Sportverein Babelsberg 03: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''SV Babelsberg 03''' (kurz „SVB 03“) ist ein Sportverein und hat eine lange Tradition hinter sich. Er wurde als „SC Jugendkraft 1903“ gegründet und hatte die Sektionen Gewichtheben, Kraftsport und Ringen. Zwei Jahre später gründeten fußballinteressierte Arbeiter aus Nowawes den Fußball-Club Fortuna 05 und nahmen am organisierten Spielbetrieb teil. Am 15. Februar 1919 fusionierten beide Vereine zum „SV Nowawes 03“. In den Jahren 1928 und 1929 wurde die Fußballmannschaft von Sepp Herberger, dem späteren Übungsleiter der Nationalmannschaft, trainiert. Die Heimstätte der Fußballer war der damalige Sportplatz am Horstweg, der mit dem Bau der [[Nuthe-Schnellstraße]] abgerissen wurde.
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Der '''SV Babelsberg 03''' (vollständiger Name „Sportverein Babelsberg 03 e.V.“, auch kurz „SVB 03“ genannt) hat seinen Sitz im [[Potsdam]]er Stadtteil [[Babelsberg]], in der [[Karl-Liebknecht-Straße]] Nummer 90, im dortigen [[Karl-Liebknecht-Stadion]].
  
In der NS-Zeit gab es viele Änderungen rund um den Verein. Als die Liga neu strukturiert wurde, wurde der SVB aus ideologichen Gründen benachteiligt. Durch die Vereinigung der Stadt [[Nowawes]] mit der Villenkolonie [[Neubabelsberg]] wurde der undeutsche alte Name gelöscht und die Stadt in [[Babelsberg]] umbenannt. Demzufolge hieß auch der Klub nunmehr SV Babelsberg 03. Ein Jahr später, durch die Eingemeindung Babebelsbergs nach Potsdam und der von den Nazis voran getriebenen Vereinigung mit den "Sportfreunden Potsdam", nannte sich der Klub SV Potsdam 03. Der Zweite Weltkrieg forderte auch bei den Spielern fiele Opfer. 1945 verfügte der Allierte Kontrollrat über die Auflösung aller Vereine, die Mitglied im NS-Reichsbund für Leibesübungen waren. Das betraf auch den SV Potsdam.
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Der Verein wurde als „SC Jugendkraft 1903“ gegründet, durchlief mehrere Etappen mit verschiedenen Namen und wurde im Jahr 1991 in seiner heutigen Form neugegründet. Er besteht aus der Sektion Fußball und der Sektion Tanzsport (Cheerleading). Im April 2009 hatte der Verein 586 Mitglieder. Seine Farben sind blau-weiß.
  
