Schopenhauerstraße

Aus PotsdamWiki
Wechseln zu:Navigation, Suche
Das Brandenburger Tor, im Frühjahr 2001

Die Schopenhauerstraße befindet sich an der Grenze der Innenstadt von Potsdam und der Brandenburger Vorstadt. Benannt wurde sie nach Arthur Schopenhauer (* 22. Februar 1788 in Danzig; † 21. September 1860 in Frankfurt am Main). Er war ein deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer.

Verlauf

Die Straße beginnt an der Kreuzung der Breiten Straße gegenüber der Straße Wall am Kiez – nahe dem Marktcenter – führt am Alten Stadtwächter, am Luisenplatz und am Brandenburger Tor vorbei, und endet an der Kreuzung Zur Historischen Mühle, Bornstedter Straße und Voltairweg.

Geschichte

Die Geschichte der heutigen Schopenhauerstraße geht auf die Zweite Stadterweiterung von Potsdam (1733–1745) zurück. Der südliche Teil - zwischen Breiter Straße und Brandenburger Straße - erhielt den Namen „Neustädter Communikation“. Der nördliche Teil - Brandenburger Straße bis - Hegelallee hieß „Brandenburger Communikation“. Beide Teile bildete damals die westliche Grenze der Stadt. Außerhalb der Stadtmauer gab es eine Parallelstraße. Diese begann aber erst an der heutigen Sparkasse am Luisenplatz und führte nach Norden am Park Sanssouci vorbei bis zur heutigen Gregor-Mendel-Straße. Sie hieß „Zum Obelisk“ und ab 1889 „Obeliskenstraße“. Mit dem Abriß der Stadtmauer am Ende des 18. Jahrhunderts wurden alle Teile der Straße zusammengelegt und in Hohenzollernstraße umbenannt. Der Verlauf der Stadtmauer wurde bis 1906 durch einen beiten Grünstreifen nachvollzogen, der mit einer Fußgängerpromenade ergänzt wurde. Die Plänen dafür erarbeitete der Stadtgartendirektor Hans Kölle. Ein kleiner Teil der Stadtmauer ist als Seitenwand an der Gaststätte „Alter Stadtwächter“ erhalten geblieben. Mit dem Ausbau der ehemaligen Obeliskenstraße verlor der östliche Teil an Bedeutung. Er wird seit dem lediglich als untergeordnete Zufahrts- und Parkstraße genutzt.

Nach der Wende wurde zur Bundesgartenschau 2001 das Umfeld der Schopenhauerstraße saniert und umgestaltet. Die Straßenbahngleise am Luisenplatz wurden hinter das Gebäude der Sparkasse verlegte. Außerdem wurde die Verbindung zwischen der südlichen Schopenhauerstraße und derem nördlichen Teil am Brandenburger Tor für den motorisierten Individualverkehr unterbrochen.

Weitere Details

In die Schopenhauerstraße münden unter anderem die Charlottenstraße, die Brandenburger Straße, die Gutenbergstraße und die Hegelallee. Dabei führt sie am Luisenplatz, dem Obeliskportal vom Park Sanssouci und der Bildergalerie im Park Sanssouci vorbei. Eine weitere Sehenswürdigkeit dieser Straße ist das Brandenburger Tor.

Die Ostseite der südlichen Schopenhauerstraße bildete eine Ansammlung von Lazaretten. Hier befand sich die Invaliden-Kaserne (Häuser 1 und 2), das Lazarett des Lehr-Infanterie-Battallions und des Invaliden-Corps (Haus 3), das Lazarett des Jäger-Battallions (Haus 4), das Lazarett des Füsilier-Regiment „Prinz Heinrich von Preußen“ und das Lazarett der Garde-Ulanen (Haus 7). Zudem stand unter der heutigen Haus-Nummer 6 die Kirche des Großen Militärwaisenhauses. Heute befindet sich an gleicher Stelle die Baptistenkirche Potsdam.


In der Schopenhauerstraße befindet sich die Zufahrt zur Tiefgarage des Markt-Centers.

Weitere Bilder

Siehe auch

Weblinks

Quellen