Schopenhauerstraße: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Schopenhauerstraße''' befindet sich an der Grenze der [[Innenstadt]] von [[Potsdam]] und der [[Brandenburger Vorstadt]]. Sie beginnt an der Kreuzung der [[Breite Straße|Breiten Straße]] gegenüber der Straße ''[[Wall am Kiez]]'' – nahe dem Marktcenter – führt am [[Alter Stadtwächter|Alten Stadtwächter]], am [[Luisenplatz]] und am [[Brandenburger Tor]] vorbei, und endet an der Kreuzung [[Zur Historischen Mühle]], Bornstedter Straße und Voltairweg.
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Die '''Schopenhauerstraße''' befindet sich an der Grenze der [[Innenstadt]] von [[Potsdam]] und der [[Brandenburger Vorstadt]]. Benannt wurde sie nach ''Arthur Schopenhauer'' (* 22. Februar 1788 in Danzig; † 21. September 1860 in Frankfurt am Main). Er war ein deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer.
  
Die Straße war früher ein Teil der [[Stadtmauer]] und ist heute eine der Hauptverkehrsstraßen von Potsdam mit einer Fußgänger-Promenade vom Brandenburger Tor bis zur [[Hegelallee]].
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Die Straße beginnt an der Kreuzung der [[Breite Straße|Breiten Straße]] gegenüber der Straße ''[[Wall am Kiez]]'' – nahe dem Marktcenter – führt am [[Alter Stadtwächter|Alten Stadtwächter]], am [[Luisenplatz]] und am [[Brandenburger Tor]] vorbei, und endet an der Kreuzung [[Zur Historischen Mühle]], Bornstedter Straße und Voltairweg.
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
  
Die Geschichte der Schopenhauerstraße geht auf die [[Zweite Stadterweiterung]] von Potsdam (1733–1745) zurück. Der einst „Neustädter Kommunikation“ genannte Teil bildete damals die westliche Grenze der Stadt. Dementsprechend war die Straße mit der [[Stadtmauer]] versehen. Deren Verlauf kann heute sehr leicht durch die Fußgängerpromenade zwischen der [[Brandenburger Straße]] und der [[Hegelallee]] nachvollzogen werden. Ein kleiner Teil dieser Stadtmauer ist als Seitenwand an der Gaststätte „[[Alter Stadtwächter]]“ noch heute zu sehen.
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Die Geschichte der heutigen Schopenhauerstraße geht auf die [[Zweite Stadterweiterung]] von Potsdam (1733–1745) zurück. Der südliche Teil - zwischen Breiter Straße und [[Brandenburger Straße]] - erhielt den Namen „Neustädter Communikation“. Der nördliche Teil - Brandenburger Straße bis - [[Hegelallee]] hieß „Brandenburger Communikation“. Beide Teile bildete damals die westliche Grenze der Stadt. Außerhalb der Stadtmauer gab es eine Parallelstraße. Diese begann aber erst an der heutigen [[Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam|Sparkasse am Luisenplatz]] und führte nach Norden am [[Park Sanssouci]] vorbei bis zur heutigen [[Gregor-Mendel-Straße]]. Sie hieß „Zum Obelisk“ und ab 1889 „Obeliskenstraße“. Mit dem Abriß der Stadtmauer am Ende des [[18. Jahrhundert]]s wurden alle Teile der Straße zusammengelegt und in [[Hohenzollern]]<nowiki/>straße umbenannt. Der Verlauf der [[Stadtmauer]] wurde bis 1906 durch einen beiten Grünstreifen nachvollzogen, der mit einer Fußgängerpromenade ergänzt wurde. Die Plänen dafür erarbeitete der Stadtgartendirektor [[Hans Kölle]]. Ein kleiner Teil der Stadtmauer ist als Seitenwand an der Gaststätte „[[Alter Stadtwächter]]“ erhalten geblieben. Mit dem Ausbau der ehemaligen Obeliskenstraße verlor der östliche Teil an Bedeutung. Er wird seit dem lediglich als untergeordnete Zufahrts- und Parkstraße genutzt.  
  