1946 wurde der Verein als SG Babelsberg aus ehemaligen Aktiven von Nulldrei und dem ehemaligen Konkurrenten Eintracht Babelsberg neu gegründet. Als Spielstätte wird der Sportplatz in der [[Karl-Liebknecht-Straße]], wo heute das [[Karl-Liebknecht-Stadion]] steht, bestimmt. 1949 beschlossen die Mitglieder des Vereins, sich der BSG "Märkische Volksstimme" Babelsberg anzuschließen. Die SG Babelsberg löste sich somit auf. In der Saison 1949 / 50 spielt die BSG in der höchsten Spielklasse, der DDR-Oberliga und benennt sich erneut um in BSG Rotation Babelsberg. Der Stürmer Hans Schöne wird Torschützenkönig mit 38 Treffern. Dieser Rekord bleibt bis zum Ende der DDR ungebrochen. Weitere berühmte Spieler waren [[Schröder, Karl-Heinz|Karl-Heinz “Schrippe” Schröder]] (heute Ehrenpräsident des SVB) und [[Tietz, Heinz|Heinz “Schupo” Tietz]]. 1954 erreicht Rotation mit Platz 5 seine beste Leistung. Vier Jahre später erfolgte jedoch der Abstieg in die Zweitklssigkeit. 1960 wurde von den DDR-Oberen beschlossen, sportliche Leistungszentren zu gründen. So entstand 1961 der SC Potsdam. Da dieser Klub keine Sektion Fußball besaß, wurde die Mannschaft von Rotation in den SC Potsdam "delegiert". Dies geschah unter schärfstem - aber erfolglosem - Protest der BSG Rotation. 1966 wurde DDR-weit beschlossen, die Fußballsektionen aus den Leistungszentren herauszulösen. Die BSG Rotation weigerte sich aber, die Spieler des SC Potsdam wieder aufzunehmen. In der unterklassigen BSG Motor Babelsberg fanden die Fußballer einen neuen Verein. Für Rotation Babelsberg bedeutete die "Wegdeligierung" seiner Spieler das sportliche Fiasko. Der als DEFA Babelsberg spielende Verein stieg in die Bedeutungslosigkeit ab und sollte sich davon nie wieder erholen.
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Ein Projekt, welches der Verein und seine Fans gemeinsam bestreiten, ist die Integrierung einer ausschließlich aus Flüchtlingen bestehenden Fußballmannschaft in den Verein. Als vollwertige 3. Mannschaft des SVB nehmen diese Spieler als Mannschaft [[Welcome United 03]] am regulären Spielbetrieb der Kreisliga teil.
Auch für [[Motor Babelsberg]] blieb der sportliche Erfolg aus. Der Verein stieg ab und auf. Erst 1981 gelang wieder der Aufstieg in die DDR-Liga (2. Liga). Auch in dieser Zeit griffen die DDR-Oberen immer wieder in die sportlichen Belange der Vereine ein. Herausragende Spieler der BSG Motor wurden permanent zu Stahl Brandenburg oder Union Berlin "delegiert". Somit wurde ein weiterer Aufstieg in die 1. Liga (DDR-Oberliga) verhindert. Die politische Wende 1989 brachte das Chaos in den Verein. Die finanzielle Unterstützung wurde aufgekündigt und ein neuer Sponsor konnte nicht gefunden werden. Daraufhin verließen 40 Spieler den Verein, viele davon nach Berlin (West).
 
  
1991 verlassen die Fußballer den Verein und begründen - der Tradition folgend - den SV Babelsberg 03 neu. Innerhalb von nur 10 Jahren gelingt der Aufstieg von der brandenburgischen Landesliga in die 2. Bundesliga. Der Vorstand des SVB, der noch nie aus einem vollen Finanztöpfchen schöpfen konnte, steigerte seine unwirtschaftliche Arbeitsweise ins Unermässliche. Trainer wurden einfach entlassen, neue Spieler wurden für viel Geld verpflichtet und weitere Ungereimtheiten folgten. Das brachte Unruhe in die Mannschaft und eine sportliche und sportpolitische Talfahrt für den Verein. Im März 2003 mußte der SVB Insolvenz beantragen. Dank guter Berater und helfenden Freunden konnte die Insolvenz erfolgreich abgeschlossen werden. Es begann ein Neuanfang und der sportliche Erfolg mit dem Wiederaufstieg in die Regionalliga Nord.
 
