Villa Mirbach: Unterschied zwischen den Versionen

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Von den Häusern in der Straße [[Am Neuen Garten]] verdient das Haus Nr. 25 besondere Aufmerksamkeit: Die '''Mirbach-Villa''' diente während der russischen Besatzungszeit wahrscheinlich als Gästehaus und für Empfänge. Es ist eines der ganz wenigen Gebäude, in dem das originale Mobiliar über die fast 50 Jahre erhalten blieb.
 
Von den Häusern in der Straße [[Am Neuen Garten]] verdient das Haus Nr. 25 besondere Aufmerksamkeit: Die '''Mirbach-Villa''' diente während der russischen Besatzungszeit wahrscheinlich als Gästehaus und für Empfänge. Es ist eines der ganz wenigen Gebäude, in dem das originale Mobiliar über die fast 50 Jahre erhalten blieb.
  

Version vom 15. Juli 2006, 14:49 Uhr

Mirbach-Villa

Von den Häusern in der Straße Am Neuen Garten verdient das Haus Nr. 25 besondere Aufmerksamkeit: Die Mirbach-Villa diente während der russischen Besatzungszeit wahrscheinlich als Gästehaus und für Empfänge. Es ist eines der ganz wenigen Gebäude, in dem das originale Mobiliar über die fast 50 Jahre erhalten blieb.

Die Mirbach-Villa wurde 1874-74 gebaut und nach 1893 für den Oberhofmeister der Kaiserin, Ernst Freiherr von Mirbach stark umgebaut. 1898 wurde eine Durchfahrt ergänzt, 1937 kam eine Garage hinzu. Eine Besonderheit ist der große Maikäfer über der Toreinfahrt. Mit ihm zeigte der Oberhofmeister der Kaiserin an, dass er seinen Militärdienst im Garde-Füsilier-Regiment in Berlin geleistet hat. Die Bezeichnung "Maikäfer-Regiment" trug das Garde-Füsilier-Regiment schon bald nach seiner Gründung 1826. Kinder waren beim Maikäfersammeln, und als sie marschierende Soldaten sahen, riefen sie: „Maikäfer, Maikäfer!“ Der Name übertrug sich schnell auf das ganze Regiment und blieb bestehen, nachdem König Friedrich Wilhelm IV. das Regiment auch einmal mit „Maikäfer" angeredet hatte. So wurde aus einem "Spitznamen" ein "Ehrenname" und der Maikäfer verzierte Regimentsfahne, Briefpapier, Anstecknadeln und jede Menge Souvenirs.