Sankt-Peter-und-Paul-Kirche

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Der Innenraum mit Altar, im Frühjahr 2007

Die katholische Kirche Sankt Peter und Paul (kurz St. Peter und Paul) befindet sich auf dem Bassinplatz in der Innenstadt von Potsdam. Der Turm liegt auf der Achse der Brandenburger Straße und ist weithin sichtbar.

Geschichte

Der markante Kirchenbau aus Backstein wurde zwischen den Jahren 1867 und 1870 von den Baumeistern Friedrich August Stüler und Wilhelm Salzenberg entworfen. In seiner Gestalt ist der Turm der Campanile von San Zeno Maggiore in Verona nachempfunden. Die mächtige neogotische Kirche ist auf Holzpfählen errichtet worden, auf einem erst 100 Jahre zuvor trockengelegten Sumpfgebiet. St. Peter und Paul wurde als katholische Garnisionskirche gebaut. Es war damals Bedarf für eine Kirche mit 770 Sitzplätzen vorhanden, obwohl sich das Königshaus zum Protestantismus bekannte. Denn in den Kasernen der Stadt dienten auch viele Soldaten aus katholischen Landesteilen.

Hervorzuheben ist die Ausmalung des Altarraumes, unter anderem mit den Patronen der Kirche, dem Apostel Petrus mit dem Schlüssel und Paulus mit dem Schwert. Die Gestaltung des Altarraumes verdankt die Kirche einer Spende des Preußischen Gartenbaudirektors Peter Joseph Lenné, der ein Gemeindemitglied der katholischen Kirche war. In der Mitte des Altarraumes leuchtet ein ewiges Licht. Diese, von der Decke frei herabhängende Leuchte, war ein Geschenk des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. für die katholische Gemeinde.

Weitere Bilder

Quellen

"Potsdam Wo es am schönsten ist" Hermann A. Kremer: Der Bassinplatz, Siebenhaar-Verlag, S.38 ff. ISBN 978-3-936962-17-8