Der restliche Teil, in Richtung Bornstedt, wurde „Hohenzollernstraße“ genannt.
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Nach der [[Wende]] wurde zur [[Bundesgartenschau 2001]] das Umfeld der Schopenhauerstraße saniert und umgestaltet. Die Straßenbahngleise am [[Luisenplatz]] wurden hinter das Gebäude der [[Sparkasse am Luisenplatz|Sparkasse]] verlegte. Außerdem wurde die Verbindung zwischen der südlichen Schopenhauerstraße und derem nördlichen Teil am [[Brandenburger Tor]] für den motorisierten Individualverkehr unterbrochen.
  
Der westliche Abschnitt der Schopenhauerstraße, wo früher die Stadtmauer stand, wurde im Jahr 1906 nach Plänen des ersten Stadtgartendirektors in Potsdam, [[Hans Kölle]], vollendet.
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== Weitere Details ==
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In die Schopenhauerstraße münden unter anderem die [[Charlottenstraße]], die [[Brandenburger Straße]], die [[Gutenbergstraße]] und die [[Hegelallee]]. Dabei führt sie am [[Luisenplatz]], dem [[Obeliskportal]] vom [[Park Sanssouci]] und der [[Bildergalerie im Park Sanssouci]] vorbei. Eine weitere Sehenswürdigkeit dieser Straße ist das [[Brandenburger Tor]].
  
Mit dem Ausbau des westlichen Teilstückes der Straße – zwischen der Charlottenstraße und der Hegelallee – verlor der östliche Teil an Bedeutung und wird seit dem lediglich als untergeordnete Zufahrtsstraße und Parkfläche genutzt. Als nach der [[Wende]] – zur [[Bundesgartenschau 2001]] – die Anlage saniert wurde, wurden auch die Staßenbahngleise am [[Luisenplatz]] hinter das Gebäude der [[Sparkasse am Luisenplatz|Sparkasse]] verlegt, sowie die Verbindung zwischen der südlichen Schopenhauerstraße (am Alten Stadtwächter) und dem nördlichen Teil (am [[Brandenburger Tor]]) für den motorisierten Individualverkehr unterbrochen.
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Die Ostseite der südlichen Schopenhauerstraße bildete eine Ansammlung von Lazaretten. Hier befand sich die Invaliden-Kaserne (Häuser 1 und 2), das Lazarett des Lehr-Infanterie-Battallions und des Invaliden-Corps (Haus 3), das Lazarett des Jäger-Battallions (Haus 4), das Lazarett des [[Füsilier]]-Regiment „[[ Heinrich von Preußen (1726–1802)|Prinz Heinrich von Preußen]]“ und das Lazarett der Garde-Ulanen (Haus 7). Zudem stand unter der heutigen Haus-Nummer 6 die Kirche des [[Großes Militärwaisenhaus|Großen Militärwaisenhaus]]es. Heute befindet sich an gleicher Stelle die [[Baptistenkirche Potsdam]].
  
== Weitere Details ==
 
  
Die Schopenhauerstraße verbindet unter anderem die [[Charlottenstraße]], die [[Brandenburger Straße]], die [[Gutenbergstraße]] und die [[Hegelallee]]. Dabei führt sie am [[Luisenplatz]], dem [[Obeliskportal]] vom [[Park Sanssouci]] und der [[Bildergalerie im Park Sanssouci]] vorbei. Eine weitere Sehenswürdigkeit dieser Straße ist das [[Brandenburger Tor]].
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In der Schopenhauerstraße befindet sich die Zufahrt zur Tiefgarage des [[Markt-Center]]s.
  
 
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Bild:Schopenhauer_Str._26;_2008.jpg|Schopenhauerstraße Nr.&nbsp;26 im Herbst&nbsp;2008
 
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== Siehe auch ==
 
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* [[Haus der Bauern]]
  
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== Weblinks ==
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*[http://www.potsdamer-stadtplan.com/Schopenhauerstrasse-14471-Potsdam-Brandenburger-Vorstadt_a10105 Karte der Gegend bei Pharus]
  
 
== Quellen ==
 
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* [http://www.aip.de/~arlt/SGS/strassennamen.pdf "Die Straßennamen der Stadt Potsdam. Geschichte und Bedeutung" von KLAUS ARLT] - Webseite der Studiengemeinschaft Sanssouci e.V. - Verein für Kultur und Geschichte Potsdams
* [http://www.potsdam.de/cms/beitrag/10000447/34754/ Promenade Hegelallee - Schopenhauer Straße] – Seite bei ''Potsdam.de''; Stand: 6.&nbsp;September 2010
 
