dazu gehörten ein Pionierbaubataillon und eine Einheit der Luftabwehr. Wegen der Lage am Ruinenberg und der Ausführung in rotem Backstein wurde die Kaserne auch Rote Ruine genannt.

Seit dem Jahr 1991 hatte zeitweilig das Amt für Soziales und Versorgung des Landes Brandenburg einen Sitz in der Ruinenbergkaserne. Nach 2000 erfolgte der Ausbau von Hauptgebäude, Kasino, Pferdeställen sowie weiterer Nebengebäude zu einer Wohneigentumsanlage. Die Anlage wurde durch Neubauten ergänzt.

Quellen

  • Architekturführer Potsdam, Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-496-01325-7