Siedlung Stadtheide

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Der zentrale Platz in der „Stadtheide“, im Frühjahr 2009
Die Häuser 13 bis 24 (von li. nach re.); 2016

Die Siedlung Stadtheide liegt in der Brandenburger Vorstadt von Potsdam. Zur Siedlung gehören die denkmalgeschützten Wohnhäuser in den Straßen Im Bogen 1-4, Stadtheide 1-38 und in der Zeppelinstraße 83-107.

Geschichte

Die Wohnsiedlung „Stadtheide“ wurde im Zuge des Gartenstadtbaus in der Straße „An der Stadtheide“ angelegt und die Straße dabei in „Stadtheide“ umbenannt. Als Baugelände diente das Gelände zwischen der Neuen Luisenstraße, dem Eisenbahndamm sowie der heutigen Straße „Im Bogen“.

Am 24. März 1919 wurde mit dem Bau der ersten 110 Wohnungen begonnen. Die Häuser nehmen Merkmale der Potsdamer Bautradition auf sowie auch Elemente der englischen Cottage-Architektur, wie sie beim Schloß Cecilienhof zu finden sind. Im Jahr 1923 wurden die Arbeiten mit der Fertigstellung der Wohnungen Im Bogen abgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt waren in der Stadtheide 232 Wohnungen errichtet. Im Zusammenhang mit der Bebauung wird der Architekt und Maler Heinrich Alfred Kaiser (an anderer Stelle ist von Sepp Kaiser die Rede) erwähnt. Für die Stadt Potsdam entwickelte er die Bebauungspläne der Siedlung Neue Luisenstraße und später baute er offenbar zusammen mit Karl Wagenknecht die Siedlung Stadtheide an der Zeppelinstraße (B1).

Die Mietergärten hinter den Häusern dienten der Selbstversorgung. Die Siedlung Stadtheide, die zu einem großen Teil saniert wurde, weist auch heute noch eine sehr geringe Fluktuation und einen fast schon dörflichen Charakter auf, wenngleich die Einkaufsmöglichkeiten hier wie dort weitestgehend verschwunden sind. Teilweise beträgt die Wohndauer der Mieter 50 Jahre und länger.

Vergleichbare Wohnsiedlungen in der Nähe sind die Wohnsiedlungen „Im Bogen“ und die von einzelnen Mietshäusern geprägte Wohnsiedlung „Sonnenland“. Auch die Siedlungshäuser an der Forststraße und der Gontardstraße weisen auf diesen Ursprung hin.

Quellen

  • "Potsdamer Siedlungsarchitektur der Vorstädte" in PotsdamLife Ausgabe I 2010, S. 38ff.