Villa Metz

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Die Villa, Anfang 2001

Die Villa Metz, ursprünglich von den Potsdamern „Weiße Villa“ genannt, später als „Villa Kameke“ und „Villa Wunderkind“ bezeichnet, befindet sich in der Berliner Vorstadt von Potsdam, in der Seestraße 35–37, gegenüber dem Marmorpalais, am Heiligen See. Die Villa, die eine Wohnfläche von 1.200 Quadratmetern hat, steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Die Gattin des Amtsgerichtsrates Otto Metz, Wanda Metz, hatte dem Architekten Paul Renner den Auftrag gegeben, ein Gebäude im Stil der italienischen Renaissance zu errichten, das mit dem gegenüberliegenden Marmorpalais harmoniert. So entstand im Jahr 1908 ein vornehmer, auf das Wasser ausgerichteter Bau. Vom Volksmund wurde das Bauwerk wegen seines Aussehens „Weiße Villa“ genannt. Die Villa ging in den 1920er Jahren in den Besitz des Senatspräsidenten des Preußischen Verwaltungsgerichts Karl Otto Kameke über, weshalb sie dann als „Villa Kameke“ bezeichnet wurde. In dem Haus wohnte von 1943 bis 1944 der Diplomat Max Ulrich von Drechsel, der wegen seiner Beteiligung am Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 hingerichtet wurde.

Zu DDR-Zeiten hatte die Britische Militärverbindungsmission in der Villa ihren Sitz. Nach der politischen Wende zogen die Briten aus der Villa aus. Das Gebäude wurde später – als die erste von drei Villen – von dem Modemacher Wolfgang Joop gekauft, der dort seine Firma „Wunderkind Art“ gegründete, was der Villa auch den neuen Namen gab. Durch Umbauarbeiten in wurde sie in den heutigen klassizistisch anmutenden Stil versetzt.

Im Jahr 2017 verkaufte Joop die Villa, einschließlich dem Grundstück, an die gemeinnützige Hasso-Plattner-Stiftung (HPS).

Weitere Bilder

Quellen