Siedlung am Schillerplatz: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 12. Mai 2006, 10:15 Uhr

Nicht auf Friedrich II., auf den ehemaligen Potsdamer Oberbürgermeister General Hans Friedrichs geht die Bezeichnung Friedrichsstadt zurück. Sie befindet sich in der Brandenburger Vorstadt, zwischen Havel und Bahnhof Potsdam Charlottenhof. Friedrichs verfügte 1935 die Gründung einer Genossenschaft (WBG) für Kleinwohnungen. Die Mitgliedschaft kostete 200 Reichsmark, zahlbar in Raten zu je 5 Mark. Die Stadt verkaufte ein 46 Hektar großes Grundstück, das zum Teil mit Schrebergärten bebaut war, an den "Potsdamer Bauverein für Kleinstwohnungen". Dieser errichtete 400 kleinen Wohnungen mit Küche und Bad, Kohlefeuerung, Trockenböden, Kellern und sogar Garagen, die von innen zugänglich waren. Diese so genannten Kraftwagenhallen wurden später als Luftschutzräume genutzt. Sieben Aufgänge wurden bei Bombenangriffen zerstört und 1959 bis 1961 wieder im alten Stil aufgebaut. Die Friedrichsstadt stand bereits in der DDR unter Denkmalschutz, nach der Wende wurde dies durch Aufnahme in die Denkmalliste bestätigt. Damit wird die städtebauliche Qualität des von Georg Fritsch geschaffenen Ensembles anerkannt. Zwischen Havel und Friedrichstadt liegt ein kleiner Stadtteilpark. Eine so genannte Bastion, eine Aussichtsplattform, wird gegenwärtig wieder hier aufgebaut.