Villa Metz: Unterschied zwischen den Versionen

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Als '''Villa Wunderkind''' wird im Volksmund der große weiße Palast gegenüber dem [[Neues Palais|Neuen Palais]] bezeichnet. Das Gebäude in der Seestraße 35 - 37 ist die erste von drei Villen, die die Modemacher [[Wolfgang Joop]] hier am Heiligen See gekauft hat. Das klassizistisch anmutende Gebäude entstand in seiner heutigen Erscheinung durch Umbau. Die Gattin des Amtsgerichtsrates [[Dr. Otto Metz]], [[Wanda Metz]], hatte dem Architekten [[Paul Renner]] den Auftrag gegeben, ein Gebäude im Stil der italienischen Renaissance zu errichten, das mit dem gegenüberliegenden Marmorpalais harmoniert. So entstand 1908 ein vornehmer, auf das Wasser  ausgerichteter Bau. Die Villa ging in den 20-er Jahren in den Besitz des Senatspräsidenten des Preußischen Verwaltungsgerichts [[Karl Otto Kameke]] über, deswegen wird sie mitunter auch als Villa Kameke bezeichnet. In dem Haus wohnte von 1943 bis 1944 der Diplomat [[Max Ulrich Graf von Drechsel]], der wegen seiner Beteiligung am Umsturzversuch vom [[20. Juli]] 1944 hingerichtet wurde. Zu DDR-Zeiten hatte die [[Britische Militärverbindungsmission]] in der Villa ihren Sitz.
 
Als '''Villa Wunderkind''' wird im Volksmund der große weiße Palast gegenüber dem [[Neues Palais|Neuen Palais]] bezeichnet. Das Gebäude in der Seestraße 35 - 37 ist die erste von drei Villen, die die Modemacher [[Wolfgang Joop]] hier am Heiligen See gekauft hat. Das klassizistisch anmutende Gebäude entstand in seiner heutigen Erscheinung durch Umbau. Die Gattin des Amtsgerichtsrates [[Dr. Otto Metz]], [[Wanda Metz]], hatte dem Architekten [[Paul Renner]] den Auftrag gegeben, ein Gebäude im Stil der italienischen Renaissance zu errichten, das mit dem gegenüberliegenden Marmorpalais harmoniert. So entstand 1908 ein vornehmer, auf das Wasser  ausgerichteter Bau. Die Villa ging in den 20-er Jahren in den Besitz des Senatspräsidenten des Preußischen Verwaltungsgerichts [[Karl Otto Kameke]] über, deswegen wird sie mitunter auch als Villa Kameke bezeichnet. In dem Haus wohnte von 1943 bis 1944 der Diplomat [[Max Ulrich Graf von Drechsel]], der wegen seiner Beteiligung am Umsturzversuch vom [[20. Juli]] 1944 hingerichtet wurde. Zu DDR-Zeiten hatte die [[Britische Militärverbindungsmission]] in der Villa ihren Sitz.
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[[Category:Villen und Bürgerhäuser]]

Version vom 8. März 2006, 17:05 Uhr

Als Villa Wunderkind wird im Volksmund der große weiße Palast gegenüber dem Neuen Palais bezeichnet. Das Gebäude in der Seestraße 35 - 37 ist die erste von drei Villen, die die Modemacher Wolfgang Joop hier am Heiligen See gekauft hat. Das klassizistisch anmutende Gebäude entstand in seiner heutigen Erscheinung durch Umbau. Die Gattin des Amtsgerichtsrates Dr. Otto Metz, Wanda Metz, hatte dem Architekten Paul Renner den Auftrag gegeben, ein Gebäude im Stil der italienischen Renaissance zu errichten, das mit dem gegenüberliegenden Marmorpalais harmoniert. So entstand 1908 ein vornehmer, auf das Wasser ausgerichteter Bau. Die Villa ging in den 20-er Jahren in den Besitz des Senatspräsidenten des Preußischen Verwaltungsgerichts Karl Otto Kameke über, deswegen wird sie mitunter auch als Villa Kameke bezeichnet. In dem Haus wohnte von 1943 bis 1944 der Diplomat Max Ulrich Graf von Drechsel, der wegen seiner Beteiligung am Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 hingerichtet wurde. Zu DDR-Zeiten hatte die Britische Militärverbindungsmission in der Villa ihren Sitz.