UFA Film & TV Produktion: Unterschied zwischen den Versionen

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Im Jahr 1911 wurde der Direktor der Bioscop, Erich Zeiske, von dem technischen Leiter der UFA, Guido Seeber, überzeugt, ein neues großes Atelier außerhalb Berlins zu bauen. Dazu wurde ein Gelände gesucht, welches frei stand, damit das Licht optimal genutzt werden konnte. Nach umfangreicher Suche fand Seeber eine ehemalige Kunstblumenfabrik in [[Neubabelsberg]]. Diese stand auf einem großen Grundstück, so dass das Licht ungehindert hinein fallen konnte. Im November 1911 erwarb Bioscop das Gelände und renovierte das alte Fabrikgebäude. Zudem wurde als Anbau ein Glasatelier in den Wintermonaten 1911 bis 1912 errichtet. Im Februar 1912 konnte dann der erste Film gedreht werden.
 
Im Jahr 1911 wurde der Direktor der Bioscop, Erich Zeiske, von dem technischen Leiter der UFA, Guido Seeber, überzeugt, ein neues großes Atelier außerhalb Berlins zu bauen. Dazu wurde ein Gelände gesucht, welches frei stand, damit das Licht optimal genutzt werden konnte. Nach umfangreicher Suche fand Seeber eine ehemalige Kunstblumenfabrik in [[Neubabelsberg]]. Diese stand auf einem großen Grundstück, so dass das Licht ungehindert hinein fallen konnte. Im November 1911 erwarb Bioscop das Gelände und renovierte das alte Fabrikgebäude. Zudem wurde als Anbau ein Glasatelier in den Wintermonaten 1911 bis 1912 errichtet. Im Februar 1912 konnte dann der erste Film gedreht werden.
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Im Jahr 1917 wurde dann die „Universum Film AG“, im Gebäude des Generalstabs in Berlin, gründete. Ab dem Jahr 1923 stellte Neubabelsberg das Zentrum der UFA-Produktion da und beschäftigte 4.000 Angestellte und Film-Arbeiter. Zwei Jahre später wurde eine Riesenhalle, das größte Film-Atelier Europas, mit 8.000 Quadratmeter bebauter Fläche, errichtet.
 
Im Jahr 1917 wurde dann die „Universum Film AG“, im Gebäude des Generalstabs in Berlin, gründete. Ab dem Jahr 1923 stellte Neubabelsberg das Zentrum der UFA-Produktion da und beschäftigte 4.000 Angestellte und Film-Arbeiter. Zwei Jahre später wurde eine Riesenhalle, das größte Film-Atelier Europas, mit 8.000 Quadratmeter bebauter Fläche, errichtet.
 
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Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, mussten manche Mitarbeiter aus Deutschland emigrieren. Durch die Gründung des „Ministeriums für Propaganda und Volksaufklärung“ unter der Leitung von Joseph Goebbels, wurden die Filmproduktionen in ganz Deutschland durch die Regierung kontrolliert. Um die geforderten Aufgaben von Goebbels realisieren zu können, wurden bald nach Kriegsbeginn [[Zwangsarbeitslager]] auf dem UFA-Gelände eingerichtet und vorallem osteuropäische Zivilisten zur Sklavenarbeit herangezogen.
 
Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, mussten manche Mitarbeiter aus Deutschland emigrieren. Durch die Gründung des „Ministeriums für Propaganda und Volksaufklärung“ unter der Leitung von Joseph Goebbels, wurden die Filmproduktionen in ganz Deutschland durch die Regierung kontrolliert. Um die geforderten Aufgaben von Goebbels realisieren zu können, wurden bald nach Kriegsbeginn [[Zwangsarbeitslager]] auf dem UFA-Gelände eingerichtet und vorallem osteuropäische Zivilisten zur Sklavenarbeit herangezogen.

Version vom 8. Dezember 2009, 13:59 Uhr

Die ehemalige Universum Film Aktiengesellschaft – heute „UFA Film & TV Produktion GmbH“ und kurz noch immer UFA genannt – ist ein traditionsreiches deutsches Filmunternehmen, welches zu Beginn des 20sten Jahrhundert gegründet wurde. Das Unternehmen hat seinen Sitz im Potsdamer Stadtteil Babelsberg, in der sogenannten „Medienstadt Babelsberg“, in der Dianastraße Nummer 21.