  
 
[[Kategorie:Straßen]]
 
[[Kategorie:Straßen]]
[[Kategorie:Innenstadt]]
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[[Kategorie:Sehenswürdigkeiten]]
[[Kategorie:Brandenburger Vorstadt]]
 

Aktuelle Version vom 28. April 2015, 14:33 Uhr

Das Brandenburger Tor, im Frühjahr 2001

Die Schopenhauerstraße befindet sich an der Grenze der Innenstadt von Potsdam und der Brandenburger Vorstadt. Benannt wurde sie nach Arthur Schopenhauer (* 22. Februar 1788 in Danzig; † 21. September 1860 in Frankfurt am Main). Er war ein deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer.

Verlauf

Die Straße beginnt an der Kreuzung der Breiten Straße gegenüber der Straße Wall am Kiez – nahe dem Marktcenter – führt am Alten Stadtwächter, am Luisenplatz und am Brandenburger Tor vorbei, und endet an der Kreuzung Zur Historischen Mühle, Bornstedter Straße und Voltairweg.

Geschichte

Die Geschichte der heutigen Schopenhauerstraße geht auf die Zweite Stadterweiterung von Potsdam (1733–1745) zurück. Der südliche Teil - zwischen Breiter Straße und Brandenburger Straße - erhielt den Namen „Neustädter Communikation“. Der nördliche Teil - Brandenburger Straße bis - Hegelallee hieß „Brandenburger Communikation“. Beide Teile bildete damals die westliche Grenze der Stadt. Außerhalb der Stadtmauer gab es eine Parallelstraße. Diese begann aber erst an der heutigen Sparkasse am Luisenplatz und führte nach Norden am Park Sanssouci vorbei bis zur heutigen Gregor-Mendel-Straße. Sie hieß „Zum Obelisk“ und ab 1889 „Obeliskenstraße“. Mit dem Abriß der Stadtmauer am Ende des 18. Jahrhunderts wurden alle Teile der Straße zusammengelegt und in Hohenzollernstraße umbenannt. Der Verlauf der Stadtmauer wurde bis 1906 durch einen beiten Grünstreifen nachvollzogen, der mit einer Fußgängerpromenade ergänzt wurde. Die Plänen dafür erarbeitete der Stadtgartendirektor Hans Kölle. Ein kleiner Teil der Stadtmauer ist als Seitenwand an der Gaststätte „Alter Stadtwächter“ erhalten geblieben. Mit dem Ausbau der ehemaligen Obeliskenstraße verlor der östliche Teil an Bedeutung. Er wird seit dem lediglich als untergeordnete Zufahrts- und Parkstraße genutzt.

Nach der Wende wurde zur Bundesgartenschau 2001 das Umfeld der Schopenhauerstraße saniert und umgestaltet. Die Straßenbahngleise am Luisenplatz wurden hinter das Gebäude der Sparkasse verlegte. Außerdem wurde die Verbindung zwischen der südlichen Schopenhauerstraße und derem nördlichen Teil am Brandenburger Tor für den motorisierten Individualverkehr unterbrochen.

Weitere Details

In die Schopenhauerstraße münden unter anderem die Charlottenstraße, die Brandenburger Straße, die Gutenbergstraße und die Hegelallee. Dabei führt sie am Luisenplatz, dem Obeliskportal vom Park Sanssouci und der Bildergalerie im Park Sanssouci vorbei. Eine weitere Sehenswürdigkeit dieser Straße ist das Brandenburger Tor.

Die Ostseite der südlichen Schopenhauerstraße bildete eine Ansammlung von Lazaretten. Hier befand sich die Invaliden-Kaserne (Häuser 1 und 2), das Lazarett des Lehr-Infanterie-Battallions und des Invaliden-Corps (Haus 3), das Lazarett des Jäger-Battallions (Haus 4), das Lazarett des Füsilier-Regiment „Prinz Heinrich von Preußen“ und das Lazarett der Garde-Ulanen (Haus 7). Zudem stand unter der heutigen Haus-Nummer 6 die Kirche des Großen Militärwaisenhauses. Heute befindet sich an gleicher Stelle die Baptistenkirche Potsdam.


In der Schopenhauerstraße befindet sich die Zufahrt zur Tiefgarage des Markt-Centers.

Weitere Bilder

Siehe auch

Weblinks

Quellen