Schlänitzsee: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Schlänitzsee liegt im Nordwesten von [[Potsdam]]. An seinem Ostufer liegt der Potsdamer Ortsteil Schlänitz und nördlich davon der Ortsteil [[Marquardt]]. Der Schlänitzsee ist ein beliebtes Bade- und Seesportgewässer.
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== Lage und Beschreibung ==
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An seinem Ostufer befindet sich der Potsdamer Ortsteil Schlänitz und nördlich davon der Ortsteil Marquardt. Die [[Bundeswasserstraße]] [[Sacrow-Paretzer-Kanal]] quert den See in Ost-West-Richtung. Im Verlauf des Flusses Wublitz in Nord-Süd-Richtung hat der See eine Länge von etwa zwei Kilometern. Seine Breite im Verlauf des Kanals beträgt kaum 1000 Meter. Am nordöstlichen Ufer befindet sich der Park und das Schloss Marquardt.
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== Geologie ==
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Der Schlänitzsee liegt in einer eiszeitlichen Rinne, die vor etwa 19.000 Jahren im Zuge des [[Weichseleiszeit|Weichselhochglazial]]s entstand.
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== Hydromorphologie ==
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=== Wassertiefen und Schichtung ===
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Seine Wassertiefe ist gering und wird mit weniger als einem Meter angegeben. In der ausgetonnten Fahrrinne der Kanalquerung beträgt die Wassertiefe mindestens viereinhalb Meter. Der Kanalabschnitt wird in regelmäßigen Abständen gebaggert. Der See wird als [[mesotroph]] und das Wasser als gering [[eutroph]] bezeichnet. Vom Typ her ist er ein kalkreicher, geschichteter See mit relativ großem Einzugsgebiet und der Schichtung des Wassers in verschiedenen Temperatur- bzw. Konvektionsebenen. Die Sichttiefen liegen im Sommer auf Grund des Anteils an [[Phytoplankton]] bei einem Meter.
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=== Der Seegrund ===
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Der Seegrund ist feinsandig bis grobkiesig. Im Sommer ist der See in großen Bereichen wegen der geringen Wassertife verkrautet.
  
Der See ist 1,9 Kilometer lang und 2,1 Kilometer breit. Gebildet wird der See durch die [[Wublitz]], einem Nebenfluß der [[Havel]]. Quer durch den Schlänitzsee führt der [[Sacrow-Paretzer-Kanal]].
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=== Der Uferbereich / Pflanzen ===
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Die flach abfallenden Ufer sind von einem sumpfigen Schilfgürtel gesäumt. Seeseitig vorgelagert gibt es einen breiten [[Schilfrohr]]gürtel mit dichten [[Rohrkolben|Rohrkolbenbeständen]] und [[Binsenschneide|Binsenbewuchs]] (Cladium mariscus). Im flachen Wasser wächst [[Kalmus (Gattung)|Kalmus]]. Einige Uferbereiche sind von Erlen und Weidenbüschen bewachsen.
  
== Quellen ==
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==Literatur==
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*Hans-J. Uhlemann: ''Berlin und die Märkischen Wasserstraßen'' transpress Verlag Berlin div. Jahrgänge ISBN 3-344-00115-9
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*''Schriften des Vereins für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen e.V.'' div. Jahrgänge. WESKA (Westeuropäischer Schifffahrts- und Hafenkalender), Binnenschifffahrts-Verlag GmbH Duisburg-Ruhrort, (keine ISBN)
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* Folke Stender: Redaktion ''Sportschifffahrtskarten Binnen 1'' Nautische Veröffentlichung Verlagsgesellschaft ISBN 3-926376-10-4.
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*Autorenkollektiv: W. Ciesla, H. Czesienski, W. Schlomm, K. Senzel, D. Weidner, ''Schiffahrtskarten der Binnenwasserstraßen der Deutschen Demokratischen Republik 1:10.000, Band 3'' Herausgeber: Wasserstraßenaufsichtsamt der DDR, Berlin 1988 (keine ISBN)
  
* [http://www.mein-badesee.de/schlaenitzsee-101090 Schlänitzsee] - Webseite auf mein-badesee.de
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== Siehe auch ==
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* [[Potsdamer Havel]]
  
 
[[Kategorie: Gewässer]]
 
[[Kategorie: Gewässer]]

Version vom 24. Dezember 2011, 15:19 Uhr

Als Schlänitzsee wird die seenartige Verbreiterung des Havelnebenflusses Wublitz bezeichnet. Er liegt im Nordwesten des Stadtgebietes von Potsdam.

Der Schlänitzsee im Frühjahr 2007

Lage und Beschreibung

An seinem Ostufer befindet sich der Potsdamer Ortsteil Schlänitz und nördlich davon der Ortsteil Marquardt. Die Bundeswasserstraße Sacrow-Paretzer-Kanal quert den See in Ost-West-Richtung. Im Verlauf des Flusses Wublitz in Nord-Süd-Richtung hat der See eine Länge von etwa zwei Kilometern. Seine Breite im Verlauf des Kanals beträgt kaum 1000 Meter. Am nordöstlichen Ufer befindet sich der Park und das Schloss Marquardt.

Geologie

Der Schlänitzsee liegt in einer eiszeitlichen Rinne, die vor etwa 19.000 Jahren im Zuge des Weichselhochglazials entstand.

Hydromorphologie

Wassertiefen und Schichtung

Seine Wassertiefe ist gering und wird mit weniger als einem Meter angegeben. In der ausgetonnten Fahrrinne der Kanalquerung beträgt die Wassertiefe mindestens viereinhalb Meter. Der Kanalabschnitt wird in regelmäßigen Abständen gebaggert. Der See wird als mesotroph und das Wasser als gering eutroph bezeichnet. Vom Typ her ist er ein kalkreicher, geschichteter See mit relativ großem Einzugsgebiet und der Schichtung des Wassers in verschiedenen Temperatur- bzw. Konvektionsebenen. Die Sichttiefen liegen im Sommer auf Grund des Anteils an Phytoplankton bei einem Meter.

Der Seegrund

Der Seegrund ist feinsandig bis grobkiesig. Im Sommer ist der See in großen Bereichen wegen der geringen Wassertife verkrautet.

Der Uferbereich / Pflanzen

Die flach abfallenden Ufer sind von einem sumpfigen Schilfgürtel gesäumt. Seeseitig vorgelagert gibt es einen breiten Schilfrohrgürtel mit dichten Rohrkolbenbeständen und Binsenbewuchs (Cladium mariscus). Im flachen Wasser wächst Kalmus. Einige Uferbereiche sind von Erlen und Weidenbüschen bewachsen.

Literatur

  • Hans-J. Uhlemann: Berlin und die Märkischen Wasserstraßen transpress Verlag Berlin div. Jahrgänge ISBN 3-344-00115-9
  • Schriften des Vereins für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen e.V. div. Jahrgänge. WESKA (Westeuropäischer Schifffahrts- und Hafenkalender), Binnenschifffahrts-Verlag GmbH Duisburg-Ruhrort, (keine ISBN)
  • Folke Stender: Redaktion Sportschifffahrtskarten Binnen 1 Nautische Veröffentlichung Verlagsgesellschaft ISBN 3-926376-10-4.
  • Autorenkollektiv: W. Ciesla, H. Czesienski, W. Schlomm, K. Senzel, D. Weidner, Schiffahrtskarten der Binnenwasserstraßen der Deutschen Demokratischen Republik 1:10.000, Band 3 Herausgeber: Wasserstraßenaufsichtsamt der DDR, Berlin 1988 (keine ISBN)

Siehe auch