Teppichfabrik Karl Hozák

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Der ehemalige Standort der Teppichfabrik, im Jahr 2009

Die Teppichfabrik Karl Hozák hatte ihren Sitz im heutigen Potsdamer Stadtteil Babelsberg, in der Straße Alt Nowawes, direkt neben der Mechanische Jute- und Hanfweberei.

Geschichte

Die Teppichfabrik, um 1920

Die Firma Karl Hozák wurde im Jahr 1884 in der Weberkolonie Nowawes gegründet. Sie befand sich in der Wilhelmstraße, direkt neben der Mechanischen Jute- und Hanfweberei von Louis Nathan, und produzierte hauptsächlich Teppiche. Die Firma trug den Titel eines königlichen und kaiserlichen Hoflieferanten und versorgte unter anderem die Potsdamer Schlösser, das Berliner Stadtschloß, das Reichstaggebäude und den preußischen Landtag mit seinen handgeknüpften Smyrna-Teppichen.


Im Schloss Cecilienhof liegt in dem Zimmer, in dem das Abkommen der Potsdamer Konferenz unterschrieben wurde, noch heute (Stand: August 2007) ein Teppich aus der Produktion der Firma Karl Hozák.


Seit 2011 steht auf dem Gelände der Fabrik der Neubau der Oberlinschule, die zum Komplex des Oberlinhauses gehört.

Quellen

  • „Neuendorf-Nowawes-Babelsberg – Stationen eines Stadtteils“ – Geiger-Verlag, Horb am Neckar, 2000; ISBN 3-89570-653-1