Sportpark Luftschiffhafen

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Der frühere Luftschiffhafen bildet den westlichen Ausläufer der Brandenburger Vorstadt und liegt, wie könnte es andere sein, an der Zeppelinstraße. Von 1911 bis 1918 wurden hier Luftschiffe gebaut und ausprobiert. Nach dem Versailler Vertrag wurde Deutschland die Luftschiffahrt verboten. Die Stadt kaufte 1924 das Gelände, um den Sportplatz Luftschiffhafen zu entwicken. Das 25 Hektar große Grundstück am Templiner See ist ideal für den Wassersport geeignet. Eine von Start bis Ziel gut einzusehende Regattastrecke trug zur schnellen Entwicklung des Geländes bei. Aus den Anfangsjahren des Sports ist noch das Stadion Luftschiffhafen oder das Regattahaus erhalten. Zu DDR-Zeiten entstanden die große Leichtathletikhalle und die Gegenstromanlage für Kanuten.

Heute wird das Gelände zu einem Zentrum für den Leistungs- und Freizeitsport entwickelt. Die Nutzer sind unter anderem der Olympiastützpunkt Potsdam, der Sportclub Potsdam, Landessportverbände und die Sportschule mit Internat. Schließlich am Luftschiffhafen auch die Turbine-Frauen ansässig, die Deutschen Meister im Frauenfußball. Der Olympiastützpunkt trainiert in Zusammenarbeit mit den Leistungszentren der Bundesländer Spitzensportler in den Schwerpunktsportarten Kanu-Rennsport, Rudern, Leichtathletik, Schwimmen und an einer Außenstelle in Luckenwalde Ringen.

Außerdem stellt der Luftschiffhafen Trainingsplätze für den Vereins- und Studentensport zur Verfügung. Deshalb wird offiziell von einem Sport- und Freizeitpark gesprochen, was aber nicht ganz den Kern der Sache trifft.

Die Trainingsstätten am Luftschiffhafen haben maßgeblich zum Ruf Potsdams als Sportstadt beigetragen. Das war zu DDR-Zeiten so, als dort der Armeesportklub ansässig war, und gilt bis heute. Sechs Athleten holten bei der Olympiade in Athen 2004 Gold. Es gab einmal Silber und Bronze für die Deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen, in der sechs Potsdamerinnen dabei waren.