Sportpark Luftschiffhafen

Aus PotsdamWiki
Wechseln zu:Navigation, Suche
Datei:Luftschiffhafen.jpg
Das Haupttor des ehem. Luftschiffhafen, um 2006

Das Gelände des ehemailgen Luftschiffhafens bildet den westlichen Ausläufer der Brandenburger Vorstadt und liegt an der Zeppelinstraße.

Geschichte

Die „Hansa“ über dem Haupttor, im Jahr 1911

Im Jahr 1910 erwarb Graf Zeppelin das Gelände für den Luftschiffhafen von der Stadt. Ein Jahr später entstand der Luftschiffhafen und am 09.11.1911 landete hier das erste Luftschiff, die LZ 10 „Schwaben“. Im Jahr 1912 wurde hier die größte Luftschiffhalle von Deutschland errichtet. Ab dem Jahr 1914 wurden die ersten Luftschiffe für den Krieg gebaut. Im Jahr 1917 wurde die Produktion bereits wieder eingestellt und im Jahr 1920 die Halle aufgrund des Versailler Vertrages abgerissen. Die Stadt kaufte im Jahr 1924 das Gelände zurück, um den Sportplatz „Luftschiffhafen“ zu entwickeln. Das 25 Hektar große Grundstück am Templiner See ist ideal für den Wassersport geeignet. Eine von Start bis Ziel gut einzusehende Regattastrecke trug zur schnellen Entwicklung des Geländes bei.

Der Lufftschifhafen in der Nachkriegszeit

Am Luftschiffhafen trainierten ab 1952 die Sportler der Kasernierten Volkspolizei und später die der NVA. In dieser Zeit entstand auch die ASK Vorwärts Potsdam. Aus den Anfangsjahren des Sports sind noch das Stadion Luftschiffhafen und das Regattahaus erhalten.

Ende 1970 entstand auf dem Gelände des Luftschiffhafens die Kinder- und Jugendsportschule Potsdam. Für diesen Zweck wurden ein Internat mit angrenzender Mensa und ein Schulgebäude errichtet. Mit der Zeit entstanden dort eine Schwimm- sowie eine Leichtathletikhalle.

2006 wurde das Stadion saniert, um optimale Trainingsbedingungen für die Ukrainische Nationalmannschaft während ihrer Vorbereitung auf die Fußballweltmeisterschaft zu gewährleisten. Der Leichtathletikcharakter des Stadions Am Luftschiffhafen wurde aber erhalten. Hier hat der leichtathletische Leistungssport auch weiterhin sein Wettkampf- und Trainingsdomizil.

Der Luftschiffhafen heute

Heute wird das Gelände zu einem Zentrum für den Leistungs- und Freizeitsport entwickelt. Die Nutzer sind unter anderem der Olympiastützpunkt Potsdam, der Sportclub Potsdam, Landessportverbände und die Sportschule mit Internat. Der Olympiastützpunkt trainiert in Zusammenarbeit mit den Leistungszentren der Bundesländer Spitzensportler in den Schwerpunktsportarten Kanu-Rennsport, Rudern, Leichtathletik, Schwimmen und an einer Außenstelle in Luckenwalde Ringen. Seit den 1990er Jahren dient das Stadion auch als Trainingsplatz für den Fanfarenzug Potsdam, der sich dort auf internationale Wettkämpfe vorbereitet.

Außerdem stellt der Luftschiffhafen Trainingsplätze für den Vereins- und Studentensport zur Verfügung. Deshalb wird offiziell von einem Sport- und Freizeitpark gesprochen, was aber nicht ganz den Kern der Sache trifft.

Die Trainingsstätten am Luftschiffhafen haben maßgeblich zum Ruf Potsdams als Sportstadt beigetragen. Das war zu DDR-Zeiten so, als dort der Armeesportklub ASK Potsdam ansässig war, und gilt bis heute. Sechs Athleten holten bei der Olympiade in Athen 2004 Gold. Es gab einmal Silber und Bronze für die Deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen, in der sechs Potsdamerinnen dabei waren.


Weblinks