Villa Schöningen: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Villa Schöningen''' in der Berliner Straße 86 war einst das glanzvolle Entree für die Stadt Potsdam, heute ist das Gebäude vom Leerstand schwer gezeichnet. Der erste Bau entstand hier 1826. Von 1843 bis 1845 wurde sie im Auftrag des Königs [[Friedrich Wilhelm IV]] unter der Bauleitung von [[Ludwig Persius]] für den Hofmarschall [[Kurd Wolfgang Wilhelm Gustav von Schöning]] so umgebaut. Aus dem zuvor recht einfachen Wohnhaus entstand eine Villa mit Turm und Loggia. Den Anstoß für den Umbau hatte [[Prinz Carl von Preußen]] gegeben. Er war der Schlossherr von Glienicke und wünschte sich ein respektables Visavis. Persius, Meisterschüler von [[Carl Friedrich Schinkel]], praktizierte hier ein „Baukastensystem“ nach dem Vorbild italienischer Wirtschaftsbauten. Die Besonderheit, man kann einzelne Gebäudeteile ergänzen oder rückbauen, ohne dass der Gesamteindruck leidet. Mit der Villa Schöningen wurde das dreimal gemacht. Bis 1945 war die Villa im Besitz der Bankiersfamilie [[Wallich]]. Nach 1945 war hier der Gewerkschaftsbund untergebracht. Von 1950 bis 1992 befand sich ein Kinderwochenheim in der Villa. Die [[Villa Schöningen]] wurde durch den Investor [[Dieter Gralfs]] gekauft. Dieser plant eine Sanierung des historischen Bauteile und moderne Ergänzungsbauten. Die Pläne sind umstritten. Kritiker befürchten eine weitere Beeinträchtigung des Weltkulturerbes wie bereits durch die Siedlung [[Arkadien]] am [[Glienicker Horn]].
 
Die '''Villa Schöningen''' in der Berliner Straße 86 war einst das glanzvolle Entree für die Stadt Potsdam, heute ist das Gebäude vom Leerstand schwer gezeichnet. Der erste Bau entstand hier 1826. Von 1843 bis 1845 wurde sie im Auftrag des Königs [[Friedrich Wilhelm IV]] unter der Bauleitung von [[Ludwig Persius]] für den Hofmarschall [[Kurd Wolfgang Wilhelm Gustav von Schöning]] so umgebaut. Aus dem zuvor recht einfachen Wohnhaus entstand eine Villa mit Turm und Loggia. Den Anstoß für den Umbau hatte [[Prinz Carl von Preußen]] gegeben. Er war der Schlossherr von Glienicke und wünschte sich ein respektables Visavis. Persius, Meisterschüler von [[Carl Friedrich Schinkel]], praktizierte hier ein „Baukastensystem“ nach dem Vorbild italienischer Wirtschaftsbauten. Die Besonderheit, man kann einzelne Gebäudeteile ergänzen oder rückbauen, ohne dass der Gesamteindruck leidet. Mit der Villa Schöningen wurde das dreimal gemacht. Bis 1945 war die Villa im Besitz der Bankiersfamilie [[Wallich]]. Nach 1945 war hier der Gewerkschaftsbund untergebracht. Von 1950 bis 1992 befand sich ein Kinderwochenheim in der Villa. Die [[Villa Schöningen]] wurde durch den Investor [[Dieter Gralfs]] gekauft. Dieser plant eine Sanierung des historischen Bauteile und moderne Ergänzungsbauten. Die Pläne sind umstritten. Kritiker befürchten eine weitere Beeinträchtigung des Weltkulturerbes wie bereits durch die Siedlung [[Arkadien]] am [[Glienicker Horn]].

Version vom 17. März 2006, 18:34 Uhr

Die Villa Schöningen in der Berliner Straße 86 war einst das glanzvolle Entree für die Stadt Potsdam, heute ist das Gebäude vom Leerstand schwer gezeichnet. Der erste Bau entstand hier 1826. Von 1843 bis 1845 wurde sie im Auftrag des Königs Friedrich Wilhelm IV unter der Bauleitung von Ludwig Persius für den Hofmarschall Kurd Wolfgang Wilhelm Gustav von Schöning so umgebaut. Aus dem zuvor recht einfachen Wohnhaus entstand eine Villa mit Turm und Loggia. Den Anstoß für den Umbau hatte Prinz Carl von Preußen gegeben. Er war der Schlossherr von Glienicke und wünschte sich ein respektables Visavis. Persius, Meisterschüler von Carl Friedrich Schinkel, praktizierte hier ein „Baukastensystem“ nach dem Vorbild italienischer Wirtschaftsbauten. Die Besonderheit, man kann einzelne Gebäudeteile ergänzen oder rückbauen, ohne dass der Gesamteindruck leidet. Mit der Villa Schöningen wurde das dreimal gemacht. Bis 1945 war die Villa im Besitz der Bankiersfamilie Wallich. Nach 1945 war hier der Gewerkschaftsbund untergebracht. Von 1950 bis 1992 befand sich ein Kinderwochenheim in der Villa. Die Villa Schöningen wurde durch den Investor Dieter Gralfs gekauft. Dieser plant eine Sanierung des historischen Bauteile und moderne Ergänzungsbauten. Die Pläne sind umstritten. Kritiker befürchten eine weitere Beeinträchtigung des Weltkulturerbes wie bereits durch die Siedlung Arkadien am Glienicker Horn.