Stadtgraben

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Potsdam im 16. Jahrhundert

Der Stadtgraben war einst ein ausgebauter Fließ. Dieser diente, (vermutlich) durch einen Wall und einem Palisadenzaun verstärkt, als Schutz vor Eindringlingen. Er begann an der Alten Fahrt gegenüber dem Inselcafe der Freundschaftsinsel. Von dort führte er bogenförmig um die Stadt herum. Dabei verlief er in Etwa über die heutige Joliot-Curie-Straße, der Straße Am Kanal, dem Neuen Markt und floß südlich des Filmmuseums wieder in der Havel.

Zur Querung des Grabens gab es vier Brücken. Eine Brücke befand sich östlich der Innenstadt und lag in der Burgstraße. Zwei weitere Brücken lagen im Nordosten und führten in Richtung Spandau und Nauen. Beide Brücken wurden durch das Grüntor gesichert. Im Westen, in Richtung Brandenburg an der Havel, lag die Kiezbrücke mit dem gleichnamigen Tor. Brücke und Tor befanden sich auf dem Neuen Markt, westlich der heutigen Ratswaage.

Im Zuge der beiden Stadterweiterungen ließ König Friedrich Wilhelm I. den Stadtgraben teilweise zuschütten und erweiterte die verbliebenen Reste zum Stadtkanal. Die Brücken und die entsprechenden Stadttore wurden notwendiger Weise entfernt.

Quellen

  • „Potsdam-Lexikon, Stadtgeschichte von A bis Z“, Götzmann, Jutta; Wernicke, Thomas; Winkler, Kurt (Hrsg.); Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin, 2010, S. 219f; ISBN 978-3-942476-03-4.