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Der '''Tag von Potsdam''' (früher auch „Tag der nationalen Erneuerung“) fand am 21. März 1933 in [[Potsdam]] statt. Er war eine Inszenierung der Nationalsozialisten anlässlich der Einberufung des neuen Reichstages. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde dabei in einen preußisch-deutschen Zusammenhang gesetzt, womit man weiteren Rückhalt im In- und Ausland gewinnen wollte. Denn bei den Wahlen zum neuen Reichstag verfehlte die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) trotz aller Einschüchterungsversuche die absolute Mehrheit. Die eigentliche konstituierende Sitzung des Reichstags fand jedoch nicht in der [[Garnisonkirche]], sondern erst später am Tag in der Berliner Kroll-Oper statt.
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Am 21. März 1933 versammelte sich in der [[Garnisonkirche]] von Potsdam der neu gewählte Reichstag zu einem Staatsakt, jedoch ohne die gewählten Abgeordneten der Sozialdemokratischen Partei (SPD) und der Kommunistischen Partei Deutschland (KPD). Anschließend hielten der Reichspräsident [[Paul von Hindenburg]] sowie Adolf Hitler eine kurze Rede vor der Kirche. Nach einer Militärparade durch die [[Breite Straße]] gab es einen evangelischen Festgottesdienst in der [[Nikolaikirche]] und einen katholischen in der [[Sankt-Peter-und-Paul-Kirche]]. Daran nahmen Hitler und Goebbels nicht teil. Nach einem Triumphmarsch durch die Stadt trafen sich alle Teilnehmer, jetzt auch Hitler und Goebbels, wieder vor der Garnisionkirche. Nach dem Festakt in der Kirche begrüßten die wichtigsten Persönlichkeiten den ehemaligen kaiserlichen Feldherren Hindenburg. Auch Hitler war unter diesen Personen. Diese Begegnung war zwar kurz, wurde aber propagandistisch hoch gespielt. Dazu diente einerseits eine Filmaufnahme, vorallem aber das Foto eines US-amerikanischen Fotographen, der Hitler in unterwürfigen Verbeugung vor dem Reichspräsidenten zeigt.
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Ziel der Veranstaltung war, allen Beobachtern zu zeigen, daß es eine fortlaufende Linie zwischen dem königlichen [[Preußen]] und dem Deutschland der NSDAP - über [[Friedrich II.]], [[Wilhelm II.]], Hindenburg bis zu Hitler. Auch deshalb wurde als Veranstaltungsort die ehemalige Residenzstadt der einst regierenden [[Hohenzollern]] gewählt.
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* [[Nacht von Potsdam]]
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* [http://de.wikipedia.org/wiki/Tag_von_Potsdam Tag von Potsdam] – Artikel bei der ''Wikipedia''
  
 
[[Kategorie:Historische Begebenheiten]]
 
[[Kategorie:Historische Begebenheiten]]

Aktuelle Version vom 29. April 2015, 11:31 Uhr

Die Rede von Adolf Hitler in der Garnisonkirche

Der Tag von Potsdam (früher auch „Tag der nationalen Erneuerung“) fand am 21. März 1933 in Potsdam statt. Er war eine Inszenierung der Nationalsozialisten anlässlich der Einberufung des neuen Reichstages. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde dabei in einen preußisch-deutschen Zusammenhang gesetzt, womit man weiteren Rückhalt im In- und Ausland gewinnen wollte. Denn bei den Wahlen zum neuen Reichstag verfehlte die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) trotz aller Einschüchterungsversuche die absolute Mehrheit. Die eigentliche konstituierende Sitzung des Reichstags fand jedoch nicht in der Garnisonkirche, sondern erst später am Tag in der Berliner Kroll-Oper statt.

Geschichte

Am 21. März 1933 versammelte sich in der Garnisonkirche von Potsdam der neu gewählte Reichstag zu einem Staatsakt, jedoch ohne die gewählten Abgeordneten der Sozialdemokratischen Partei (SPD) und der Kommunistischen Partei Deutschland (KPD). Anschließend hielten der Reichspräsident Paul von Hindenburg sowie Adolf Hitler eine kurze Rede vor der Kirche. Nach einer Militärparade durch die Breite Straße gab es einen evangelischen Festgottesdienst in der Nikolaikirche und einen katholischen in der Sankt-Peter-und-Paul-Kirche. Daran nahmen Hitler und Goebbels nicht teil. Nach einem Triumphmarsch durch die Stadt trafen sich alle Teilnehmer, jetzt auch Hitler und Goebbels, wieder vor der Garnisionkirche. Nach dem Festakt in der Kirche begrüßten die wichtigsten Persönlichkeiten den ehemaligen kaiserlichen Feldherren Hindenburg. Auch Hitler war unter diesen Personen. Diese Begegnung war zwar kurz, wurde aber propagandistisch hoch gespielt. Dazu diente einerseits eine Filmaufnahme, vorallem aber das Foto eines US-amerikanischen Fotographen, der Hitler in unterwürfigen Verbeugung vor dem Reichspräsidenten zeigt.

Ziel der Veranstaltung war, allen Beobachtern zu zeigen, daß es eine fortlaufende Linie zwischen dem königlichen Preußen und dem Deutschland der NSDAP - über Friedrich II., Wilhelm II., Hindenburg bis zu Hitler. Auch deshalb wurde als Veranstaltungsort die ehemalige Residenzstadt der einst regierenden Hohenzollern gewählt.


Siehe auch

Weblinks