Seidenweberei Michels & Cie.

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Das Hauptgebäude um 1920

Die Seidenweberei Michels & Cie. befand sich an der Stelle der heutigen Märkischen Verlags- und Druck-Gesellschaft, in der Teltower Vorstadt in der Friedrich-Engels-Straße.

Geschichte

Die Eingangshalle um 1920

Im Jahr 1913 wurde in der zum damaligen Nowawes gehörenden Kaiser-Wilhelm-Straße ein Zweigbetrieb der Mechanischen Seidenweberei Michels & Cie. in Betrieb genommen. Für die Produktion hochwertiger Seiden wurde einer der repräsentativsten Industriebauten des damaligen Deutschen Reiches nach Entwurf des bekannten Berliner Architekten Hermann Muthesius errichtet. Das Gebäude hatte ein großes Marmorfoyer als Eingangshalle, zeitgemäße soziale Einrichtungen sowie einen großen und hellen Arbeitssaal. Die Belegschaft sollte sich wohlfühlen und so durch gesteigerte Arbeitsfreude zu mehr Leistung angespornt werden. Dem hohen Qualitätsanspruch an die Produkte des Unternehmens entsprechend wurden die Oberlicht-Verglasungen im Arbeitssaal in speziellem „farblosen“ Glas ausgeführt, um die Farbwirkung der Stoffe jederzeit zuverlässig überprüfen zu können.

Im Mai 1926 übernahm das Unternehmen Electrola, das Schallplatten- und Musikinstrumente herstellte, die Produktionsstätte. Auf zusätzlich erworbenen Flächen wurden weitere Gebäude errichtet.

Ab Juli 1936 produzierten auf dem Betriebsgelände die Arado Flugzeugwerke.

Quellen

  • Die Fabrik als Kulturträger. In: Der Profanbau, Jahrgang 1914, Heft 1, S. 25/26.
  • Neuendorf – Nowawes – Babelsberg. Stationen eines Stadtteils. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2000, ISBN 3-89570-653-1.