  
Der Verein besteht aus der Sektion Fußball und der Sektion Tanzsport (Cheerleading). Per Juli 2007 hat der Verein 570 Mitglieder. Seine Farben sind blau-weiß. Die offizielle Adresse lautet: SV Babelsberg 03 e.V.; Karl-Liebknecht-Stadion; Karl-Liebknecht-Straße 90; 14482 Potsdam.
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== Geschichte ==
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[[Bild:Karl-Liebknecht-Stadion.jpg|miniatur|Das Karl-Liebknecht-Stadion (Karli), um 2001]]
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[[Bild:Karli;_Haupteingang_2007.jpg|miniatur|Der Haupteingang vom Karli, im Herbst 2007]]
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Der Verein wurde als „SC Jugendkraft 1903“ gegründet und hatte die Sektionen Gewichtheben, Kraftsport und Ringen. Zwei Jahre später gründeten fußballinteressierte Arbeiter aus [[Nowawes]] den Fußball-Klub „Fortuna 05“ und nahmen am organisierten Spielbetrieb teil. Am 15. Februar 1919 fusionierten beide Vereine zum „SV Nowawes 03“. Die Heimstätte der Fußballer war der damalige Sportplatz am [[Horstweg]], der in den 1970er Jahren mit dem Bau der [[Nuthe-Schnellstraße]] abgerissen wurde. In den Jahren 1928 und 1929 wurde die Fußballmannschaft von Sepp Herberger, dem späteren Übungsleiter der deutschen Nationalmannschaft, trainiert.
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==== Zeit der Hitler-Diktatur ====
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In der Zeit der Nationalsozialisten gab es viele Änderungen rund um den Verein. Als die Liga neu strukturiert wurde, wurde der SVB aus ideologichen Gründen benachteiligt (siehe [[Rotes Nowawes]]). Durch die Vereinigung der Stadt Nowawes mit der Villenkolonie [[Neubabelsberg]] wurde der vorgeblich ''undeutsche'' alte Name gelöscht und die Stadt in Babelsberg umbenannt. Demzufolge hieß auch der Klub nunmehr „SV Babelsberg 03“. Ein Jahr später, durch die Eingemeindung von Babebelsberg nach Potsdam und der von den Nazis voran getriebenen Vereinigung mit den „Sportfreunden Potsdam“, nannte sich der Klub „SV Potsdam 03“. Der Zweite Weltkrieg forderte auch bei den Spielern viele Opfer. 1945 verfügte der Allierte Kontrollrat über die Auflösung aller Vereine, die Mitglied im NS-Reichsbund für Leibesübungen waren. Das betraf auch den ''SV Potsdam''.
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==== Nach dem Zweiten Weltkrieg ====
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1946 wurde der Verein als ''SG Babelsberg'' aus ehemaligen Aktiven von Nulldrei und dem ehemaligen Konkurrenten „Eintracht Babelsberg“ (ehemals [[Concordia Nowawes]]) neu gegründet. Als Spielstätte wurde der Sportplatz in der [[Karl-Liebknecht-Straße|Priesterstraße]] bestimmt, wo später das [[Karl-Liebknecht-Stadion]] entstand. 1949 beschlossen die Mitglieder des Vereins, sich der Betriebssportgemeinschaft ''BSG „Märkische Volksstimme“ Babelsberg'' anzuschließen, womit die ''SG Babelsberg'' aufgelöst wurde. In der Saison 1949/50 spielte die BSG in der höchsten Spielklasse der DDR-Oberliga und benannte sich erneut um: in ''BSG Rotation Babelsberg''. Der Stürmer [[Johannes Schöne|Hans Schöne]] wurde Torschützenkönig mit 38 Treffern. Dieser Rekord blieb bis zum Ende der DDR-Oberliga (1991) ungebrochen. Weitere berühmte Spieler waren [[Karl-Heinz Schröder|Karl-Heinz “Schrippe” Schröder]] (heute Ehrenpräsident des SVB) und [[Heinz Tietz|Heinz “Schupo” Tietz]]. 1954 erreichte Rotation mit Platz 5 seine beste Leistung. Vier Jahre später erfolgte jedoch der Abstieg in die Zweitklassigkeit.
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1960 wurde von den DDR-Oberen beschlossen, sportliche Leistungszentren zu gründen. So entstand 1961 der „[[Sportclub Potsdam|SC Potsdam]]“. Da dieser Klub keine Sektion Fußball besaß, wurde die Mannschaft von Rotation in den SC Potsdam ''delegiert''. Dies geschah unter schärfstem – aber erfolglosem – Protest der BSG Rotation. 1966 wurde DDR-weit beschlossen, die Fußballsektionen aus den Leistungszentren herauszulösen. Die BSG Rotation weigerte sich aber, die Spieler des SC Potsdam wieder aufzunehmen. In der unterklassigen [[Motor Babelsberg|Betriebssportgemeinschaft Motor Babelsberg]] fanden die Fußballer einen neuen Verein. Für Rotation Babelsberg bedeutete die ''Wegdeligierung'' seiner Spieler das sportliche Fiasko. Der als „DEFA Babelsberg“ spielende Verein stieg in die Bedeutungslosigkeit ab und sollte sich davon nie wieder erholen.
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==== Nach der Wende ====
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Im Jahr 1991 verließen die Fußballer den Verein Motor Babelsberg und gründeten – der Tradition folgend – den „SV Babelsberg 03“ neu. Innerhalb von nur 10 Jahren gelang der Aufstieg von der brandenburgischen Landesliga in die 2. Bundesliga. Der Vorstand des SVB, der noch nie aus einem vollen Finanztöpfchen schöpfen konnte, steigerte seine unwirtschaftliche Arbeitsweise ins Unermässliche. Trainer wurden einfach entlassen, neue Spieler wurden für viel Geld verpflichtet und weitere Ungereimtheiten folgten. Das brachte Unruhe in die Mannschaft und eine sportliche und sportpolitische Talfahrt für den Verein. Im März 2003 mußte der SVB Insolvenz beantragen. Dank guter Berater und helfenden Freunden konnte die Insolvenz erfolgreich abgeschlossen werden. Es begann ein Neuanfang und der sportliche Erfolg mit dem Wiederaufstieg in die Regionalliga Nord.
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Bild:Logo_des_SV_Nowawes_03.png‎|Wappen vom SV Nowawes 03
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Bild:BSG_Motor_Babelsberg.jpg|Wappen von Motor Babelsberg                     
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Bild:Logo_des_SVB_03_bis_2003.png|Wappen vom SVB (bis&nbsp;2003)
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== Weblinks ==
 
