Villa Fritzsche

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Die Villa Fritzsche befindet sich in der Geschwister-Scholl-Straße 53. Das Gebäude im wurde in zahlreichen Bauphasen im Stile des Historismus aus Backstein errichtet. Im Inneren sind hölzerne Wandverkleidungen, ein Kamin, Säulen aus Kunstmarmor und Stuckdecken erhalten. Das Gebäude befindet sich in privatem Besitz und wurde vom Eigentümer bis 2017 mit größtem Aufwand saniert.

Villa Fritzsche

Geschichte

1867 wurden auf dem Grundstück ein Federviehstall, ein Treibhaus und ein Gärtnerhaus errichtet. Das Gartenhaus wurde 1876 für den Berliner Hotelbesitzer A. Dreitzel umgebaut. Es bekam seinen Turm, das Eingangsportal und den Holzgiebel. Den Umbau leitete Baumeister August Grabkowsky. 1890 erfolgte ein erneuter Umbau durch den Bankdirektor Robert Lesser. In dieser Zeit entstanden ein Saal, ein Kutscherhaus und ein Reitstall. Damit wurde Ernst Petzholtz beauftragt. 1903 wurde das Gebäude für den Bauherrn und Architekten Karl Fritzsche erweitert. 1907 erfolgte eine neuerliche Erweiterung. Es entstanden ein Herrenzimmer, ein Salon und ein Wintergarten (Palmenhaus). 1912 folgte eine neue Orangerie.

1916 wird Ignatz Gentil neuer Eigentümer. Das jüdische Ehepaar lebte noch 1932 in dem Haus und verließ später Deutschland. Nach der mutmaßlichen Enteignung lebten 1941 bis 1945 dort Mitarbeiter der Arado-Flugzeugwerke und deren Familien. Auch holländische Zwangsarbeiter waren dort untergebracht. Zu DDR-Zeiten fand sich in der Villa der Kindergarten der Pädagogischen Hochschule Potsdam. Dort war noch bis 2006 als AWO-Kita "Tausendfüßler", die jetzt Gebäude auf dem Hof, Geschwister-Scholl-Straße 52a nutzt.

Gärtnerhaus zur Villa Fritzsche

Quellen