Villa Schlieffen

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Die Villa Schlieffen befindet sich in der Nauener Vorstadt von Potsdam, in der Großen Weinmeisterstraße 44, am Rande des Pfingstberges.

Geschichte

Die Villa Schlieffen entstand aus einem älteren Weinmeisterhaus, welches ab den 1848er Jahren in mehreren Phasen ausgebaut und erweitert wurde. Dabei entstand unter anderem ein Tee- und Aussichtspavillon.

Im Jahre 1870 fielen Teile der Gesamtanlage an die Villa Henckel. Im Jahr 1879 übernahmen preußische Prinzen das Haus und die Gartenanlage. Die Hohenzollern bevorzugten dieses Quartier nicht nur wegen seiner idyllischen Lage, sondern eben auch wegen des Umstandes, dass der Kronprinz Wilhelm von Preußen mit seiner Familie im Marmorpalais, später im Schloss Cecilienhof, lebte. Die Villa und der Neue Garten mit den beiden Kronprinzenschlössern ist nur einen Steinwurf von einander entfernt.


Die Villa wurde in den Jahren 1903 bis 1932 von der Familie Schlieffen bewohnt (die Familie „von Schlieffen“ ist ein altes pommersches Adelsgeschlecht). Im Jahre 1926 fiel die Villa Schlieffen im Rahmen der Fürstenenteigung in staatlichen Besitz.

1945 wurden Villa und Garten durch die Rote Armee beschlagnahmt. Unmittelbar danach erfolgte ein teilweiser Umbau zu einem Schießbunker. Im Jahr 1996 übernahm die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg das Gebäude und sorgte für einen Rückbau sowie einer Entrümpelung.

Im Moment wird für die Villa Schlieffen (Stand: 1. Mai 2012) von der Eigentümerin, der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, ein Investor gesucht. Bei einer Übernahme der geschätzten Sanierungskosten von mindestens EUR 500.000,00 wird im Gegenzug eine langfristige Nutzung eingeräumt. Eine kulturelle Nutzung wird gewünscht.

Zum Schutz vor einem weiteren Verfall ist das Gebäude unter einer Einhausung versteckt. (Stand 1. Mai 2012)

Weblinks