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* [http://de.wikipedia.org/wiki/SV_Babelsberg_03 SV Babelsberg 03] – Artikel bei der ''Wikipedia''
 
* [http://de.wikipedia.org/wiki/SV_Babelsberg_03 SV Babelsberg 03] – Artikel bei der ''Wikipedia''
  
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* [http://www.ultras-babelsberg.info/ Fanclub Ultras Babelsberg] – Offizielle Webseite
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* [http://www.kicker.de/news/fussball/3liga/vereine/3-liga/2010-11/sv-babelsberg-03-127/vereinsinformationen.html kicker.de]
 
[[Kategorie:Sportvereine]]
 
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Aktuelle Version vom 29. November 2018, 15:16 Uhr

Wappen seit 2003

Der SV Babelsberg 03 (vollständiger Name „Sportverein Babelsberg 03 e.V.“, auch kurz „SVB 03“ genannt) hat seinen Sitz im Potsdamer Stadtteil Babelsberg, in der Karl-Liebknecht-Straße Nummer 90, im dortigen Karl-Liebknecht-Stadion.

Der Verein wurde als „SC Jugendkraft 1903“ gegründet, durchlief mehrere Etappen mit verschiedenen Namen und wurde im Jahr 1991 in seiner heutigen Form neugegründet. Er besteht aus der Sektion Fußball und der Sektion Tanzsport (Cheerleading). Im April 2009 hatte der Verein 586 Mitglieder. Seine Farben sind blau-weiß.

Ein Projekt, welches der Verein und seine Fans gemeinsam bestreiten, ist die Integrierung einer ausschließlich aus Flüchtlingen bestehenden Fußballmannschaft in den Verein. Als vollwertige 3. Mannschaft des SVB nehmen diese Spieler als Mannschaft Welcome United 03 am regulären Spielbetrieb der Kreisliga teil.


Geschichte

Anfänge

Das Karl-Liebknecht-Stadion (Karli), um 2001
Der Haupteingang vom Karli, im Herbst 2007

Der Verein wurde als „SC Jugendkraft 1903“ gegründet und hatte die Sektionen Gewichtheben, Kraftsport und Ringen. Zwei Jahre später gründeten fußballinteressierte Arbeiter aus Nowawes den Fußball-Klub „Fortuna 05“ und nahmen am organisierten Spielbetrieb teil. Am 15. Februar 1919 fusionierten beide Vereine zum „SV Nowawes 03“. Die Heimstätte der Fußballer war der damalige Sportplatz am Horstweg, der in den 1970er Jahren mit dem Bau der Nuthe-Schnellstraße abgerissen wurde. In den Jahren 1928 und 1929 wurde die Fußballmannschaft von Sepp Herberger, dem späteren Übungsleiter der deutschen Nationalmannschaft, trainiert.

