Villa Ingenheim: Unterschied zwischen den Versionen

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Nach der Kapitulation besetzte die Sowjetarmee den Gebäudekomplex und brachte hier bis 1953 den Geheimdienst [[NKWD]], Vorgänger des [[KGB]], unter.
 
Nach der Kapitulation besetzte die Sowjetarmee den Gebäudekomplex und brachte hier bis 1953 den Geheimdienst [[NKWD]], Vorgänger des [[KGB]], unter.
 
Nach der Übergabe an die [[Nationale Volksarmee]] wurde die Liegenschaft als Sitz für das [[Militärgeschichtliche Institut]] (Ost) genutzt, das 1992 aufgelöst wurde. In der Übergangszeit bis zur Übernahme durch das Militärgeschichtliche Forschungsamt (West) hatte hier unter anderem die Zentrale Ermittungsstelle für Regierungs- und Vereinigungskriminalität ihren Sitz.
 
Nach der Übergabe an die [[Nationale Volksarmee]] wurde die Liegenschaft als Sitz für das [[Militärgeschichtliche Institut]] (Ost) genutzt, das 1992 aufgelöst wurde. In der Übergangszeit bis zur Übernahme durch das Militärgeschichtliche Forschungsamt (West) hatte hier unter anderem die Zentrale Ermittungsstelle für Regierungs- und Vereinigungskriminalität ihren Sitz.
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[[Category:Villen und Bürgerhäuser]]

Version vom 8. März 2006, 17:03 Uhr

Die Villa Ingenheim ist seit 1994 Sitz vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt, das zuvor seinen Sitz in Freiburg i.Br. hatte. Die gesamte Anlage wurde in mehreren Etappen aufwändig saniert und konnte 1998 eingeweiht werden. Die ältesten Bauteile der Villa gehen auf das Jahr 1825 zruück. Der Berliner Obermedizinalrat Friedrich August Walter ließ auf dem Gelände einer ehemaligen Ziegelei eine Villa im italienischen Stil errichten. Mitte des Jarhhunderts verkaufte er an den Grafen Gustav Adolf Wilhelm von Ingenheim. Dessen Sohn Julius wiederum veräußerte die Villa 1894 an die Hohenzollern. Diese führten Erweiterungen und Umbauten durch. Nach der Abdankung des Kaisers 1918 blieb die Villa im Besitz der Hohenzollern. Hier lebten ab 1906 Prinz Eitel Friedrich, der zweite Sohn von Kaiser Wilhelm II. und seine Gattin die Herzogin Sophie Charlotte von Oldenburg. Nach der Scheidung 1926 lebte der Prinz allein dort und verbrachte die Jahre bis zu seinem Tod 1942 in der Villa Ingenheim. Nach der Kapitulation besetzte die Sowjetarmee den Gebäudekomplex und brachte hier bis 1953 den Geheimdienst NKWD, Vorgänger des KGB, unter. Nach der Übergabe an die Nationale Volksarmee wurde die Liegenschaft als Sitz für das Militärgeschichtliche Institut (Ost) genutzt, das 1992 aufgelöst wurde. In der Übergangszeit bis zur Übernahme durch das Militärgeschichtliche Forschungsamt (West) hatte hier unter anderem die Zentrale Ermittungsstelle für Regierungs- und Vereinigungskriminalität ihren Sitz.