Villa Kellermann

Aus PotsdamWiki
Wechseln zu:Navigation, Suche
Villa Kellermann.jpg
Villa Kellermann von der Garten- und Seeseite


Die so genannte Villa Kellermann (Mangerstraße 34 - 36) gehört seit 2005 den Gisela und Hans-Joachim Sander, die zu den Erben des Kosmetikkonzerns Wella zählen, der 2003 an Procter & Gamble verkauft worden ist. Das 2700 Quadratmeter große Grundstück ging für 1,7 Millionen Euro an die Familie, die eine private Nutzung plant. Vorheriger Eigentümer der Villa war der Investor Johannes Rey, der in einer Zwangsversteigerung verkaufen musste. Rey wurde bekannt durch einen jahrelang anhaltenden Streit mit dem Gastwirt des im Hause befindlichen Ristorante Villa Kellermann, Maximilian Dreier. Die Villa wurde 1914 durch den Architekten A. Günther für den Zeremonienmeister W. von Hardt geplant. Das Haus war bereits damals mit einem Speisenaufzug und einem Fahrstuhl mit vier Einstiegsebenen ausgestattet. Außerdem verfügte es im Vorgarten über eine eigene Tankstelle mit 750-Liter-Tank und einer Zapfsäule. Nach Hardt bezog der Bankier Emil Wittenberg das Gebäude. Ab 1945 wurde es durch den Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands übernommen. Als Kulturbundhaus erhielt die Villa den Namen Bernhard Kellermann (1879 - 1951), der durch seinen Roman Der Tunnel 1913 bekannt wurde.