Zeit der Hitler-Diktatur

In der Zeit der Nationalsozialisten gab es viele Änderungen rund um den Verein. Als die Liga neu strukturiert wurde, wurde der SVB aus ideologichen Gründen benachteiligt (siehe Rotes Nowawes). Durch die Vereinigung der Stadt Nowawes mit der Villenkolonie Neubabelsberg wurde der vorgeblich undeutsche alte Name gelöscht und die Stadt in Babelsberg umbenannt. Demzufolge hieß auch der Klub nunmehr „SV Babelsberg 03“. Ein Jahr später, durch die Eingemeindung von Babebelsberg nach Potsdam und der von den Nazis voran getriebenen Vereinigung mit den „Sportfreunden Potsdam“, nannte sich der Klub „SV Potsdam 03“. Der Zweite Weltkrieg forderte auch bei den Spielern viele Opfer. 1945 verfügte der Allierte Kontrollrat über die Auflösung aller Vereine, die Mitglied im NS-Reichsbund für Leibesübungen waren. Das betraf auch den SV Potsdam.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

1946 wurde der Verein als SG Babelsberg aus ehemaligen Aktiven von Nulldrei und dem ehemaligen Konkurrenten „Eintracht Babelsberg“ (ehemals Concordia Nowawes) neu gegründet. Als Spielstätte wurde der Sportplatz in der Priesterstraße bestimmt, wo später das Karl-Liebknecht-Stadion entstand. 1949 beschlossen die Mitglieder des Vereins, sich der Betriebssportgemeinschaft BSG „Märkische Volksstimme“ Babelsberg anzuschließen, womit die SG Babelsberg aufgelöst wurde. In der Saison 1949/50 spielte die BSG in der höchsten Spielklasse der DDR-Oberliga und benannte sich erneut um: in BSG Rotation Babelsberg. Der Stürmer Hans Schöne wurde Torschützenkönig mit 38 Treffern. Dieser Rekord blieb bis zum Ende der DDR-Oberliga (1991) ungebrochen. Weitere berühmte Spieler waren Karl-Heinz “Schrippe” Schröder (heute Ehrenpräsident des SVB) und Heinz “Schupo” Tietz. 1954 erreichte Rotation mit Platz 5 seine beste Leistung. Vier Jahre später erfolgte jedoch der Abstieg in die Zweitklassigkeit.

1960 wurde von den DDR-Oberen beschlossen, sportliche Leistungszentren zu gründen. So entstand 1961 der „SC Potsdam“. Da dieser Klub keine Sektion Fußball besaß, wurde die Mannschaft von Rotation in den SC Potsdam delegiert. Dies geschah unter schärfstem – aber erfolglosem – Protest der BSG Rotation. 1966 wurde DDR-weit beschlossen, die Fußballsektionen aus den Leistungszentren herauszulösen. Die BSG Rotation weigerte sich aber, die Spieler des SC Potsdam wieder aufzunehmen. In der unterklassigen Betriebssportgemeinschaft Motor Babelsberg fanden die Fußballer einen neuen Verein. Für Rotation Babelsberg bedeutete die Wegdeligierung seiner Spieler das sportliche Fiasko. Der als „DEFA Babelsberg“ spielende Verein stieg in die Bedeutungslosigkeit ab und sollte sich davon nie wieder erholen.

Nach der Wende

Im Jahr 1991 verließen die Fußballer den Verein Motor Babelsberg und gründeten – der Tradition folgend – den „SV Babelsberg 03“ neu. Innerhalb von nur 10 Jahren gelang der Aufstieg von der brandenburgischen Landesliga in die 2. Bundesliga. Der Vorstand des SVB, der noch nie aus einem vollen Finanztöpfchen schöpfen konnte, steigerte seine unwirtschaftliche Arbeitsweise ins Unermässliche. Trainer wurden einfach entlassen, neue Spieler wurden für viel Geld verpflichtet und weitere Ungereimtheiten folgten. Das brachte Unruhe in die Mannschaft und eine sportliche und sportpolitische Talfahrt für den Verein. Im März 2003 mußte der SVB Insolvenz beantragen. Dank guter Berater und helfenden Freunden konnte die Insolvenz erfolgreich abgeschlossen werden. Es begann ein Neuanfang und der sportliche Erfolg mit dem Wiederaufstieg in die Regionalliga Nord.

Weblinks