Villa Kleist: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 6. Juli 2009, 17:42 Uhr

Die Kleist-Villa, im Sommer 2006

Als Kleist-Villa im Potsdamer Stadtteil Berliner Vorstadt wird das Gebäude in der Berliner Straße Nummer 130 bezeichnet.

Geschichte

In diesem Haus wohnte als erster der Kommandeur der Garde-Husaren, Oberst von Malachowski. Dieser hatte dort im Jahr 1824 einen repräsentativen Bau errichten lassen, welche in Potsdam damals häufig aus Staatsgeldern bezahlt wurde.

Zwar wurde die auf der gegenüberliegenden Straßenseite gelegene Leibgarde-Husaren-Kaserne erst in den Jahren 1867 bis 1868 errichtet, aber als die Kommandeursvilla gebaut wurde, befanden sich am Havelufer bereits ein Übungsplatz und Pferdeställe für die reitende Truppe (Kavallerie).

In den folgenden Jahrzehnten wechselten die Eigentümer häufig. Im Jahr 1910 wurde die Villa an den Königlichen Kammerherren Baron Ewald von Kleist verkauft. Dieser ließ die Villa von dem Architekten Otto Rehnig umplanen.

In den 1990er Jahren wurde die Kleist-Villa von der Deutschen Bundesbank renoviert und als Seminargebäude genutzt. Sie bildet einen Komplex mit dem Büroneubau in der Helmholtzstraße Nummer 5. Das Land Brandenburg kaufte das Bürohaus und die Kleist-Villa, um die Gebäude dem 2009 neu gegründeten Institute for Advanced Sustainabiliy Studies zur Verfügung zu stellen. Die Kleist-Villa soll dann, wie schon bei der Bundesbank, für Tagungen und Konferenzen vorgesehen werden. Außerdem soll dann der Gründungsdirektor – der ehemalige Bundesumweltminister, Klaus Töpfer – hier seinen Sitz haben.