In der Zeit der DDR wurde das Unternehmen als „Deutsche Film-Aktiengesellschaft“ – kurz „DEFA“ – bezeichnet.

Geschichte

Das UFA-Gelände, um 1930

Im Jahr 1911 wurde der Direktor der Bioscop, Erich Zeiske, von dem technischen Leiter der UFA, Guido Seeber, überzeugt, ein neues großes Atelier außerhalb Berlins zu bauen. Dazu wurde ein Gelände gesucht, welches frei stand, damit das Licht optimal genutzt werden konnte. Nach umfangreicher Suche fand Seeber eine ehemalige Kunstblumenfabrik in Neubabelsberg. Diese stand auf einem großen Grundstück, so dass das Licht ungehindert hinein fallen konnte. Im November 1911 erwarb Bioscop das Gelände und renovierte das alte Fabrikgebäude. Zudem wurde als Anbau ein Glasatelier in den Wintermonaten 1911 bis 1912 errichtet. Im Februar 1912 konnte dann der erste Film gedreht werden.

Da die Filme einen sehr guten Absatz im In- und Ausland fanden, waren die Kopiereinrichtungen des Gebäudes bald zu klein. Deswegen wurde ein zweiter Geländestreifen mit 6.000 Quadratmeter gekauft. Auf ihm wurde ein zweites Haus erbaut, mit einem kompletten zweiten Aufnahmeatelier und einer Kopieranstalt. Im Jahr 1913 wurde auch diese Anlage in Betrieb genommen. Weil keine Freigebäude auf dem kleinen Gelände errichtet werden konnten, kaufte die UFA noch ein zweites Grundstück mit einer Größe von 4 Hektar. Als erstes wurde ein Zirkus aufgebaut, jedoch nur zu 3/8 seiner Größe, dann kam als erster wirklich großer Freibau eine arabische Straße hinzu. Beide Objekte hatten eine Lebensdauer von etwa 10 Jahren.

Im Jahr 1917 wurde dann die „Universum Film AG“, im Gebäude des Generalstabs in Berlin, gründete. Ab dem Jahr 1923 stellte Neubabelsberg das Zentrum der UFA-Produktion da und beschäftigte 4.000 Angestellte und Film-Arbeiter. Zwei Jahre später wurde eine Riesenhalle, das größte Film-Atelier Europas, mit 8.000 Quadratmeter bebauter Fläche, errichtet.

Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, mussten manche Mitarbeiter aus Deutschland emigrieren. Durch die Gründung des „Ministeriums für Propaganda und Volksaufklärung“ unter der Leitung von Joseph Goebbels, wurden die Filmproduktionen in ganz Deutschland durch die Regierung kontrolliert. Um die geforderten Aufgaben von Goebbels realisieren zu können, wurden bald nach Kriegsbeginn Zwangsarbeitslager auf dem UFA-Gelände eingerichtet und vorallem osteuropäische Zivilisten zur Sklavenarbeit herangezogen.

Datei:Gründung der DEFA.jpg
Die Gründung der DEFA

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde, am 17. Mai 1946, im Althoff-Atelier in der Straße Alt Nowawes, die „Deutsche Film-Aktiengesellschaft“ (kurz „DEFA“) gegründet, welche bereits nach der Wende wieder in die UFA überging.

Seit 1991 sind die Produktionsfirmen der UFA Berlin mit neuem Logo das größte deutsche Produktionsunternehmen. Bekannte Filme und Serien der UFA sind unter anderem:

  • 1913 – Der Student von Prag
  • 1927 – Metropolis
  • 1930 – Der blaue Engel
  • 1943 – Münchhausen
  • 1992–2008 – Gute Zeiten, Schlechte Zeiten
  • 2005–2007 – Verliebt in Berlin

..und viele weitere.

Siehe auch

Weblinks

  • ufa.de – Offizielle Webseite